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Kirchenmitglieder bedauern Weggang der Pfarrerin und wollen mehr wissen

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Autor: karin aebischer

«Was waren es für unüberbrückbare Differenzen, die zur Trennung geführt haben?» «Ich weiss wirklich nicht, weshalb Irene Richheimer gehen muss, und das tut mir sehr weh!» Die Mitglieder der Kirchgemeinde Weissenstein-Rechthalten, die mit ihren Fragen am Donnerstagabend an der Kirchgemeindeversammlung eine Begründung für den Weggang von Pfarrerin Irene Richheimer verlangten, erhielten keine konkreten Antworten.

«Die gegenseitigen Erwartungen lagen oft auseinander, es war kein Vertrauensverhältnis da», erklärte die Kirchgemeindepräsidentin Elisabeth Moser. Aufgrund einer getroffenen Vereinbarung dürfe sie nicht mehr dazu sagen. «Für die Kommunikation nach aussen gilt, dass die Trennung im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt ist.»

Grosses Unverständnis

Dass Irene Richheimers Vertrag nach einem Jahr nicht verlängert wird (siehe FN vom 2. November), stiess bei einigen der 34 anwesenden Kirchgemeindemitgliedern auf grosses Unverständnis. Sie lobten die kirchliche Arbeit und die Predigten der Pfarrerin. Auch bei den reformierten OS-Schülern sei sie sehr beliebt gewesen, sagte eine Versammlungsteilnehmerin. «Sehr viele junge Leute aus verschiedenen Gemeinden waren begeistert von Irene Richheimer und werden sie vermissen. Es ist sehr schwer nachzuvollziehen, was hier passiert ist.»

Auch für sie sei der Weggang der Pfarrerin unverständlich, sagte eine andere Frau: «Ich bin sehr enttäuscht.» Sichtlich emotional bewegt kündigte sie an, nach dem Weggang Irene Richheimers Ende April nur noch für Beerdigungen nach Weissenstein zu kommen; die anderen Gottesdienste werde sie in Zukunft anderswo besuchen.

Er und seine Frau würden sich ebenfalls von der Kirchgemeinde Weissenstein abwenden, sagte ein anderes Kirchgemeindemitglied. Dieser Entschluss tue ihnen «unglaublich weh»; sie würden sich von der Kirchgemeinde nicht mehr getragen fühlen und erst wieder zurückkehren, wenn die Kirchgemeinde unter anderer Führung sei.

Der Rat hat entschieden

Elisabeth Moser beteuerte, sie habe immer das Wohl der Kirchgemeinde im Auge gehabt: «Ich bin es gewohnt, einzustecken, und mache es auch diesmal mit gutem Gewissen.» Sie hätte auch gerne eine Lösung auf längere Zeit gehabt, so Moser, doch die Chemie habe einfach nicht gestimmt. Der Entscheid sei nach einem erfolglosen mehrmonatigen Mediationsprozess einstimmig durch den Kirchgemeinderat gefällt worden.

Ein Anwesender erklärte, dass er hinter dem Entschluss des Kirchgemeinderates stehe: «Es haben auch andere Kirchgemeinderäte Probleme mit Pfarrern.» Er gehe davon aus, dass sich der Kirchgemeinderat den Entschluss nicht leicht gemacht habe. Ein Baukommissionsmitglied erwähnte, dass die Zusammenarbeit mit Irene Richheimer nicht einfach gewesen sei: «Ich finde den Weg, den wir gewählt haben, einen guten Weg.»

Suche nach Ersatz läuft

Sie sei bis zu ihrem Weggang Ende April gerne bereit, ihre Ideen für die Weiterentwicklung der Kirchgemeinde weiterzugeben, erklärte Irene Richheimer. «Ich habe Angst, dass es eine Spaltung der Kirchgemeinde gibt», sagte eine Versammlungsteilnehmerin, bevor Elisabeth Moser das Wort ergriff und sagte, sie wolle verhindern, dass die getroffene Vereinbarung in Sachen Kommunikation gebrochen werde. Die Diskussion war somit beendet. Der Kirchgemeinderat ist noch auf der Suche nach einer neuen Pfarrperson. Die Versammlung hat alle ordentlichen Traktanden genehmigt.

Die Kirchgemeinde Weissenstein-Rechthalten sucht eine neue Pfarrperson.Bild Aldo Ellena/a

«Ich habe Angst, dass es eine Spaltung der Kirchgemeinde gibt.»

Autor: Versammlungsteilnehmerin

Autor: Kirchgemeindeversammlung Weissenstein-Rechthalten

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