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Kein Aufschub mehr für Raumfahrtunternehmen

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Am Mittwoch hat das Regionalgericht Waadt-Nord/Broye die Start-up-Firma Swiss Space Systems (3S) mit Sitz in Payerne in den Konkurs geschickt. Es gebe keine Gründe, den Entscheid hinauszuzögern, teilte das Gericht gestern mit. Es habe deshalb den ursprünglich bis März 2017 gewährten Aufschub widerrufen. Gegen den Entscheid kann die Firma in den nächsten zehn Tagen Rekurs einlegen.

3S wollte von der Entwicklungszone Aeropole beim Flughafen Payerne aus Dienstleistungen im Bereich Luft- und Raumfahrt anbieten, zum Beispiel Parabelflüge. Passagiere hätten in einem Flugzeug so die Schwerelosigkeit erfahren. Ende 2015 waren die ersten Flüge vorgesehen, doch der Start wurde ständig aufgeschoben. Ausserdem hätten Minisatelliten in den Erdorbit gebracht werden sollen. Die Firma wollte für 70 Millionen Franken in Payerne einen Stützpunkt bauen, bis zu 40 Mitarbeiter waren zeitweise angestellt. Trotz der beeindruckenden Pläne bekam das Unternehmen zusehends finanzielle Probleme, das Geld ging aus. Allein seit September wurden zehn Betreibungen eröffnet. 3S-Chef Pascal Jaussi, der das Unternehmen 2012 gegründet hatte, wurde im August angegriffen und erlitt Verbrennungen. Diese Untersuchung läuft. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Das Unternehmen hatte auf dem Aeropole eine Fläche von 25 000 Quadratmetern reserviert, sagte Aeropole-Direktor Pierre-André Arm auf Anfrage. Die Betreiberin, der Regionalverband Coreb, werde zwar keinen finanziellen Schaden erleiden. «Doch der Imageschaden wird gross. Es war ein wunderbares Projekt mit interessanten technologischen Aspekten.» Die Gemeindepräsidentin von Payerne, Christelle Luisier, bedauerte, dass das so enthusiastisch gestartete Start-up-Unternehmen nun so anders ende als gehofft.

fca/sda

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