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Keine Änderung für Patienten

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Keine Änderung für Patienten

Marius Zosso informierte über das neue Spitalnetz

Das neue Freiburger Spitalgesetz ist seit dem 1. Januar in Kraft. Mit der Kantonalisierung der Freiburger Spitäler könnten die frei werdenden Ressourcen des Gemeindeverbandes Spital und Pflegeheim Sense für den Aufbau eines Gesundheitsnetzes Sense eingesetzt werden.

Autor: Von BERNADETTE LEHMANN

Der Verwaltungsratspräsident des neuen Freiburger Spitalnetzes Marius Zosso informierte am Dreikönigs-Treff der CSP Wünnewil-Flamatt über die neuen Strukturen der Freiburger Spitäler. «Das entsprechende Gesetz ist gerade vier Tage alt und muss anfangen, sich zu entwickeln», sagte der alt Oberamtmann zu seiner neuen Aufgabe. Mit dem neuen Gesetz wechselt die Verantwortung für die Spitäler von den Bezirken zum Kanton.Mit der neuen Trägerschaft werde das Freiburger Spitalnetz zu einer öffentlichrechtlichen Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die Verantwortlichkeit könnte etwa mit derjenigen des Strassenverkehrsamtes verglichen werden. Gesamthaft verfüge das Spitalnetz über 315 Millionen Franken Ausgaben. Der momentane Ausgabenüberschuss von 145 Millionen Franken werde künftig vom Kanton getragen. Dies habe eine Verschiebung der Steuerfüsse zwischen den Gemeinden und dem Kanton von 8,9 Prozent zur Folge. Die Aufsicht der Freiburger Spitäler obliege neu dem Grossen Rat.

Tafers nicht gefährdet

Keinen Einfluss auf die Spitalstandorte habe der Verwaltungsrat des Freiburger Spitalnetzes, beruhigte Marius Zosso etwelche Befürchtungen. Die Spitalstandorte und deren Aufträge bleiben mit der Spitalplanung unverändert. Um die Umsetzung zu vereinfachen, seien zum jetzigen Zeitpunkt sowohl die Privatspitäler wie auch das psychiatrische Spital Marsens im Spitalnetz nicht integriert. Oberstes Organ des Spitalnetzes ist der Verwaltungsrat, welcher nun für einen schrittweisen Übergang zu neuen Strukturen zuständig ist.Eine Reihe von Übergangsbestimmungen werde in den nächsten drei bis vier Jahren zu bewältigen sein, erläuterte Marius Zosso. So gehe es darum, mit den Gemeindeverbänden Vereinbarungen betreffend dem Übertrag des bestehenden Eigentums und den getätigten Investitionen an das Spitalnetz zu treffen. Gesamthaft werde der Kanton rund zwölf Millionen Franken zahlen, wovon der Sensebezirk rund zwei Millionen erhalten werde.Auch zwischen dem Spital und Pflegeheim Tafers, welche eine gemeinsame Küche und Wäscherei hätten, müssten mit der strukturellen Trennung Abgeltungen getroffen werden. Ein weiterer Punkt, welcher noch vom Grossen Rat ins Gesetz aufgenommen wurde, betreffe die Landnutzung, welche dem Kanton in einem langfristigen Baurecht abgetreten werde. Wichtig sei dies für den Fall, dass später ein Spital einem anderen Zweck zugeführt würde, dann ginge das Land zurück an die Gemeinden.

Chance für ein Gesundheitsnetz

Durch die Kantonalisierung des Spitalwesens wäre es möglich, so Marius Zosso, dem Gemeindeverband Spital und Pflegeheim des Sensebezirks einen künftigen Auftrag zur Koordination der verschiedenen Gesundheitsdienste zu erteilen. Eine Projektgruppe, die er in Abmachung mit dem neuen Oberamtmann leite, habe den Auftrag, Vorabklärungen betreffend dem Aufbau eines Gesundheitsnetzes zu treffen. Dabei legte er Wert auf die Betonung «eines Gesundheitsnetzes» und keinesfalls «einer Gesundheitszentrale» als ein mögliches Ziel.Durch die heutige fehlende Koordination der unterschiedlichen Dienste wie Spitex, Mütter- und Väterberatung, Dienste für Senioren oder der Bereitschaftsdienste der Ärzte und Apotheken und des Ambulanzwesens mangle es an einem gemeinsamen Auftritt, womit die einzelnen Organisationen in der Öffentlichkeit und bei möglichen Geldgebern wenig Gewicht hätten.Zudem wurde auch in der anschliessenden Diskussion deutlich, dass die Rehabilitation und die Betreuung zuhause durch kürzere Spitalaufenthalte und die zunehmende Zahl von Einpersonenhaushalten künftig noch wichtiger werden. Immer wichtiger würden auch Plätze für Tages- oder Nachtaufenthalter, um pflegende Familienmitglieder zu entlasten.

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