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Kein Hotel für Federer und Co.

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Autor: Matthias Fasel

Erik Keller, Sie sind als Vizepräsident von Swiss Tennis auch OK-Präsident der Davis-Cup-Begegnung im Forum Freiburg. Gibt es im Vergleich zu anderen Austragungsorten in Freiburg spezielle Herausforderungen zu meistern?

Die grosse Sorge ist die Hotel-Situation. Es gibt in Freiburg kein Hotel, das die Standards erfüllt, die wir einhalten müssen. In der Weltgruppe ist es Vorschrift, die Teams in einem Fünf-Sterne-Hotel unterzubringen. Das ist nicht irgendwelche Arroganz oder Überheblichkeit. Vielmehr geht es darum, dass in allen Ländern ein gewisser Standard sichergestellt ist, auch in Ländern, in denen der Lebensstandard nicht so hoch ist wie in der Schweiz. Doch in Freiburg gibt es kein Fünf-Sterne-Hotel; es ist wohl die grösste Stadt der Schweiz, in der es das nicht gibt. Beide Teams werden deshalb nicht in Freiburg übernachten. Wo sie dann nächtigen, das sind wir momentan noch am Abklären, entweder in Bern oder in der Genfersee-Region.

Das klingt nicht ideal. War der Standort Freiburg eine Notlösung, weil die anderen Hallen in der Schweiz besetzt waren?

Auf keinen Fall. Wir waren ja bereits 2005 in Freiburg und sind überzeugt, dass es auch dieses Mal die richtige Wahl war. Das Forum Freiburg ist eine Spitzenanlage. Dort zu spielen ist etwas anderes als zum Beispiel in Kreuzlingen oder Neuenburg, wo wir auch schon waren. Zudem waren auch die Kontakte mit dem Ammann von Granges-Paccot stets sehr angenehm.

Der Davis Cup findet meist in der Romandie statt. Und selbst, als er zuletzt im Juli in Bern stattfand, war die Mehrheit der Zuschauer aus der Romandie. Wie erklären Sie sich diese Affinität der Westschweiz zum Davis Cup?

Die Hallensituation ist in der Romandie einfach besser. Mal abgesehen von den Eishockeystadien gibt es in der Deutschschweiz nur die Saalsporthalle in Zürich und die St.-Jakob-Halle in Basel. Für das Spiel gegen die USA zum Beispiel wäre die Saalsporthalle zu klein gewesen. Und die St.-Jakob-Halle meiden wir eher, da es sonst schnell einmal als Konkurrenz für die Swiss Indoors angesehen wird. Oft waren wir deshalb in der Genfer Palexpo-Halle. Dort haben wir bereits in den 1990er-Jahren entscheidende Spiele ausgetragen. Deshalb kommt die Basis der Supporter aus der Romandie. Hätten diese Spiele in der Deutschschweiz stattgefunden, sähe das anders aus.

Das Interesse am Davis Cup ist gross. Morgen startet der Vorverkauf. Es ist anzunehmen, dass sich sputen muss, wer ein Ticket will?

Ja, das ist anzunehmen. Wir haben das zuletzt bei der Partie in Bern gegen Portugal gesehen. Da haben wir die Tickets sektorenweise verkauft. Innert einiger Stunden waren jeweils alle Billette verkauft. Wir werden übrigens auch dieses Jahr einige Tickets zurückbehalten, weil wir noch nicht von allen Partnern Rückmeldungen erhalten haben. Es werden am Donnerstag rund 4500 bis 5000 Tickets in den Verkauf gelangen. Wir gehen davon aus, dass sie sicher innerhalb eines Tages weg sind.

In Bern gab es viel Rahmenprogramm, unter anderem einen Anlass mit den Stars auf dem Bundesplatz. Ist etwas Ähnliches in Freiburg auch geplant?

Nein, das war damals eine Ausnahme. Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät wollte das unbedingt. Allerdings werden die offiziellen Anlässe im Rahmen des Davis Cup stattfinden. Am Mittwochnachmittag zum Beispiel können Kinder aus der Region mit den Stars trainieren.

Werden auch Ballmädchen und Balljungen aus der Region zum Einsatz kommen?

Wir brauchen jeweils Ballkinder und andere Helfer. Dazu arbeiten wir immer mit dem zuständigen Regionalverband zusammen. Auch für die Partie in Freiburg haben wir deshalb beim zuständigen Verband angefragt. In diesem Fall ist das der Regionalverband Freiburg, Neuenburg, Jura.

Der Davis Cup ist ein sportlicher Grossanlass. Wie gross ist das Budget?

Das Budget beträgt ungefähr zwei Millionen Franken. Dazu kommen noch 200 000 bis 300 000 Franken für den Fed Cup der Frauen, der eine Woche zuvor stattfindet und nicht ganz vergessen werden sollte.

Beteiligen sich Granges-Paccot, die Stadt oder der Kanton Freiburg an den Kosten?

Wichtig ist für uns ja vor allem Granges-Paccot. Von ihrer Seite aus wird uns die Billettsteuer erlassen. Das macht immerhin rund 80 000 bis 90 000 Franken aus. Zudem werden wir auch bei den Social Events unterstützt; auch das Forum Freiburg haben wir zu einem sehr vorteilhaften Preis mieten können.

Es ist also mehr ein Entgegenkommen als eine aktive Unterstützung des Budgets …

Genau, von Bern zum Beispiel hatten wir damals 200 000 Franken erhalten, die wollten den Davis Cup unbedingt. In Freiburg wussten wir von Beginn weg, dass wir nicht mit so etwas rechnen können. Die Stadt und der Kanton sind ja finanziell offenbar nicht auf Rosen gebettet.

Werden im Idealfall im Februar in Freiburg spielen – aber sicher nicht in Freiburg schlafen: Stanislas Wawrinka und Roger Federer.Bild Key

Tickets: Morgen um acht Uhr startet Vorverkauf

Vom 10. bis 12. Februar 2012 trifft das Schweizer Davis-Cup-Team in der ersten Runde der Weltgruppe im Forum Freiburg auf die USA. Die definitiven Teamaufstellungen werden erst zehn Tage vor der Partie bekannt gegeben. Im durchaus wahrscheinlichen Idealfall sind mit Roger Federer, Stanislas Wawrinka, Andy Roddick, Mardy Fish oder auch John Isner viele Topspieler mit dabei. Der Vorverkauf für die Begegnung startet morgen um acht Uhr. In den Verkauf gelangen nur Dreitages-Karten; diese sind jedoch frei übertragbar und kosten zwischen 231 und 369 Franken. Bestellt werden können sie im Internet unter www.swisstennis.ch/daviscup oder via Telefon unter 0900 64 61 64. Im Forum werden rund 7500 Zuschauer erwartet.

Ebenfalls morgen startet der Vorverkauf für das Fed-Cup-Spiel der Frauen in der Weltgruppe II gegen Australien (4./5. Februar). Auch dieses Spiel findet im Freiburger Forum statt. Dauerkarten (für 71 Franken) oder Einzeltickets (41 bzw. 51 Franken) gibt es per E-Mail (ticketing@swisstennis.ch) oder Telefon (032 344 07 42). fm

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