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Klage gegen Groupe E

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Das Freiburger Energieunternehmen Groupe E hat den gesetzlichen Auftrag, die Gebäude in seinem Netzgebiet mit Strom zu versorgen. Gleichzeitig bewegt sich Groupe E als Aktiengesellschaft im freien Markt. Das Bundesgesetz über die Stromversorgung fordert, dass die beiden Geschäftsbereiche klar getrennt sein müssen.

Werbung auf der Rechnung

Der Schweizerisch-Lichtensteinische Gebäudetechnikverband Suissetec findet nun, dass Groupe E diese Regel verletzt hat. So habe das Unternehmen aus Granges-Paccot auf seinen Stromrechnungen Werbung für Groupe E Plus gemacht – das Tochterunternehmen, das Haushaltsgeräte verkauft. «Groupe E hat Adress­material aus dem Stromversorgungsauftrag für Aktivitäten im freien Markt verwendet», schreibt Suissetec in einer Mitteilung. Der Verband hat darum beim Bundesamt für ­Energie Anzeige erstattet. «Für Suissetec ist dies ein klassischer Fall von unlauterem Wettbewerb», schreibt Suissetec in der Medienmitteilung. Mit der Werbung auf der Rückseite der Rechnungen verschaffe sich Groupe E Wettbewerbsvorteile gegenüber Privaten.

«Das war ein Fehler»

Groupe E gibt zu, auf der Rückseite einiger Rechnungen Werbung für Haushaltgeräte gemacht zu haben. «Das war ein Entscheid der Marketingabteilung», sagt Generalsekretär Pierre Oberson auf Anfrage. Und: «Das war ein Fehler.» Das Unternehmen habe sofort reagiert, so dass nur ein kleiner Teil der Kundinnen und Kunden die Rechnung mit Werbung erhalten habe. Groupe E habe auch die nötigen Massnahmen getroffen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen könne.

«Wir weisen den Vorwuf des unlauteren Wettbewerbs klar zurück», sagt Oberson. ­Groupe E habe die Adressen und Daten aus der Monopoltätigkeit nicht bearbeitet und missbraucht. «Wir haben das Gesetz nicht verletzt.»

«Konsequente Ahndung»

Suissetec schreibt in der Medienmitteilung, leider seien diese Verfehlungen nicht bloss bedauerliche Einzelfälle: «Groupe E ist mittlerweile bereits der dritte Energieversorger, der offenbar gegen die gesetzlichen Vorgaben des Bundes verstossen hat.» So hat Suisse­tec bereits Repower in der Südostschweiz und die Elektrizitätswerke des Kantons Schaffhausen angezeigt. Auch sie sollen Adressdaten aus dem Monopolbereich zweckentfremdet haben.

«Suissetec erwartet die entschlossene Anwendung und Durchsetzung von geltenden Gesetzen sowie eine konsequente Ahndung von gesetzeswidrigem Geschäftsgebaren», heisst es in der Medienmitteilung.

njb

 

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