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Kerzenwachs fing Feuer: 250 Kinder aus dem Berntor-Schulhaus evakuiert

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Autor: Marc Kipfer

Bevor man ihn sah, konnte man ihn riechen: den penetranten Rauch, der das Berntor-Schulhaus in Murten gestern morgen kurz nach acht Uhr einhüllte. Wenig später traf die Feuerwehr Murten mit zwei Wagen und 12 Einsatzkräften ein, kurz darauf waren auch die Kantons- und die Stadtpolizei vor Ort. Mit Atemschutzmasken drangen Feuerwehrleute in die Schulküche im Erdgeschoss ein, aus deren Fenster der Rauch drang. Sie stellten schnell die Ursache fest: Auf dem heissen Herd hatten drei Pfannen mit Paraffin, einer Art Kerzenwachs, Feuer gefangen. Eine Lehrperson hatte das Material frühmorgens erhitzt und auf den heissen Herdplatten vergessen.

Reibungslose Evakuierung

Nicht heiss, sondern im Gegenteil herbstlich kalt wird der Zwischenfall den Schülern in Erinnerung bleiben. Nachdem der Rauch bemerkt worden war, mussten die rund 250 anwesenden Dritt- bis Sechstklässler und 15 Lehrpersonen aus dem Schulhaus evakuiert werden. Die Klassen sammelten sich auf dem benachbarten Kanonenmätteli, alle in Finken und ohne Jacken – diese hatten sie gemäss dem Evakuationsplan zurückgelassen.

Evakuationsplan befolgt

«In jedem Schulzimmer hängt für solche Fälle ein Evakuationsplan», sagte Schulleiterin Regula Hurni. Die Lehrpersonen hätten sich genau an die Anweisungen gehalten. Dies, obwohl es rund vier Jahre her ist, seit im Berntor-Schulhaus eine solche Evakuierung mit den Kindern geprobt wurde, wie sich Hurni erinnert.

Zwei Stunden nach der Evakuation machte die Schulleiterin bereits einen erleichterten Eindruck. «Ich bin stolz auf die Lehrpersonen und die Schulkinder. Alle haben gut mitgemacht», so Hurni, die bestätigt, dass alle Beteiligten schnell betreut wurden und sich zum Aufwärmen in die Aula begeben hatten. Danach ging der Unterricht im Nebengebäude weiter.

Ihre Jacken und Strassenschuhe konnten die Schüler noch am Vormittag abholen, nachdem die Feuerwehr jede Gefahr in den oberen Stockwerken ausgeschlossen hatte. Zum Mittagessen konnten die Kinder ohne zu frieren nach Hause fahren und am Nachmittag sassen sie wieder im Unterricht. Vor dem Schulhaus waren die Polizei- und Feuerwehrautos verschwunden und in Murten war die geruchlose Luft eines normalen Herbsttags wieder zurückgekehrt. Nur das Kerzenziehen, das für den Verkauf am Martinsmarkt von Anfang November vorgesehen war, wird an einem anderen Tag stattfinden müssen.

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