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«Kinder brauchen ihre Ruheinsel»

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Bei übermässigem Lärm kommt es im Körper zu einer Ausschüttung von Stresshormonen. Ist der Mensch oft Lärm ausgesetzt, kann dies den Körper krank machen. Betroffen sind nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Heute findet der «Tag gegen Lärm» statt. Er wird organisiert von der Vereinigung kantonaler Lärmschutzfachleute (Cercle Bruit) und macht besonders auf die Lärmbelastung bei Kindern aufmerksam.

Laut Cercle Bruit sind sich Eltern oft nicht bewusst, dass eine übermässige Lärmexposition im Säuglings- und Kindesalter lebenslange Folgen nach sich ziehen kann. Bei 130 Dezibel reichen schon wenige Sekunden aus, um das Gehör zu schädigen. Eine Spielzeugpistole kann auch bei einem Abstand von 25 Zentimeter noch über 150 Dezibel erreichen. Fastnachtsumzüge und Festivals sind ähnlich laut.

Auch Kinderarzt warnt

Störungen im Kleinkindesalter seien meist angeboren oder entstünden durch Infektionen, sagt Erich Stritt, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Düdingen. Schäden durch Lärm seien eher bei älteren Kindern und Jugendlichen ein Problem. Er erklärt, dass die Lärmbelastung erst im Schulalter durch lautes Musikhören mit Kopfhörern, lautes Fernsehschauen oder laute Videospiele deutlich ansteigt und Hörschäden verursacht. «Die Schädigung der Hörzellen durch chronische Lärmbelastung tritt erst später auf, oft erst bei Schulaustritt», sagt Stritt. Laut Studien haben ein Viertel der Schulabgänger bereits Hörstörungen.

Erich Stritt weist darauf hin, dass die neuen Smartphones und Konsolen zwar eine Begrenzung der Lautstärke auf 100 Dezibel haben, diese jedoch leicht umgangen werden kann. Zudem sei Musikhören über mehrere Stunden mit 100 Dezibel noch immer schädlich.

Permanenter Lärm im ­Alltag könne viele Auswirkungen haben. «Die Kinder sind durch die auditiven Eindrücke überfordert und können sich nicht mehr konzentrieren», erklärt Stritt. Zudem könne ein Ohrenrauschen auftreten und Schlafstörungen entstehen. Massive Lärmeinwirkungen könnten insbesondere bei älteren Personen zu Herzkreislaufstörungen führen. Bluthochdruck und chronische Kopfschmerzen seien weitere Symptome. Ruhephasen seien daher für die Gesundheit bedeutend.

«Im Klassenzimmer ist das Kind häufig Geräuschen ausgesetzt», erklärt Stritt. Auch in der Pause sei der Lärmpegel hoch. Auf dem Schulweg stören die Alltagsgeräusche von Verkehr und Baustellen. «Für die Gesundheit und die geistige Entwicklung ist wichtig, dass Kinder ihre Ruheinsel bekommen, vor allem beim Lernen.»

Mehr Informationen: www.laerm.ch

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