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Kantonspolizei zieht eine betrübliche Bilanz

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Autor: walter buchs

10 137 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch hat die Kantonspolizei im vergangenen Jahr festgehalten. Gegenüber 2007 entspricht dies einer Zunahme um 4,7 Prozent. «Die Gesamtzahl der Vergehen liegt über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre», hat Pierre Nidegger, Kommandant der Kantonspolizei, am Freitag in der Einsatzzentrale in Granges-Paccot vor den Medien nüchtern festgestellt.

Mehr Gewalt – weniger Respekt

Die strafbaren Handlungen gegen das Vermögen wie Einbruchdiebstähle oder Sachbeschädigungen stellen dabei 77 Prozent aller registrierten Verstösse und Delikte dar. Rund sieben Prozent sind strafbare Handlungen gegen Leib und Leben wie Tätlichkeiten oder Raufereien. Rund fünf weitere Prozent sind Vergehen gegen die Freiheit wie Drohung oder Nötigung. Bei 1,9 Prozent der Verstösse handelt es sich um strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität wie sexuelle Nötigung, Vergewaltigung oder Exhibitionismus.

Wie Florian Walser, Chef der Kriminalpolizei, vor den Medien ergänzte, ist im vergangenen Jahr eine spürbare Zunahme insbesondere bei Tätlichkeiten, Drohungen oder Einbruchdiebstählen in Fahrzeuge festzustellen. Im Bereich der Vergehen gegen die sexuelle Integrität fällt die Zunahme bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung auf. Oft sei es aber schwierig, die Hintergründe dieser Vergehen und die Täter zu eruieren, stellte Walser fest.

Erfolg im Kampf gegen Kriminalität

Bei der Analyse der Entwicklung der Verstösse unterstrich der Kripo-Chef: «Die Polizei stellt fest, dass die Achtung vor der körperlichen Integrität, vor dem Eigentum und vor den Behörden noch weiter gesunken ist.» Dabei sei hervorzuheben, dass der Alkohol bei einer Vielzahl von Straffällen eine massgebliche Rolle spielte.

Laut Polizeistatistik sind 52 Prozent der 2008 identifizierten Straftäter zwischen 7 und 25 Jahre alt. Dieser Anteil hat weiter zugenommen. Werden die Rückfälligen mitberücksichtigt, steigt der Anteil gar auf gut 58 Prozent. Mit Genugtuung wies Florian Walser weiter auf die «guten Resultate» im Kampf gegen Betäubungsmitteldelikte hin. Die Zahl der Anzeigen und Beschlagnahmungen im Bereich des Drogenhandels hätten zugenommen. Dies ist laut Walser auf die Kontrollen der Polizei zurückzuführen. Diese werde die Repression weiterführen.

Mehr Aufwand für öffentliche Sicherheit

«Im Verlaufe des Jahres 2008 erzeugten gewisse Sportveranstaltungen gewalttätige Ausschreitungen in der Umgebung von Stadien und machten den regelmässigen Einsatz polizeilicher Mittel im Bereich des Ordnungsdienstes notwendig.» Darauf hat Pierre Schuwey, Chef der Gendarmerie, gestern hingewiesen. Die Polizei wurde 2008 zum Ordnungsdienst bei zehn Eishockey- und vier Fussballmatchs aufgeboten.

Weiter stellte der Chef der uniformierten Polizei «eine wenig erfreuliche Bilanz» des sozialen Umfeldes fest. Dies zeige sich in der Zunahme (vorübergehend) verschwundener Personen, (versuchten) Selbsttötungen, häuslicher Gewalt oder Widerstand gegen behördliche Anordnungen. Bilanz für die Polizei seien 40 Einsätze im Sozialbereich und durchschnittlich täglich 1,4 Einsätze im Bereich häusliche Gewalt.

Laut Pierre Schuwey liegt einer der Schwerpunkte der Polizei im laufenden Jahr in so genannten Interventionen des «ersten Einsatzes», um eine grösstmögliche Zahl von Tätern von Verbrechen und Vergehen gegen Personen oder Sachen in flagranti festzunehmen. Im Rahmen von Sportveranstaltungen soll das Bundesgesetz über die Wahrung der inneren Sicherheit streng angewendet werden. Schliesslich soll die Aktion «Bürgerkontakt» für die gesamte uniformierte Polizei fortgesetzt werden.

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