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Kirchen richten eine Seelsorgestelle im Ausreisezentrum Guglera ein

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Der positive Rechnungsabschluss der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Freiburg erlaubte laut einer Mitteilung verschiedene Rückstellungen in der Höhe von insgesamt 130 000 Franken (die FN berichteten). Die Synode, das reformierte Kirchenparlament, habe am Montagabend die Zuteilung dieser Mittel beschlossen. 30 000 Franken habe die Synode für eine Seelsorgestelle im zukünftigen Ausreisezentrum in der Guglera in Giffers reserviert. Die reformierte und die katholische Kirche des Kantons sähen vor, gemeinsam 100 Stellenprozente für eine Seelsorge im Asylzentrum zu finanzieren.

Die Synode habe sodann in einer zweiten Abstimmung einstimmig den Anteil der reformierten Kirche an die Einrichtung dieser Stelle mit einem Pensum von 30 Prozent beschlossen. Für die genauen Modalitäten und die Stellenaufteilung werde eine Vereinbarung mit dem Bund und der katholischen Partnerkirche angestrebt, so die Mitteilung weiter. Entsprechende Verhandlungen würden laufen. So müssen die Verantwortlichen auch bedenken, dass die meisten Bewohner des Asylzentrums weder reformiert noch katholisch sein werden.

Der genaue Finanzbedarf für die Stelle könne zurzeit jedoch nur schwer geschätzt werden, so der Synodalrat in seiner Botschaft an die Synode. Er rechne für die reformierte Kantonalkirche mit Kosten von 40 000 Franken pro Jahr, wobei in diesem Betrag neben den Lohnkosten auch Dolmetscherdienste eingerechnet seien. Diese Aufwendungen würden dann ab 2017 ins ordentliche Budget der Synode einbezogen, so die Mitteilung.

Das Asyl-Bundeszentrum Guglera soll den Betrieb am 1. Januar 2017 als Ausreisezentrum mit 250 Plätzen aufnehmen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund habe sich bereit erklärt, einen Beitrag zu leisten. Und das Staatssekretariat für Migration habe den Freiburger Kirchen auf eine Anfrage hin die Reservierung der nötigen Räumlichkeiten angekündigt. Vorgesehen ist im Zentrum unter anderem die Einrichtung eines Ortes der Begegnung und eines Raumes der Stille.

Langwierige Suche

Auch die katholische Partnerkirche steckt in einer intensiven Planungsphase, wie Melchior Etlin von der Informationsstelle des Bischofsvikariats Deutschfreiburg bestätigt. Es gebe noch einige Fragen zu klären, vor allem, wie die Finanzierung des Anteils der katholischen Seite gewährleistet werden soll. Dieser wird voraussichtlich die restlichen 70 Stellenprozente umfassen.

Der Betrag werde in die Budgetverhandlungen einfliessen. Dann müsse das Kirchenparlament den Posten genehmigen. Den Beteiligten sei klar, dass die Zeit dränge. Denn sobald die Finanzierung gesichert ist, müsse noch ein geeigneter Stelleninhaber gefunden werden. Das sei angesichts der dünnen Personaldecke nicht einfach, so Etlin. Die Stelle müsse allerdings nicht unbedingt mit einem Priester besetzt werden, es könnte auch ein Laie sein. Parallel zum Aufbau der Seelsorgestelle in der Guglera selbst werden Bestrebungen fortgeführt, Orte der Begegnung zwischen Einheimischen und Asylbewerbern einzurichten.

Gewinn: Geld für Seelsorgestelle, Jubiläumsanlässe und Broschüren

D ie Jahresrechnung 2015 hat die Reformierte Kantonalkirche mit einem Nettogewinn von 136 000 Franken abgeschlossen. Dies bei einem Aufwand von 1,78 Millionen Franken. Grund für den guten Abschluss seien unbesetzte Stellen, was zu Einsparungen im Personalbereich geführt habe, schreibt die Kirchenkanzlei. Die Synode habe einen Teil des Ertragsüberschusses auf die Seite gelegt. Neben einem Beitrag an eine zukünftige Seelsorgestelle im Asylzentrum in der Guglera stelle die Kirche 55 000 Franken für die Feierlichkeiten zum Jubiläum 500 Jahre Reformation bereit. Im Rahmen der weltweiten Feierlichkeiten zum Jubiläum des Thesenanschlags von Martin Luther 2017 habe die Kantonalkirche drei Projekte vor. Sie lade zu einem Fest am 13. und 14. Mai an ihren Sitz in Murten. Es gebe ein Theaterstück und einen Anlass für Jugendliche sowie einen Gottesdienst.

Dann beteiligten sich die Reformierten an Karfreitag, 14. April, an einem ökumenischen Passionskonzert in der Kathedrale zusammen mit der katholischen Kirche und der jüdischen Gemeinde. Vorgesehen sei die Aufführung der Markus-Passion, einer Originalkomposition zum Jubiläum, verfasst vom jüdischen Komponisten Michael Levinas. Schliesslich sei eine Broschüre geplant, welche die Situation der Reformierten und ihr Erbe im Kanton darstelle. fca

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