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Kein Abbau von Qualität und Sicherheit?

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Wieder sagt HFR-Generaldirektor Marc Devaud nur die halbe Wahrheit: Es geht überhaupt nicht nur um «ein Dutzend akuter Notfälle» in Tafers, sondern um ein ganzes Sicherheitssystem, das die Anästhesieabteilung in vielen Jahren aufgebaut und betrieben hat, damit solche Notfälle gar nicht erst entstehen. Zu diesem System gehörten ursprünglich: der Aufbau und Betrieb eines Reanimationskurs-Systems, in dem alle Mitarbeiter einmal pro Jahr geschult werden; der Aufbau und Betrieb eines «early warning score»-Systems, mit dem die Pflege auf der Abteilung Warnzeichen für mögliche Komplikationen frühzeitig erkennt und das Anästhesieteam zur Stabilisierung einbinden kann; Flurmonitoring bei frisch Operierten, das heisst die Fernübertragung von Monitordaten auf der Abteilung und die schnelle Intervention bei plötzlichen Problemen; während zweier Jahre der Betrieb einer Überwachungsstation (IMC); die Beteiligung der Anästhesiepflege im Rettungsdienst und bei der Verlegung kritisch kranker Patienten.

Vieles davon habe ich selbst mitentwickelt – ich weiss, was das System leistet. Trotzdem wurde ein Teil (IMC, Patientenverlegung, Unterstützung Rettungsdienst) vom HFR schon vor Jahren wieder zerstört; der Rest hat bisher überlebt. Dieser «Rest» beinhaltet meines Wissens alleine für 2017 circa 300 Interventionen des Anästhesieteams nachts und am Wochenende, darunter die Stabilisierung von 23 lebensbedrohlich erkrankten Patienten, von denen mehr als die Hälfte das Spital privat erreichten. Er beinhaltet auch die ständige Unterstützung des Notfallteams, die seit vielen Jahren praktiziert und keineswegs «verweigert» wird, wie Herr Devaud erneut behauptet. Dieses komplette Sicherheitsnetz wurde aufgebaut und betrieben, ohne dass dazu eine einzige zusätzliche Stelle gefordert worden wäre.

Narkosen ausserhalb der Bürozeiten – zum Beispiel Kurznarkosen bei Kleinkindern oder zur Reposition bei Luxationen –, die in einem kleinen Spital relativ häufig sind, wird es auch nicht mehr geben. Ebenso wenig invasive Techniken der Schmerztherapie für Patienten nach grossen Operationen. Für beides braucht es nämlich ein schnell verfügbares Anästhesieteam. Und das soll kein Abbau von Qualität und Sicherheit sein?

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