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Kantonsgericht gegen Bau einer Schweinemästerei in Landwirtschaftszone

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Das Verwaltungsgericht hat einen Rekurs von WWF Freiburg und 22 Anwohnern gegen die Baubewilligung für eine industrielle Schweinemästerei in einer Landwirtschaftszone gutgeheissen. Das Gericht kam zur Auffassung, dass die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion des Kantons Freiburg die Spezialbewilligung und das Oberamt des Vivisbachbezirks die Baubewilligung zu Unrecht erteilt haben.

Laut Verwaltungsgericht ist eine Schweinemästerei mit drei Gebäuden nicht konform mit der Landwirtschaftszone. Ein Projekt von solchem Ausmass, das die Umwelt erheblich belasten würde, müsse in der Ortsplanung vorgesehen sein. Das Verwaltungsgericht beruft sich bei seinem Urteil auf einen Bundesgerichtsentscheid.

Lieferung ausserhalb Kantons

Mit dem Neubau wollte die Käsereigesellschaft von Bouloz-Porsel ihre heutige Schweinemästerei, fast mitten im Zentrum von Porsel gelegen, ersetzen. Diese bietet heute Platz für 460 Schweine. Die Milchproduzenten geben dort ihre Schotte ab, die von der Käseproduktion stammt. Heute kann bloss ein Teil der 2,5 Mio. Liter Schotte verwertet werden, wie die Promotoren im Entscheid des Verwaltungsgerichts angaben. Der Rest muss ausserhalb des Kantons gebracht werden.

WWF ist erfreut

In einer Mitteilung freut sich der WWF Freiburg über diesen Gerichtsentscheid. «Das Projekt würde das schöne Flon-Tal erheblich belasten und gefährden», hält der WWF fest und denkt dabei an die Zersiedelung einer grossen intakten Landwirtschaftsfläche, an die Luft- und Gewässerbelastung durch riesige Güllemengen und an das Verschmutzungsrisiko für den daran vorbeifliessenden Bach.

Der WWF hat laut eigenen Angaben aufgezeigt, dass es für die Verwertung der Schotte bedeutend umweltfreundlichere und mindestens ebenso rentable Möglichkeiten gibt als eine 3,5 Mio. Franken teure Schweinemästerei, u. a. den Verkauf an eine Verwertungsfirma oder eine Biogaserzeugung usw. «Der Anwalt des WWF, Rainer Weibel, wertet dieses Urteil als wichtigen Grundsatzentscheid, der für Promotoren von ähnlichen Grossvorhaben als Warnung wirken sollte», schreibt der WWF und hält fest, dass die ganze Affäre für alle Parteien zeitaufwendig und teuer gewesen sei. «Der WWF ist überzeugt, dass durch eine bessere Beteiligung der Gemeindebewohner an der Ortsplanung früher eine Lösung hätte gefunden werden können», fährt er fort und ruft in Erinnerung, dass mit der Revision des Raumplanungs- und Baugesetzes, die zurzeit im Grossen Rat behandelt wird, solche demokratische Regeln eingeführt werden könnten. az/sda

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