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Kibelac hat eine neue Führungsriege

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Im Oktober waren vier von fünf Vorstandsmitgliedern des Vereins Kibelac, der Kinderbetreuung See, zurückgetreten. Darunter auch die Präsidentin Susanne Aebischer. Die Geschäftsführerin Doris Sherifi hatte ihre Anstellung bereits im September per Ende Jahr gekündigt. Grund dafür war ein Konflikt mit einer Merlacher Tagesmutter, der das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Zudem waren die letzten Jahre schwierig für den Verein, der 2011 rote Zahlen schrieb und wieder auf Kurs gebracht werden musste. An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung am Freitagabend haben die Mitglieder nun einstimmig vier neue Vorstandsmitglieder gewählt: Ueli Moser aus Merlach, Tommaso Pieri aus Muntelier sowie die Gemeindeverwalterin aus Muntelier, Natascha Sedonati, und Gemeinderätin Anne-Claude Javet aus Mont-Vully. Sofia Suter aus Murten bleibt im Vorstand. Wer das Präsidium übernimmt, ist noch offen. 16 Gemeinden des Seebezirks sind Mitglied des Vereins, der rund 50 Tagesfamilien eine Anstellung bietet und im Seebezirk zwei Tagesstrukturen führt (siehe Kasten).

«Kein Sonntagsspaziergang»

Mit der Wahl der vier neuen Vorstandsmitglieder sind die zwölf anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden dem Vorschlag der Arbeitsgruppe gefolgt. Diese war wegen der geballten Ladung an Rücktritten im Oktober ins Leben gerufen worden. Anne-Claude Javet gehört zur Arbeitsgruppe und informierte die Anwesenden über die Besetzung der Geschäftsführung: «Wir haben mit vier Personen Gespräche geführt, die Stelle ist noch nicht besetzt. Es steht noch eine Verhandlung an.» Bei der Stelle handle es sich um ein 80-Prozent-Pensum. «Es wird kein Sonntagsspaziergang», betonte Javet. Es sei eine grosse Aufgabe. Die Person müsse mit den Gemeinden zusammenarbeiten und neue Plätze in Tagesfamilien schaffen. Denn der Bedarf sei gross, gerade in Murten.

«Aus Überzeugung»

Der frisch in den Vorstand gewählte Ueli Moser aus Merlach hat sich «aus Überzeugung» zur Wahl gestellt. Der 64-Jährige ist ehemaliger Unternehmer und Vater von drei erwachsenen Kindern. «Ich habe den Wunsch, etwas zurückzugeben.» Er wisse, wie es ist, wenn beide Elternteile arbeiten; «ich habe das selber erlebt». Thommaso Pieri aus Muntelier leitet eine Tagesschule in Bern. «Ich kann deshalb meine Erfahrungen einbringen», sagte er vor der Wahl. Gegenüber den FN erklärte Tommaso, dass er für den Posten aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit angefragt worden sei. Anne-Claude Javet will die Sicht der Gemeinden in den Vorstand einbringen. Natascha Sedonati war an der Versammlung nicht anwesend.

«Wir übergeben euch eine Schatzkiste», sagte Susanne Aebischer nach der Wahl des neuen Vorstands. «Das Wohl der Kinder soll weiterhin im Vordergrund stehen.» Gegenüber den FN sagte die CVP-Grossrätin, dass sie sich bei Kibesuiss, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz, weiterhin im Vorstand engagieren werde. «Das Thema hört für mich nicht auf.»

Zahlen und Fakten

16 von 17 Gemeinden gehören zu Kibelac

Gesetzlich sind die Gemeinden dazu verpflichtet, eine Struktur für Kinderbetreuung anzubieten. 16 von 17 Gemeinden des Seebezirks haben sich für diese Aufgabe dem Verein Kibelac, Kinderbetreuung See, angeschlossen. Greng ist die einzige Gemeinde des Bezirks, die nicht Mitglied von Kibelac ist. Das Gesetz des Kantons über die familienergänzenden Tagesbetreuungseinrichtungen sieht vor, dass sich die Gemeinden je nach finanzieller Lage der Eltern an den Kosten für die Kinderbetreuung beteiligen. Der Kanton legt die Formel für die Berechnung fest. In diesem Rahmen bestimmt die Gemeinden die Höhe der Subventionierung der Eltern. Der Verein Kibelac bietet neben Tagesfamilien zwei Tagesstrukturen an, eine in Misery-Courtion und eine in Courtepin. In Misery-Courtion können Tagesmütter auch als Hilfspersonal in der Tagesstruktur arbeiten, was für die Kinder weniger Wechsel an Betreuungspersonen bedeutet. In Courtepin hat Kibelac das Mandat für die ausserschulische Betreuung. Der Verein Carré de sable führt eine Kita und eine andere ausserfamiliäre Betreuung in Courtepin.

emu

 

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