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Karma: FN-Zeichner stellt auch aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der FN-Karikaturist «Karma» alias Marco Ratschiller ist auch mit fünf Bildern an der Ausstellung «gezeichnet 2008» dabei. Der 34-jährige Freiburger, der heute in St. Gallen wohnt, hat die FN hinter die Kulissen schauen lassen.

Wie wird man Pressezeichner? Kann man das üben?

Eine eigentliche Ausbildung existiert natürlich nicht. Die meisten rutschen mit dem nötigen Talent und einiger Beharrlichkeit (viel Zeichnen im privaten Rahmen, immer wieder an geeignete Medien einreichen) irgendwann mal rein. Viele Cartoonisten haben Ausbildungen oder Berufe in verwandten gestalterischen Bereichen: Kunstschulen und Schulen für Gestaltung, Grafiker, Werber.

Was ist das Schwierigste an Karikaturen über das Alltagsgeschehen?

Das Schwierigste ist, die Realität in eine pointierte Bildsprache umzusetzen, die vom Betrachter schnell erfasst wird, aber nicht abgedroschen wirkt.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit der Redaktion?

Der Karikaturist als festes Redaktions-Mitglied mit eigenem Büro im Haus gibt es nur noch beim Tages-Anzeiger. Meistens läuft es fernmündlich oder per Mail: Die Redaktion bestellt zu einem bestimmten Thema ein Cartoon – der Karikaturist schickt die fixfertige Arbeit oder ein, zwei Vorschläge, unter denen die Redaktion das Wunschsujet auswählt.

Sie sind auch Chefredaktor des Nebelspalters. Kommen Sie noch zum Zeichnen?

Redaktionsleitung bedeutet vor allem Koordination und Administration. Selbst zu zeichnen ist für mich eher eine Ausnahme und ein Zückerchen. Aber natürlich gibt es Cartoonisten und Zeitungskarikaturisten, die zu 100 Prozent zeichnen – und dies nicht zum qualitativen Nachteil: Wer täglich zeichnet, entwickelt Stil und befasst sich ständig mit der Politik und der Weiterentwicklung der Bildsprache. chs

Marco Ratschiller hat an der Uni Freiburg das Lizenziat in Geschichte/Germanistik gemacht. Er ist seit 1996 Pressezeichner für die FN und seit vier Jahren Chefredaktor der Satirezeitschrift Nebelspalter.

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