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Karrieresprung für Nando Lehmann

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Bei Swiss Freeski ist das A-Kader die zweithöchste Stufe. Einzig die Fahrer des Nationalkaders sind noch stärker eingestuft und werden entsprechend mehr vom Verband unterstützt. Dem Schweizer Nationalkader gehören allerdings nur drei Fahrer an (Jonas Hunziker, Kai Mahler und Yannic Lerjen), alle drei Profis, die in erster Linie an den ganz grossen Freestyle-Events wie den X-Games an den Start gehen. Hinter dem illusteren Trio gehören neun Fahrer zum A-Kader, darunter auch so prominente Namen wie Elias Ambühl und Cyrill Hunziker, die beide ihren Lebensunterhalt mit Freeskiing verdienen. Neu gehört auch der Oberschroter Nando Lehmann zu den Auserwählten. «Es ist genial», freut sich der 18-Jährige über seine sportliche Beförderung. «Meinem Traum, als Freeski-Profi durch die Welt zu reisen, bin ich ein grosses Stück näher gekommen.»

Der Traum vom Freeski-Profi

Als Mitglied des A-Kaders wird Nando Lehmann im Freestyle Skiing World Cup starten und seine Tricks im Slopestyle künftig in ganz Europa zeigen dürfen–eventuell auch in den USA. «Demnächst wird Swiss Ski den Wettkampfkalender erstellen. Dann werde ich wissen, bei welchen Rennen eine Teilnahme geplant ist und ob wir auch nach Übersee fliegen.» Vereinzelte Weltcuperfahrungen konnte der Sensler bereits in diesem und im letzten Jahr sammeln. Allerdings nur bei den WC-Rennen in der Schweiz, wo der nationale Verband als Organisator zusätzliche Startplätze für seine Fahrer zugesprochen bekam.

Die Vorteile und Annehmlichkeiten, die das Leben als Profi mit sich bringen, wird Lehmann bei seiner ersten «richtigen» Weltcup-Saison allerdings (noch) nicht geniessen können. «Athleten wie Hunziker, Mahrer oder Ambühl können nur dank ihren Sponsoren als Profis unterwegs sein. Das liegt bei mir momentan nicht drin. Natürlich werde ich versuchen, zusätzliche Sponsoren zu finden–als A-Fahrer bin ich werbetechnisch ja etwas interessanter geworden. Ob es allerdings schon für nächste Saison als Profi reicht, ist eher unwahrscheinlich.»

Als Mitglied im A-Kader werden ihm zwar von Swiss Ski die Auslagen für Reisen, Hotels und Flüge zu den Rennen vergütet, ganz ohne Arbeit wird der 18-Jährige neben seinem Sport allerdings nicht über die Runden kommen. Ob er nächstes Jahr seine Lehre als Spengler (3. Lehrjahr) fortsetzen kann, ist noch ungewiss. «Bisher habe ich mit dem Walliser Team trainiert, nun mit dem Swiss Freeski Team. Ich bin am Abklären, wie ich Ausbildung und Sport unter einen Hut bringen kann. Eine Option ist, die Lehre für ein Jahr zu unterbrechen. Mein Onkel, in dessen Betrieb ich die Lehre mache, hat mir zugesichert, dass ich in diesem Fall weiter bei ihm arbeiten könnte.»

Enttäuschung bei der WM-Premiere

Nach einem harzigen Start vermochte sich Nando Lehmann in der vergangenen Saison zu steigern. Beim Contest der Swiss Freeski Tour in Davos sprang er als Dritter erstmals aufs Podest. Podestplätze folgten beim Big Air Mythen (3. Platz) und am Big Air Event in Mürren, wo Lehmann hinter Profi-Freeskier Jonas Hunziker Zweiter wurde. Am Ende reichte es in der Gesamtwertung der Swiss Freeski Tour für den guten dritten Rang.

Der Podestplatz in der nationalen Rennserie bescherte Lehmann ein Aufgebot von Swiss Ski für die Junioren-WM in Valmalenco (Ita). «Nach zwei guten Trainingstagen war ich zuversichtlich für eine Top-Ten-Platzierung. Starke Windböen und eisige Kickers machten das Fahren am Wettkampftag aber zu einer Lotterie.» Lehmann konnte das, was ihm im Training gelungen war, am Wettkampftag nicht umsetzen, und landete auf dem enttäuschenden 36. Platz.

Trotzdem ist Nando Lehmann der Sprung ins A-Kader von Swiss Freeski gelungen–ein Zeichen, dass die Trainer an seine Fähigkeiten glauben. Im Mai und im Juni stehen die ersten Trainings auf der Wasserschanze in Zürich auf dem Programm, Ende Juli die ersten Trainings im Schnee. Mindestens ein Jahr wird der junge Oberschroter seinen Status als A-Fahrer behalten. Ende Jahr wird Bilanz gezogen. «Deswegen mache ich mir keine Sorgen», sagt Lehmann. «Meine Trainer haben durchblicken lassen, dass sie mir mehr Zeit geben, um mich im Weltcup zu profilieren.»

Mit Film-Clips zu Ruhm

Dass es im Sport allerdings zuweilen schnell gehen kann, hat der 18-Jährige schon am eigenen Leib erfahren müssen. Wegen einer im Training erlittenen Hirnerschütterung nahm die Saison 2013/14 für ihn ein abruptes Ende. Deshalb baut sich Lehmann neben dem Sport ein zweites Standbein auf. Zusammen mit fünf Freeskiern aus dem Wallis, dem Berner Oberland und Freiburg und mit einem Kameramann hat er die Filmcrew «LAN» (Los Angeles Negros) gegründet. «Wir filmen uns bei unseren Sprüngen, in den Bergen, in der Stadt oder anderswo und produzieren damit kleine Filmclips.» Ähnlich wie im Kinofilm «All.I.Can», in dem einige der weltbesten Freerider ihren Hang zum Nervenkitzel und riskanten Situationen ausleben, wollen sich die sechs ins Gespräch bringen. «Momentan arbeiten wir an einem zwanzigminütigen Film, im Frühling finden auf den Pässen noch die letzten Shootings statt. Noch ist das Ganze in erster Linie Spass, und es geht erst mal darum, uns bekannt zu machen. Vielleicht ergibt sich eines Tages mehr daraus.» Im Zeitalter von Internet und Youtube haben sich schon manche jugendliche Träumereien verwirklicht.

«Eine Option ist es, die Lehre für ein Jahr zu unterbrechen.»

Nando Lehmann

Freeskier

«Wir filmen uns bei den Sprüngen und produzieren damit kleine Filmclips.»

Nando Lehmann

Freeskier

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