26.11.2019

Eine sinnliche und spielerische Sexualität entdecken

Nach 25 Jahre Ehe ist uns die Freude am Sex abhandengekommen. Eine Erklärung dafür haben wir nicht gefunden, die Lust ist einfach so aus unserer Beziehung verschwunden. Wir können nicht sagen, es sei schlimm, aber diese besonderen Momente fehlen uns. Wie kann das kommen und was kann man dagegen tun? E. V.

Mit den Jahren verändern sich die Intimität sowie die Art und Weise, wie die Sexualität gelebt wird. Das Andauern der erotischen Verliebtheit verlangt eine Fortentwicklung der Sexualität: sich Zeit nehmen, dem anderen Zeit lassen. Es gilt, eine sinnlichere, spielerischere Sexualität zu entdecken und zu erfahren, in der Emotionen und Intimität einen grossen Platz einnehmen. Ein Paar kann sich auf die Lust einstellen, wie sie kommt, wie sie ist, und sich nicht darauf versteifen, wie sie sein sollte. Es ist eine weniger triebhafte, aber erotischere Sexualität. Diese Erotik kann man pflegen. Zärtlichkeiten, die Sinnlichkeit eines körperlichen Kontakts an sich, können jederzeit praktiziert werden.

Die Qualität der Beziehung hat natürlich ein grosses Gewicht. Man muss sich mit seinem Partner sicher fühlen. Kleine Berührungen im Alltag, der Wille, Routinen zu durchbrechen und neugierig zu sein auf anderes, Neues sowie Unerforschtes, haben eine positive Wirkung. Sexualität ist nicht Sache des Körpers und der Medizin, sie ist Sache der Psychologie.

Eine gute, offene und ehrliche Kommunikation ist Voraussetzung dafür, dass Sexualität nicht nur lebendig bleibt, sondern auch beide Partner gleichermassen erfüllt.

Die Beziehungs-Ratgeber stammen von der Paar- und Familienberatung Freiburg. Verschiedene Teams nehmen zu unterschiedlichen Fragen Stellung. Verantwortlich ist Chantal Valenzuela, Geschäftsführerin der Beratungsstelle. Homepage: www.officefamilial.ch

Ratgeber Beziehung