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Keine neuen Fenster fürs Pflegeheim Ärgera

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Die Investitionen für das Jahr 2019 standen im Mittelpunkt der Diskussionen an der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes Pflegeheim Ärgera vom Mittwochabend. Wie Heimleiter Daniel Corpataux ausführte, sind 300 000 Franken für neue Fenster auf der Südseite des Gebäudes vorgesehen – wobei 50 000 Franken bereits ausgegeben wurden –, 40 000 Franken für den Ersatz des Behindertenautos, 25 000 Franken für die Modernisierung der Küche.

Zudem sieht das Budget 50 000 Franken für einen Bewegungsgarten vor. «Wir haben immer mehr demente Heimbewohner. Mit diesem Garten können wir ihre Aggressionen und ihren Bewegungsdrang abbauen», begründete er letztere Investition.

Die Sorgen der Gemeinden

Umstritten war der Ersatz der Fenster. Die Ammänner der drei Trägergemeinden Giffers, Tentlingen und St. Silvester hatten dem Verbandspräsidenten Hugo Schuwey kurzfristig mittels Mails mitgeteilt, dass sie den Antrag stellen werden, diese Investition zu verschieben. Laut Othmar Neuhaus, Ammann von Giffers, haben die Gemeinden immer mehr Mühe, ihre Budgets zu erstellen. «Uns dreht es den Schnauf ab, es erwürgt uns», sagte er und erklärte so, weshalb die Gemeinden auch bei den Verbandskosten sparen müssen. Dagegen wehrte sich der Ammann der vierten Trägergemeinde Rechthalten, Marcel Kolly, vehement. «Es bringt gar nichts, wenn wir diese Investition um ein Jahr verschieben. Nächstes Jahr sind wir am genau gleichen Punkt. Wenn schon, müsste sie um zehn Jahre hinausgeschoben werden», betonte er.

Gross scheint die Ersparnis für die Gemeinden nicht zu sein. Die Einsparungen an Finanzkosten und Amortisationen wurden auf 12 500 Franken pro Jahr geschätzt. Aus der Versammlungsmitte wurde auch bemerkt, dass mit neuen Fenstern Heizkosten eingespart werden können. Zudem würden vermutlich auch noch Subventionen fliessen, die es wohl in zehn Jahren nicht mehr geben würde. Die Meinungen waren aber gemacht. Die drei Stimmen der Gemeinde Rechthalten hatten keine Chance gegen die neun der andern drei Gemeinden.

Reserven werden aufgelöst

Die drei Ammänner stellten weiter den Antrag, die noch vorhandenen Reserven von rund 120 000 Franken aufzulösen, um das Betriebsdefizit zu verkleinern. Auch gegen diesen Antrag wehrte sich Rechthalten. «Wir haben vor Jahren beschlossen, diese nicht aufzulösen, sondern sie für Unvorhergesehenes zu behalten», begründete Marcel Kolly das Nein. Aber auch hier war Rechthalten allein auf weiter Flur. Somit müssen die vier Gemeinden für 2019 statt ein Defizit von rund 312 000 Franken ein solches von rund 180 000 Franken tragen.

Strategiepapier verabschiedet

Einstimmig genehmigten die Delegierten das Strategiepapier 2021 des Pflegeheims Ärgera, das eine engere Zusammenarbeit aller Pflegeheime im Bezirk sowie Ausbaumöglichkeiten in Giffers definiert. Gemäss Heimleiter Daniel Corpataux fehlen im Sense- und Seebezirk rund 100 Betten. Das Papier stützt sich auf den kantonalen Bericht über die Planung der Langzeitpflege und die Umsetzung von «Senior plus».

Einstimmig genehmigt wurde der Verkauf der Anteilscheine an der Genossenschaft Alterswohnungen Gräffet im Wert von 40 000 Franken, zumal diese mit dem Rückkauf einverstanden ist.

Neues Angebot

Ein Therapiehund fürs Pflegeheim

Heimleiter Daniel Corpataux informierte die Delegierten darüber, dass das Heim bald einen Therapiehund erhält. Er selbst werde den Hund anschaffen, Kurse besuchen und das Tier weiter ausbilden, damit es an Streicheleinheiten durch die Bewohner gewöhnt wird. Diese Idee erhielt die Anerkennung der Delegierten. Vorstandspräsidentin Catherine Isler-Sahli unterstrich die gute Zusammenarbeit mit Corpataux und dem Team. «Er sprüht nur so vor Ideen, wir müssen ihn manchmal bändigen.»

az

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