Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kerzers ist noch kein Veloparadies

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Grundsätzlich hat die Gemeinde beste Chancen, mit einer aktiven Planung und Politik zu Gunsten der sanften und kombinierten Mobilität ihr Verkehrswesen und ihr Ortszentrum nachhaltig und attraktiv zu gestalten», schreibt die Vereinigung Pro Velo Freiburg in ihrer Stellungnahme zur Kerzerser Ortsplanung. Der Gemeinderat halte in der Ortsplanungsrevision fest, dass beim Nebeneinander von Fussgängern, Velofahrern und motorisiertem Verkehr ein Verbesserungsbedarf bestehe. Mit dieser Analyse liege die Gemeinde richtig, bleibe aber «etwas gar unscharf».

Nervös, lärmig, gefährlich

Wie Pro Velo feststellt, dominieren zurzeit in Kerzers noch die Autos den Verkehr. Der motorisierte Verkehr sei nervös, lärmig und wirke bedrängend bis gefährlich auf die anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere auf Velofahrer und Fussgänger, so das Fazit von Pro Velo nach einem Augenschein vor Ort. Die vielen Autos auf Strassen und Parkplätzen sorgten zudem für einen «wenig erbaulichen» Gesamteindruck des Dorfzentrums.

Die Ortsplanung greife die Problematik auf und skizziere Massnahmen, um verträgliche Verkehrsbedingungen zu schaffen. So sollen die Ortsdurchfahrten und die Hauptachsen siedlungsorientierter sowie für Velonutzer und Fussgänger freundlicher ausgestaltet werden. Für die Quartierstrassen sind verkehrsberuhigende Massnahmen vorgesehen, und die Parkplatzbewirtschaftung soll zu mehr und besseren Veloabstellplätzen führen. Insgesamt gehen die Massnahmen laut Pro Velo in die richtige Richtung, bleiben aber oft zu allgemein.

Gemäss Pro Velo wird das Velo in Kerzers bereits heute im Alltag und in der Freizeit stark genutzt. «Indikatoren hierfür sind unter anderem die vielen Velofahrenden im bunten Freizeitlook oder die proppenvollen Veloabstellplätze am Bahnhof», schreibt Pro Velo. Dank vieler Nebensträsschen im Gemüsegarten der Schweiz bestehe ein relativ attraktives Freizeit-Velowegnetz. «Das Veloparadies auf Erden ist Kerzers aber (noch) nicht.»

 Das Velo und die kombinierte Mobilität von Velo und öffentlichem Verkehr hätten in Kerzers laut Pro Velo ein sehr grosses Potenzial. Dadurch, dass praktisch alle Infrastrukturen in «Velonähe» lägen, biete Kerzers gute Voraussetzungen. Rund ein Drittel der Autofahrten im Dorf seien kürzer als drei Kilometer. «Das sind Strecken, die auch mit dem Velo gut und schnell zurückgelegt werden können.» Und mit den E-Bikes wachse dieses Potenzial weiter. Um das Potenzial auszuschöpfen, brauche es aber bessere Veloinfrastrukturen. Pro Velo hoffe deshalb auf eine engagierte Politik, die sichtbare Ergebnisse zu Gunsten der sanften und der kombinierten Mobilität bringe. luk

Mehr zum Thema