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«Keine Mathe, keine Buben»

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 «Grégoire Girard träumte von der idealen Schule und versuchte, diese–trotz Protest seiner Zeit–auch umzusetzen», sagte Pascale Marro, Direktorin der Pädagogischen Hochschule Freiburg (PH), am Mittwochabend. «Zumindest was das Träumen von der idealen Schule angeht, sollten es die Kinder dem Pädagogen gleichtun.» Zum letztjährigen 250. Geburtstag von Pater Girard hatte die PH einen Wettbewerb lanciert. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus der dritten bis sechsten Klasse sollten eine Radioreportage planen und aufnehmen. Das Thema: Wie sieht die ideale Schule aus?

 Freiburg und Liebistorf

Zu den Gewinnern, die am Mittwochabend in der Aula der PH feierlich prämiert wurden, gehören auch zwei Deutschfreiburger Klassen: Die sechste Klasse der Primarschule Liebistorf und ihre Lehrerin Sara Jeckelmann belegten den dritten Platz, die fünfte Klasse der Primarschule Jura in Freiburg unter der Leitung von Claudia Vonlanthen durfte sogar den silbernen Pokal entgegennehmen. Die gewonnenen Preisgelder in der Höhe von 300 und 500 Franken wollen die beiden Klassen für eine tolle Schulreise investieren.

Engländer zu Gast

Die Schüler der Primarschule Liebistorf inszenierten in ihrer Reportage den Besuch eines Londoner Radioreporters in ihrer Schule – mit waschechtem englischen Akzent, versteht sich. Die Schule, durch die sie den Gast aus der Ferne führten, war denn auch nicht ganz die reale Schule, die sie jeden Tag besuchen. «Wir wollten keine Traumschule vorstellen, sondern eine realistische Schule. Natürlich hatten wir aber trotzdem einige spezielle Ideen», sagt Alyssa, eine der Schülerinnen, gegenüber den FN. Ein Kernelement ihres Idealentwurfs ist die Freiheit der Schüler. «Die Schüler sollten freiwillig lernen und sich selber einteilen können, wann sie was lernen», sagt Schülerin Sara, die im Hörspiel den englischen Reporter mimt.

Passanten befragt

Auch die Schüler aus dem Freiburger Juraquartier entschieden sich für eine fiktive Reportage. Am Beginn ihrer Radiosendung steht ein Bericht über einen Schatz, den Unbekannte im Kanton Graubünden gefunden haben. Ganze 1000 Kilogramm Gold seien dort ausgegraben worden. Das Vermögen solle nun für den Bau einer idealen Schule eingesetzt werden, sagen die Moderatoren. Um herauszufinden, wie diese Schule genau aussehen soll, gingen die Kinder in Freiburg auf die Strasse und befragten Passanten. «Es war nicht ganz leicht, auf die Leute zuzugehen», verrät die Schülerin Nala den FN.

Auch an der eigenen Schule führten die Fünftklässler Umfragen durch. Diese haben auch die eine oder andere wohl allzu utopische Idee für die perfekte Schule zutage gefördert: «Keine Mathe, kein Deutsch und keine Buben mehr», sagt ein Mädchen im Interview.

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