Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kieferprobleme

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kieferprobleme

Jetzt verstehe ich, warum es den Kiwanisclub gibt, die männliche Kegel- und Turnergilde, den Stammtisch und die Bierrunde. Männer müssen aus ganz natürlichen Gründen ab und zu unter sich sein.

Über die entsprechenden Hintergründe wurden ich und eine Geschlechtsgenossin kürzlich aufgeklärt. Wir sassen – zwei Frauen und zwei Männer – im Zug nach Luzern. Ein Konzertbesuch stand bevor – alle in bester Stimmung. Im Gebaren der Frauen drückte sich dies deutlich aus. Wir zwei Frauen zeigten uns sprechfreudig, ein Thema ergab das andere. Die Männer nickten, schauten, liessen ab und zu ein Wort fallen, um alsbald wieder in eine Art Halbschlaf zu verfallen. Plötzlich aber ergriff einer lautstark das Wort und fragte ganz aufgebracht, ob wir zwei denn überhaupt wissen, warum Frauen so viel reden.Der Herr zog einen Zettel aus seiner Brusttasche, zückte den Bleistift,zeichnete einen Längsbalken und einen Querbalken. Beide gleich gross. Der Längsbalken für die Frau, der Querbalken für den Mann. Die beiden Balken stehen für sechs Worte und die Energie, die Mann wie Frau fürs Sprechen aufwenden, erklärte er. Doch die Energie der Frau setze sich viel schneller frei als diejenige des Mannes. Und daher habe die Frau die sechs Wörter bereits ausgesprochen, wenn der Mann mit Müh und Not bei Wort zwei angelangt sei.Die Krux der Sache sei aber die, so der weise Herr, dass Frau niemals warten kann, bis Mann die sechs Worte hinter sich hat. Frau rede frisch fröhlich weiter . . . Und dagegen sei, so habe er am Hirnforschungskongress in Freiburg mitbekommen, absolut nichts auszurichten. Denn solches liege im Naturell der Frau. Daher sei jeder Versuch, so der weise Mann, einer Frau ins Wort zu fallen, für die Katz. Denn eine Frau würde gemäss einer Studie erst dann Ruhe geben, wenn sie die täglichen 20 000 Kommunikationsträger losgeworden sei. Das sind 6000 bis 8000 Wörter, zirca 3000 Tongeräusche, rund 10 000 Gesten, Gesichtsausdrücke, Kopfbewegungen oder andere Körpersignale.Wahrlich – wir zwei Frauen hätten uns an der Erklärung echt freuen können, wenn der weise Herr nicht noch beigefügt hätte, dass daher Frauen vier Mal so häufig an Kieferproblemen leiden wie Männer.

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Mehr zum Thema