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Novak Djokovic will den Golden Slam

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Fast die Hälfte der Stars wird beim olympischen Männerturnier fehlen. Die Begeisterung für die fünf Ringe hat bei den Tennisprofis in der Pandemie arg gelitten. Novak Djokovic strebt aber Historisches an.

Zwei der drei Tennis-Superstars sagten ab, Novak Djokovic tat sich mit dem Entscheid bis zuletzt schwer. Am Ende liess er sich aber von der Aussicht, wieder einmal Geschichte schreiben zu können, überzeugen. Rafael Nadal (Gold im Einzel 2008 und im Doppel 2016) und Roger Federer (Gold im Doppel 2008 und Silber im Einzel 2012) haben ihre olympischen Schäfchen schon im Trockenen und sagten zwecks Erholung des Körpers (Nadal) respektive Schonung des Knies (Federer) ab.

So dürften nur sechs Top-Ten-Spieler und 11 aus den Top 20 in Tokio dabei sein. Unter vielen anderen fehlen neben Federer und Nadal auch US-Open-Champion Dominic Thiem, Stan Wawrinka oder der Wimbledon-Halbfinalist Denis Shapovalov, der zugab, „die Nase voll“ von der Corona-Isolation zu haben.

Grand Slams über Olympia

Es ist nicht neu, dass Olympia für die hoch bezahlten Tennisprofis nicht die gleiche Bedeutung hat wie für fast alle anderen Sportler. Nach der Wiedereinführung 1988 heissen die ersten beiden Einzel-Olympiasieger Miloslav Mecir und Marc Rosset. Hervorragende Spieler, aber doch solche, die es nie zur Nummer 1 der Welt oder zu einem Grand-Slam-Titel brachten. Danach aber wurde das Olympia-Feld immer illustrer. Mit Ausnahme von Nicolas Massu (2004) gehören die weiteren Olympiasieger mit Andre Agassi, Jewgeni Kafelnikow, Nadal und zweimal Andy Murray ausnahmslos zu den Grossen ihrer Zunft.

Die Big 4 gehörten schon in jungen Jahren zu den Anhängern des Olympiaturniers und halfen so bei der positiven Entwicklung. Die Reduktion des Spielformats auf Best-of-3 nach 1992 half im dichtgedrängten Tenniskalender ebenfalls. In diesem Jahr ist nun aber vieles anders – und es hat sehr stark mit der Corona-Pandemie zu tun.

Bei aller Sympathie für den olympischen Gedanken, die vier Grand-Slam-Turniere stehen in der Hierarchie der Racketkünstler noch immer weit über Olympia. Hier gibt es viel Geld und Weltranglistenpunkte zu gewinnen – und deutlich mehr Prestige. Manche brauchen eine Pause von den Corona-Einschränkungen, die gerade in Tokio besonders streng sein werden. Bei den anstehenden Turnieren der ATP und WTA in Nordamerika fallen hingegen praktisch alle Restriktionen weg, auch die Familien und die laufend grösser werdende Entourage der Spieler sind wieder willkommen. Die letzten Monate in der Corona-Blase waren für viele auch mental sehr belastend.

Chance und Risiko für Djokovic

Für manche kann das Fehlen einiger Stars die grosse Olympia-Chance sein. Für Djokovic ist es Chance und Risiko zugleich. Geht in Tokio etwas schief, könnte er seine vielleicht einmalige Chance auf den Sieg am US Open und damit dem Kalender-Grand-Slam gefährden.

Andererseits hat der 34-jährige Serbe bei Olympia erst eine Bronzemedaille im Palmarès. Und die Möglichkeit eines Golden Slam, wie ihn erst Steffi Graf 1988 schaffte, dürfte nicht ein zweites Mal kommen. Wenn Djokovic etwas antreibt, dann ist es die Möglichkeit, sich in der Historie des Tennis zu verewigen – und nicht zuletzt, etwas zu schaffen, das weder Federer noch Nadal gelungen ist.

Happy End bei der unerwiderten Liebe?

Belinda Bencic und Viktorija Golubic sind erstmals bei Olympischen Spielen dabei. Die beiden Tennisprofis freuten sich schon vor fünf Jahren auf die Premiere – und wurden enttäuscht.

Belinda Bencic träumte 2016 – wie nun auch wieder – vom viel beachteten Mixed mit Roger Federer, und auch vom Doppel mit ihrem Jugendidol Martina Hingis. Wegen der Verletzung von Federer und ihr selber fiel beides ins Wasser. Viktorija Golubic sollte in Rio im Doppel mit Timea Bacsinszky antreten, die Handgelenksblessur, die sich Bencic in Wimbledon zugezogen hatte, stoppte aber auch ihre Reise nach Brasilien. Martina Hingis trat stattdessen mit Bacsinszky an – und gewann etwas überraschend die Silbermedaille.

Unterschiedliche Vorzeichen

Nun klappt es für Bencic und Golubic mit der Olympia-Premiere. Die 24-jährige Ostschweizerin und die vier Jahre ältere Zürcherin fliegen unter sehr unterschiedlichen Vorzeichen nach Tokio. Bencic dürfte als Weltranglisten-Elfte nach den Absagen von Sofia Kenin, Bianca Andreescu und Simona Halep als Nummer 8 gesetzt sein und wäre in einem weit offenen Frauenfeld eine heisse Medaillenkandidatin. Hartplatz ist ihr bester Belag, wie sie mit den Turniersiegen der höchsten WTA-Kategorie in Toronto und Dubai sowie je einem Halb- und Viertelfinal am US Open zur Genüge unter Beweis stellte. Doch Bencic kam in diesem Jahr noch nicht auf Touren. Zuletzt verlor sie in Wimbledon in der 1. Runde gegen die Nummer 102 der Welt.

Golubic reist hingegen mit viel Selbstvertrauen zu Olympia. Nachdem sie 2016 verzichten musste, freut sie sich nun umso mehr über die nicht unbedingt erwartete Selektion. Sie feierte in Wimbledon mit dem Viertelfinal ihren bisher grössten Erfolg und stiess erstmals in die Top 50 vor.

Fragezeichen Osaka

Die Topfavoritinnen sind Wimbledonsiegerin und Weltnummer 1 Ashleigh Barty aus Australien sowie Naomi Osaka. Die Japanerin hat mit dem US Open 2020 und dem Australian Open 2021 die letzten beiden Grand-Slam-Turniere auf Hartplatz gewonnen, während des French Open zog sie sich aber wegen psychischer Probleme und Anzeichen einer Depression aus der Tour zurück und hat seither nicht gespielt.

Nach der Absage von Roger Federer ruhen die Schweizer Medaillenhoffnungen einzig auf Bencic und Golubic, die zusammen auch im Doppel antreten werden. Seit 2008 gab es im Tennis immer rot-weisses Edelmetall.

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