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Keine Milde für den Vergewaltiger eines 15-jährigen Mädchens

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Obwohl der 28-jährige angeklagte Franzose gestern vom Strafgericht des Saanebezirks zu drei Jahren Haft unbedingt verurteilt wurde, verbrachte er die Nacht nicht hinter Gittern. Der Mann verfügt bereits über ein eindrückliches Vorstrafenregister und Erfahrungen mit der Justiz und hat sich vor dem letzten Verhandlungstag aus dem Staub gemacht. Dennoch dürfte in diesem Fall gelten: «aufgeschoben ist nicht aufgehoben»; die Kooperation zwischen den französischen und den schweizerischen Justizbehörden funktioniert gut.

Im seit Montag dauernden Prozess (siehe FN vom 8. April) wurde der 28-Jährige wegen sexueller Handlungen mit Minderjährigen, Vergewaltigung, Körperverletzung, Drohung und Nötigung schuldig gesprochen.

Das Gericht ging dabei über das von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafmass hinaus. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft, davon eineinhalb Jahre unbedingt, gefordert. Gerichtspräsident Nicolas Ayer urteilte nun deutlich strenger. Das Strafregister des Täters, das Urteile wegen Raub und bandenmässigen Diebstahls enthalte, lasse eine bedingte Gefängnisstrafe nicht mehr zu, erklärte er. Zu den drei Jahren Haft, die der Täter bei seiner Ergreifung wird absitzen müssen, kommen Geldstrafen von 40 000 Franken Genugtuung für die damals 15-jährige Jugendliche, die der Mann unter anderem vergewaltigte, und 18 000 Franken für ihren jüngeren, damals zehnjährigen Bruder hinzu.

In seinen Ausführungen zum Strafmass nahm Gerichtspräsident Nicolas Ayer Bezug auf das schwere Verschulden des Angeklagten. Er habe das Leiden seiner Opfer leichtfertig und bösartig in Kauf genommen. Zudem habe er über längere Zeit hinweg skrupellos von der Situation profitiert. Die Tatsache, dass der Angeklagte die Vergehen rundweg bestritt und keine Anzeichen von Reue zeigte, seien weitere Hinweise auf das vollständig fehlende Unrechtsbewusstsein des Verurteilten.

Der Mann hatte sein Opfer, eine damals 15-jährige Jugendliche, vergewaltigt. Diese wurde daraufhin schwanger und schliesslich Mutter eines Kindes. Der Täter konnte sich schliesslich über ein Jahr lang bei der Familie seines Opfers «einnisten», wobei er die 15-Jährige weiterhin missbrauchte, aber auch mit brutaler Gewalt terrorisierte und dabei teils auch verletzte. Auch ihr zehnjähriger Bruder wurde Opfer der Gewalttätigkeit des Mannes. Die beiden Geschwister kämpfen noch immer mit der Bewältigung der schweren Langzeitfolgen der Taten. bearbeitet von hw/FN

 

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