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Kirschessigfliege befällt in der Schweiz auch Waldfrüchte

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Die invasive Kirschessigfliege richtet in der Schweiz grosse Schäden in der Landwirtschaft an. Die aus Asien stammende Essigfliegenart befällt auch Früchte verschiedener Waldpflanzen, was ökologische Schäden im Wald verursachen könnte.

Bisher lag der Fokus auf den landwirtschaftlichen Schäden im Obst- und Weinbaum, die die gebietsfremde Fliege verursacht. Die Kantone Zug und Zürich, wissenschaftlich beraten von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), untersuchten nun, welchen Einfluss die Kirschessigfliege auf das Ökosystem Wald nimmt.

Das in Zug ansässige Ökobüro Biotopia prüfte von Mitte Juni bis Mitte Oktober 2020 an 64 Stellen, in welche Früchte die Kirschessigfliege ihre Eier abgelegt hatte. Demnach waren von 39 potentiellen Wirtspflanzen 31 befallen, wie die WSL am Mittwoch mitteilte. Insgesamt wurden 12›000 Früchte untersucht.

Dominante Essigfliegenart

Der Befall sei teilweise sehr stark gewesen. Bei 19 Pflanzenarten hatten die Fliegen in über der Hälfte aller Früchte Eier gelegt. Dazu gehörten auch die bei Beerensammlern beliebten Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und Holunderfrüchte.

In Insektenfallen in den Untersuchungsgebieten waren bis zu 95 Prozent aller gefangenen Essigfliegen Kirschessigfliegen. Dies zeige, wie häufig und extrem dominant die gebietsfremde Kirschessigfliege gegenüber einheimischen Fliegen sei, hiess es in der Mitteilung weiter.

«Nebst den bekannten wirtschaftlichen Schäden in der Landwirtschaft verursacht die Kirschessigfliege ebenso ökologische Schäden im Wald», sagte der WSL-Forscher Martin Gossner: «Sie reduziert die Nahrungsquellen fruchtfressender Tiere, die Samenausbreitung stark befallener Pflanzen und sie verdrängt einheimische Fliegenarten. Darüber hinaus macht uns die Kirschessigfliege das Sammeln schmackhafter Waldfrüchte madig.»

Die genauen ökologischen Auswirkungen seien indes noch nicht abschliessend erklärt. Auch nicht, wie sich die Fliege wirkungsvoll bekämpfen lasse. Denkbar wäre gemäss der WSL, im Waldbau Gehölze mit Früchten zu fördern, die wenig attraktiv für die Kirschessigfliege sind. Aber: «Wir müssen besser verstehen, welche Faktoren die Kirschessigfliege begünstigen, um eingreifen zu können», so Gossner.

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