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«Kathedralen der Industrie»

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Nur selten verirren sich Touristen und Sonntagsspaziergänger auf ihrer Besichtigungstour durch die Altstadt in die Nähe des Elektrizitätskraftwerks Ölberg oder auf die Staumauer der Magerau. Doch dies soll sich jetzt ändern. Wie Marlène Flückiger von Freiburg Tourismus gestern vor den Medien sagte, werden Interessierte am 26. April die Gelegenheit zur Besichtigung der bedeutenden industriellen Bauten haben.

Die Gratisbesichtigung wurde in Zusammenarbeit mit Groupe E organisiert und wird von Fachleuten durchgeführt. Man habe bei der Planung vor allem an das lokale Publikum gedacht, doch auch Touristen seien willkommen, so Marlène Flückiger.

Freizeitangebot im Wandel

In den letzten Jahren ha- ben sich die Bedürfnisse im Freizeitsektor gewandelt. Die Nachfrage nach neuen Angeboten abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten ist gestiegen. Auch Führungen durch industrielle Betriebe würden immer beliebter, sagte Alexis Overney, Präsident von Freiburg Tourismus, den FN. Dies zeigten beispielsweise die ständig gut besuchten Führungen durch Schokoladefabriken. Deshalb sei die Tourismusorganisation schliesslich auf die Idee gekommen, eine Führung durch das Elektrizitätskraftwerk Ölberg und den Staudamm Magerau zu veranstalten. Groupe E sei von dieser Idee sofort begeistert gewesen. «Die beiden Bauten eignen sich hervorragend für die Bedürfnisse von Freiburg Tourismus. Sie sind die Kathedralen der Industrie», so Jean Pierre Chapuis, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Groupe E. Die beiden Produktionsstätten seien Symbole für die Stadt Freiburg und historisch wie architektonisch interessant (siehe Kasten).

Naturpark Perollessee

Der durch die Errichtung des Magerau-Staudamms entstandene Perollessee ist seit 1983 ein Naturpark von nationaler Bedeutung. Das Kraftwerk habe also auch einen grossen ökologischen Effekt, so Chapuis. Dieser Aspekt werde in die Führungen miteinbezogen. 2005 wurde der Magerau-Staudamm ausserdem mit einem der grössten Fischlifte der Schweiz ausgestattet. Unter anderem dank dieser Einrichtung erlangte Groupe E eines der europaweit strengsten Zertifikate in der Produktion von grünem Strom.

Wer an den zweisprachigen Führungen teilnehmen will, muss sich anmelden. Es werden drei Führungen mit je maximal 30 Personen durchgeführt. Die Lokalitäten sind nicht rollstuhlgängig. Flückiger konnte für die Projektplanung bereits eine gute Bilanz ziehen. Freiburg Tourismus wolle in Zukunft vermehrt mit Groupe E zusammenarbeiten.

Anmeldung:026 350 11 11 oder info@freiburgtourismus.ch

Zahlen und Fakten

Strom aus der Saane für 11500 Haushalte

Der 21 Meter hohe Staudamm Magerau nahe dem gleichnamigen Kloster wurde im Jahr 1872 erbaut. Er war der erste Staudamm aus Beton in ganz Europa. In den Folgejahren wurde die durch den Staudamm entstandene mechanische Kraft mithilfe eines teledynamischen Kabels zu den Kleingewerben auf der Perolles-Ebene transportiert. Die Stromproduktion nahm 1910 dank dem Bau der Ölberg-Zentrale ihren Anfang. Das Kraftwerk im Auquartier ist mit zwei Kaplan- und drei Francis-Turbinen ausgerüstet, welche über zwei Stollen mit dem Wasser des Stausees versorgt werden. Das Kraftwerk wurde 1944 und 1956 vergrössert und 1980 vollständig modernisiert. Die durchschnittliche Jahresproduktion beträgt heute 52 Gigawattstunden. Damit können 11500 Freiburger Haushalte versorgt werden.lr

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