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Keine Patienten im Lärm der Baustelle

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Spitalumbau:Direktor glaubt an treue Patienten

Für Patienten, die im unteren Seebezirk wohnen, zum Beispiel in Kerzers, ist es mühsam, ein Spital in Freiburg oder an einem anderen Standort im Kanton zu erreichen – mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Reise schnell einmal eine Stunde oder mehr. Obwohl die Permanence im Spital Merlach während des Umbaus weiterbetrieben wird, könnte es sein, dass viele Patienten dem Provisorium aus dem Weg gehen und Berner Spitäler aufsuchen. Hubert Schaller, Generaldirektor des Freiburger Spitals (HFR), sagt auf Anfrage, dies könne man nicht ausschliessen. Doch er glaubt an die Treue der Seebezirkler: «Merlach erhält mit dem Umbau ein sehr schönes Spital. Sobald dieses steht, kehren die Patienten zurück.» Der Spitalbesuch sei keine Gewohnheit, argumentiert Schaller – es sei nicht dasselbe, wie wenn man ein Kino auswähle, in dem man sich am liebsten Filme ansehe.

«Permanence ist wichtig»

Auch Daniel Lehmann, Oberamtmann des Seebezirks und Mitglied der Planungskommission, glaubt, die Bevölkerung werde es verstehen, dass der Betrieb vorübergehend in andere Spitäler verlagert werde. «Wer vernünftig überlegt, wird sehen, dass es nur diese Lösung gibt.» Wichtig sei, dass die erfolgreiche Permanence während der Umbauzeit als Anlaufstelle bestehen bleibe, so Lehmann. «So sieht es unser Konzept vor», sagt er. Lehmann betont jedoch nachdrücklich, auch dies sei noch nicht beschlossene Sache. mk

Keine Patienten im Lärm der Baustelle

Autor: Mark Kipfer

Sobald der Umbau des Spitals Merlach (HFR Meyriez-Murten) beginnt, finden alle stationären Leistungen in anderen Spitälern statt, zum Beispiel in Tafers oder Freiburg. Das Personal aus Merlach soll an anderen Standorten weiterbeschäftigt werden. Das Spital Merlach wird somit von Ende 2012 bis 2015 praktisch leer stehen. Einzig die Permanence inklusive Radiologie und Labor bleibt bestehen: als Provisorium in einem Pavillon. Zudem werden die beiden Hausärzte weiterhin vor Ort praktizieren. Dies schlägt die für den Umbau zuständige Planungskommission vor (siehe FN von gestern). Der Verwaltungsrat des Freiburger Spitals (HFR) wird die Pläne aller Wahrscheinlichkeit nach im November absegnen.

Nachdem die Tageszeitung «La Liberté» von den Plänen der Kommission erfuhr, hat die Spitalführung am Dienstag notfallmässig das Personal im Spital Merlach orientiert. Eigentlich hätte sie erst im November informieren wollen, sobald der Entscheid feststeht.

Ähnlich wie in Billens

Ein leer stehendes Spital Merlach während fast drei Jahren: Die Verantwortlichen verteidigten diese Lösung gestern gegenüber den FN. «Wir haben keine Wahl», so Hubert Schaller, Generaldirektor des Freiburger Spitals (HFR). Es sei «praktisch unmöglich», den Betrieb während der Umbauarbeiten weiterzuführen. Dies zeigten Erfahrungen anderer Spitäler: «Im Kinderspital Bern waren die Umbauarbeiten für Patienten und Personal störend und schon nach kurzer Zeit unerträglich», sagt Schaller. Mit der Auslagerung der stationären Angebote habe das Freiburger Spital hingegen gute Erfahrungen gemacht: Den Umbau in Billens habe man 2007 und 2008 ähnlich gelöst. Der Entscheid für Merlach sei bisher nicht kommuniziert worden, weil man die Möglichkeiten zuerst mit den im Frühling ausgewählten Architekten diskutiert habe.

Auch Oberamtmann Daniel Lehmann, Mitglied der Planungskommission, bezeichnet den Unterbruch des Spitalbetriebs als logisch. «Kein Patient würde gerne 14 Tage in einer Baustelle liegen», so Lehmann. «Wir haben immer gesagt, dass es Zwischenlösungen brauchen wird. In Etappen zu arbeiten, ist in Merlach auf so engem Raum nicht möglich.»

Schaller und Lehmann sind sich einig, dass die Umbauzeit deutlich länger und die Kosten höher wären, wenn die Patienten im Haus bleiben würden.

Dass das Spital Merlach umgebaut wird, ist wahrscheinlich, aber noch nicht sicher: Im Dezember befinden die Delegierten der Seebezirks-Gemeinden über das Projekt, Anfang 2012 die Bevölkerung des Seebezirks an der Urne und im Frühling der Grosse Rat. Die Umbaukosten werden auf 51 Millionen Franken geschätzt.

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