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Kartoffeln erhalten Wasser aus dem See

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wasser ist in der Sommerzeit ein rares Gut. In den letzten Jahren hat sich die Situation zugespitzt. Besonders die Landwirte, die Kartoffeln anbauen, sind auf genügend Wasser für ihre Felder angewiesen. Denn die «Häppere» braucht im Sommer viel Wasser und Pflege. Rund 20 Kartoffel- und Gemüse­bauern des Gebiets Cressier/Coussiberlé/Cordast/Gurmels/Kleingurmels/Jeuss haben ihr Problem nun gelöst: Am Schiffenensee steht eine neue Pumpstation, die Wasser aus dem See auf die Felder leitet. Am Samstag haben sich Landwirte der beiden Bewässerungsgesellschaften Cressier und Gurmels bei der neuen Pumpstation an der Seestrasse in Kleingurmels eingefunden, um die 1,8 Millionen Franken teure Anlage genauer unter die Lupe zu nehmen. 16 Kilometer Bodenleitungen bis zu den Feldern sind in den Kosten enthalten. Laut dem Geschäftsführer der Bewässerungsgesellschaft Cressier, Beat Mathys, stammt rund die Hälfte des Geldes von Kanton und Bund.

Bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute können die sechs Pumpen der neuen Station aus dem Schiffenensee auf die Felder fördern. Das entspricht 360 Kubikmetern Wasser pro Stunde. Wie wichtig das Wasser aus dem See für die Bauern ist, zeigte sich schon diesen Sommer: 811 Stunden war die neue Pumpstation laut Beat Mathys seit Juni bereits in Betrieb. Sie förderte 184 000 Kubikmeter Wasser aus dem See. Um diese Menge einordnen zu können, hat Beat Mathys die Zahl mit der Abflussmenge 2018 der Saane in Freiburg verglichen: «Die gesamte Menge, die wir 2019 gebraucht haben, fliesst in 1,3 Stunden die Saane herunter.»

630 Ampere

Vier grössere und zwei kleinere Pumpen sind am Ufer des Schiffenensees zu sehen. Die Eingangssicherung der Pumpstation betrage 630 Ampere, sagt Remo Gremaud von der Firma Aebi Suisse, die für den Bau der Anlage verantwortlich zeichnet. Auch hier ein Vergleich: Die elektrische Stromstärke der Eingangssicherung eines Einfamilienhauses beläuft sich auf etwa zehn Mal weniger.

Die Hauptleitung führt nach Cressier und verzweigt sich von dort aus in alle Richtungen, wie auf den ausgestellten Plänen im Gebäude mit der Steuerzentrale zu erkennen ist. «Die Leistung reicht für maximal sieben Schlauchrollen, die die Landwirte an die Hydranten anschliessen», erklärt Hans Egger, Präsident der Bewässerungsgesellschaft Cressier. «Wenn sich mehr anschliessen, hat der höchstgelegene Landwirt zu wenig Druck.» Deshalb sei es wichtig, dass sich die Bauern untereinander absprechen und einteilen würden, wer wann seine Felder bewässern dürfe. «Je nach Bedarf läuft nur eine Pumpe oder es laufen eben mehrere», erklärt Beat Mathys.

Der Bewässerungsgesellschaft Cressier haben sich ein Dutzend Kartoffel- und Gemüsebauern angeschlossen, eines der Mitglieder stammt aus Jeuss. Die Bewässerungsgesellschaft Gurmels zählt acht Mitglieder aus Cordast, Guschelmuth und Gurmels. Die Planung für diese Pumpstation habe 2013 begonnen, erklärt Beat Mathys.

Die Gurmelser Landwirte zapfen den Schiffenensee jedoch bereits seit 2006 an, weil sie aus der Bibera kein Wasser entnehmen dürfen. Diese Pumpe fördert in der Stunde jedoch nur rund 100 Kubikmeter Wasser aus dem See. Im Moment stehe sie still, sagt Hans Egger, «wir haben sie abgestellt». Vielleicht gebe es andere Landwirte, die diese elektrische Pumpe in Zukunft nutzen wollten, sagt Egger. Für die Landwirte der beiden Bewässerungsgesellschaften reichte die Leistung dieser Pumpe nicht mehr aus.

«Reine Panikmache»

Auch Bio-Felder würden mit Wasser aus dem See gespeist, sagt Beat Mathys. Er sei überzeugt, dass das Seewasser sauber sei. Die aktuelle Diskussion rund um Pestizide im Grund- und Trinkwasser sei für ihn reine Panikmache. Die Landwirte anzugreifen, sei zudem einfacher, als die Industrie zu kritisieren. Zudem gibt Mathys zu bedenken, dass weit mehr Wirkstoffe für Medikamente bewilligt sind als zum Schutz von Pflanzen. «Wir Landwirte verwenden nur bewilligte Wirkstoffe und vertrauen auf die Behörden, die die Bewilligungen erteilen. Es wäre gar nicht gut, wenn wir in der Schweiz nicht mehr auf das Bundesamt für Umwelt vertrauen könnten.» Hans Egger sagt dazu: «Die Landwirte sind inzwischen auch auf das Thema sensibilisiert und verwenden Pflanzenschutzmittel verantwortungsvoll.»

 

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