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Kein Halloween-Schrecken für die Power Cats

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Den Düdinger Volleyball-Fans blieb der Schrecken an Halloween erspart: Die Power Cats gaben sich gegen NLA-Schlusslicht Toggenburg am Sonntagnachmittag keine Blösse und gewannen souverän in drei Sätzen.

Ein grosser Kürbis beim Eingang und zahlreiche kleinere Exemplare erinnerten die 351 Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Turnhalle Leimacker daran, dass Halloween war. Ihren «Horror»-Auftritt hatten die Düdingerinnen allerdings bereits vor einer Woche in Genf gehabt, als sie mit 0:3 untergingen. Die Niederlage hatte Trainer Dario Bettello in den vergangenen Tagen mit seinen Spielerinnen in Einzelgesprächen aufgearbeitet, sodass sich die Power Cats am Sonntagnachmittag wieder in gewohnter Manier präsentierten. Sie fauchten, sie kratzten und sie besiegten Toggenburg klar mit 3:0. Düdingen bewies, dass selbst ein Auftritt wie jener von Genf durchaus sein Positives haben kann. Dann nämlich, wenn man die Leistung analysiert, ohne zu beschönigen, Fehler korrigiert und die richtigen Konsequenzen zieht. Das scheint Dario Bettello gelungen zu sein, entsprechend freute er sich über den Erfolg. «Die Spielerinnen wollten sich für die Niederlage in Genf rehabilitieren und haben sich dadurch selbst unter Druck gesetzt. Der Sieg gegen Toggenburg war wichtig, damit wir wieder die nötige Gelassenheit finden.»

Düdingen mit mehr Tempo

Toggenburg ist allerdings ein idealer Aufbaugegner. Der klare 3:0-Erfolg entspricht den Erwartungen und widerspiegelt auch die herrschenden Gegebenheiten. Die St. Gallerinnen kämpfen seit Jahren mit einem der kleinsten NLA-Budgets, investieren auch dieses Jahr mit 150’000 Franken deutlich weniger als Düdingen (400’000). Marcel Erni ist nicht nur seit Jahren Trainer der Ostschweizerinnen, sondern gleichzeitig auch Co-Präsident, Teamverantwortlicher und Pressechef. Bei den Power Cats sind diese Aufgaben auf vier verschiedene Personen verteilt. Toggenburg kann im Nachwuchsbereich zwar immer wieder Erfolge vorzeigen, so gewinnen die Juniorinnenteams regelmässig Titel, und aus der Erni-Schmiede schaffen immer wieder lokale Spielerinnen den Sprung in die Top-Teams der Schweizer Liga, so wie Laura Caluori bei den Power Cats. In der NLA muss Toggenburg aber regelmässig hartes Brot essen – auch dieses Jahr.

Warum, das zeigte sich exemplarisch beim Spieltempo, wo die Gäste gegenüber den Power Cats deutliche Defizite haben. Düdingen hatte fast immer genügend Zeit, einen Zweiblock zu stellen, wodurch den eher klein gewachsenen Ostschweizerinnen das Punkten zusätzlich erschwert wurde. Und weil Alexandra Dascalu mit ihren kraftvollen und präzisen Sprungservices im ersten Satz gleich zweimal eine Punkteserie hinlegte, war der erste Durchgang mit 25:15 eine leichte Beute für die Einheimischen. Hatte man im letzten Heimspiel gegen Neuenburg noch bemängeln können, dass die Düdingerinnen aus ihrem Service zu wenig herausholten, so zeigten sie sich diesmal deutlich effizienter.

Power Cats überlegen

Auch im zweiten Satz zirkelte Düdingen seine Aufschläge immer wieder aufs Toggenburgs Topskorerin Sabyrn Roberts. Knapp die Hälft der Anspiele landeten bei der Amerikanerin, die dadurch immer wieder in der Defensive arbeiten musste und sich im Angriff nur wenig entfalten konnte.

Roberts und ihre Landsfrau Harlee Kekauoha sind die einzigen Ausländerinnen, die bei den Gästen aus der Ostschweiz zum Einsatz kommen. Toggenburg ist damit nicht nur das jüngste NLA-Team, sondern auch jenes mit den meisten Schweizerinnen auf dem Feld. Punkto spielerische Qualität können Toggenburgs Schweizerinnen den Düdinger Eidgenossinnen aber nicht das Wasser reichen. Die Partie blieb einseitig. Bei den Power Cats liess zwar nach dem einseitigen ersten Durchgang die Konzentration etwas nach, wodurch sich vermehrt Eigenfehler einschlichen und das Skore bis zu 13:12 ausgeglichen blieb. Ein kleiner Zwischenspurt auf 18:12 – erneut mit Dascalu am Service – reichte aber, um auch Satz 2 mit 25:20 zu erbeuten.

Wichtige Spielpraxis

Gegen Toggenburg – im sechsten Meisterschaftsspiel – konnte Dario Bettello erstmals auf sein komplettes Kader zurückgreifen. Elena Steinemann, die sich vor drei Wochen am Bein verletzt hatte, gab gegen Toggenburg ihr Comeback und bescherte damit dem Headcoach auf der Aussenposition erstmals die Qual der Wahl. Steinemann und Sarina Wieland liefen in der Starting-Six auf, im Verlauf des zweiten Satzes kamen aber Nicole Eiholzer, Laura Caluori und Geburtstagskind Chloé Sprumont zum Einsatz.

Überhaupt nutzte Bettello die Partie, um jenen Spielerinnen Matchpraxis zu verschaffen, die sie am meisten benötigen. So liess der Trainer im dritten Satz Caluori und Lea Zurlinden durchspielen. Und selbst als der Satz bei 22:20 auf Messers Schneide stand, hielt Bettello an ihnen fest. Er wechselte gar noch die zweite Passeuse Marcia Rohrer ein, die damit zu ihrem zweiten Saisonauftritt kam. «Es freut mich besonders, dass ich erstmals alle 13 Spielerinnen einsetzen konnte», sagte Bettello nach dem 25:20. «Im Hinblick auf die Playoffs ist dies wichtig, denn dann müssen wir alle so weit haben, dass sie ihre beste Leistung abrufen können.»

Nun gegen Lugano

Düdingens nächster Gegner am kommenden Sonntag (14 Uhr) wird spielerisch wieder von einem anderen Kaliber sein. Lugano tritt mit acht ausländischen Spielerinnen an, und auch wenn die Tessinerinnen bisher noch nicht wie erwartet überzeugen konnten, so ist ihnen einiges zuzutrauen. Nichtsdestotrotz sollte für Düdingen ein weiterer Sieg drinliegen und damit auch eine weitere Portion Selbstvertrauen im Hinblick auf das Hinspiel des CEV-Cup-Sechzehntelfinals, das die Power Cats am 17. November in Prag bestreiten.

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