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Kiwanisclub Murtensee: Was passiert mit unseren Gletschern?

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Am Vortragsabend des Kiwanisclubs Murtensee im November konnte Präsident Ernst Lauper den anerkannten Gletscher-Spezialisten der ETH Zürich, Professor Dr. Martin Funk, im Kantonsschild in Gempenach begrüssen. Funk stellte bereits am Anfang seiner Vortrags klar, dass sich das Klima in Zukunft stark ändern wird und die Gletscher deswegen schwinden. Der Professor hielt zudem fest, dass die Alpen das Wasserschloss Europas seien. Zum Thema Gletscherschmelze meinte der Glaziologe, dass beispielsweise der Gletscherabfluss im Einzugsgebiet Aletsch–Gebidem einen grossen Einfluss auf den Abfluss des Rheins habe. Zu den Gletscherinstabilitäten führte Funk aus, dass die Eisabbrüche zugenommen hätten. Als Beispiel nannte er einen Fall im Tibet, bei dem 2016 aus zwei benachbarten Gletschern die Zungen mit Eisvolumina von 68 respektive 83 Millionen Kubikmetern Eis abgestürzt seien; dabei seien neun Menschen und Hunderte Nutztiere umgekommen. Er legte aber auch den Fall der Weissmies-Nordflanke dar, bei der durch den Verlust der Abstützung und durch das Schmelzwasser am Fels rund 700 000 Kubikmeter Eis instabil geworden seien. Des Weiteren zeigte er die Gletscherinstabilitäten des Allalingletschers anhand von Fotos und Ereignissen auf. Zusammenfassend hielt der Glaziologe fest, dass wir in Zukunft im Alpenraum andere Verhältnisse erleben werden, als uns aus der Vergangenheit bekannt seien. Weil sich unsere Gletscher stark zurückzögen, verschwänden allenfalls aktuelle Gefahrenherde wie die genannten Instabilitäten, dafür könnten aber neue Probleme an neuen Orten entstehen. Der Abend endete schliesslich bei einem von Küchenchef Fritz Leicht fein zubereiteten Nachtessen.

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