Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Keine Bierzelt-Band mehr

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Auf zahlreichen Festivals, in Pubs und Bierzelten sorgte sie in den vergangenen Jahren für Stimmung: die Düdinger Irish-Folk-Gruppe The Querulent Rovers. «Wir haben seit 2011 rund 70 Konzerte gespielt», sagt Kontrabassist Patrick Noth beim Besuch der FN im Proberaum der Band in Düdingen.

In letzter Zeit ist es ruhiger um die Gruppe geworden. Sie ging in sich, schrieb eigene Songs, arrangierte – und kam immer weiter weg vom traditionellen Irish Folk. «Lieder wie ‹Whiskey in the Jar› machen live richtig Stimmung. Aber zum Spielen ist der Irish Folk mit der Zeit eintönig: immer die gleiche Tonlage und die gleiche Abfolge», sagt Patrick Noth. «Wir konnten das irgendwann im Schlaf», fügt Gitarrist Manfred Jungo an. Die fünf Düdinger sehnten sich nach mehr und begannen zu experimentieren. Daraus ist nun ein Album entstanden: «Cloudheads», zu deutsch: Wolkenköpfe. Und die Band hat sich umgetauft, sie heisst jetzt Malregard.

Entwicklung wiedergegeben

«Die Songs sind alle ein Gemeinschaftswerk», sagt Manfred Jungo. «Unser Flötist Philip Zurkinden hat ein gutes Gespür für Melodien, Patrick und ich liefern die Basis mit Kontrabass und Gitarre, und Yannik Waeber gibt den Rhythmus vor. Aus der Stimmung des Songs entwickelt dann Sänger Valentin Brügger die Texte.» Das Album sei nicht aus einem Guss – es widerspiegle die Entwicklung der Band in den letzten drei Jahren.

Tatsächlich erinnern die ersten Tracks wie «Wasted Heart» und «Regular’s Table» noch stark an traditionelle irische Volkslieder, nicht zuletzt wegen der eingängigen Flötenmelodien. Doch bereits diese Lieder entziehen sich teils der klassischen Aufteilung in Strophen und Refrain und nehmen ihre ganz eigenen Wendungen. Gegen Schluss des Albums werden die Lieder nachdenklicher und schwerer zu fassen, mit grösseren Spannungsbögen und abrupten Richtungswechseln, etwa in «Glyphs».

Reifer und anspruchsvoller

«Wir wollen mit unserer Musik unsere Entwicklung als Band zeigen und wo wir jetzt stehen, wie wir jetzt sind. Alte Erwartungen wollen wir nicht bedienen», sagt Sänger Valentin Brügger. Darum auch der Namenswechel. «Die Queru­lent Rovers sind für die Leute die Irish-Folk-Band. Unsere eigenen Lieder sind aber anders», sagt Manfred Jungo. «Wir spielen nicht mehr Bierzelt-Folk.» Die Songs seien emotionaler geworden, sie erforderten aktives Zuhören. «Wir sind reifer und anspruchsvoller geworden», sagt Yannik Waeber, der die Bodhràn spielt, eine irische Trommel. Dann fügt er lachend hinzu: «Wir sind vom Bier zum Rotwein übergegangen.» Er zeigt auf das Albumcover und das Booklet, auf dem eine Rotweinflasche und Weinflecken abgebildet sind.

Die Suche nach einem neuen Namen sei ziemlich aufreibend gewesen, gestehen die Musiker. «Wir haben sehr lange gesucht», sagt Yannik Waeber. «Einige Namen, die uns gefielen, waren schon vergeben», sagt Patrick Noth. Waeber ergänzt: «Malregard war der Name, auf den wir uns alle einigermassen einigen konnten. Aber es war eher Liebe auf den zehnten als auf den ersten Blick.» Das Schöne am Namen sei, dass er keine tiefere Bedeutung habe und jede und jeder seine ganz eigene Interpretation habe. «Als ein Freund unser neues Bandfoto sah, sagte er: ‹Ach so, ihr heisst Mal­regard, weil ihr alle so böse schaut›», sagt Waeber und lacht.

Mehrere Konzerte geplant

Sie mögen tatsächlich böse schauen auf dem Bandfoto, aber die fünf Düdinger schauen auch erwartungsvoll in die Zukunft. Neue Songs hat die Band bereits im Köcher, und für diesen Frühling sind einige Auftritte geplant. Der erste, die Plattentaufe, findet am kommenden Samstag im Bad Bonn statt. Und im April ist ein ganz spezielles Projekt geplant: Malregard verstärkt seine Folksongs mit einem Orchester und tritt mit der Musikgesellschaft St. Antoni auf. Die fünf Musiker freuen sich darauf. «Wir haben in den letzten drei Jahren sehr viel in das Album investiert», sagt Manfred Jungo. «Jetzt wollen wir wieder spielen.»

Plattentaufe: Sa., 23. März, 21.30 Uhr, Bad Bonn, Düdingen.

Weitere Konzerte: Malregard und Musikgesellschaft St. Antoni: Sa., 13. April, 19.30 Uhr und So., 14. April, 16 Uhr, Turnhalle St. Antoni. Mehr Informationen: www.malregard.ch

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema