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Klare Forderungen an die Politik

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Handelskammer bricht mit neuem Direktor und neuem Logo in die Zukunft auf

Autor: Von WALTER BUCHS

An der Generalversammlung der Freiburger Industrie-, Dienstleistungs- und Handelskammer vom Montagabend im Forum Freiburg nahmen neben Mitgliedern auch eine grosse Anzahl Persönlichkeiten aus der Politik teil. In der Eröffnungsansprache benützte Präsident Charles Phillot die Gelegenheit, um ihnen die Sorgen und Nöte der Unternehmen zu unterbreiten, dies mit dem Hinweis: «Wer schöne Früchte will, muss auch die Bäume pflegen.»Im Energiebereich beklagte er die starke Abhängigkeit von instabilen Ländern, die unstete Preisentwicklung, den problematischen Verbrauch von fossilen Energieträgern und die extrem langsamen Entscheidungsprozesse in der Schweiz. Es brauche auf diesem Gebiet mutige und intelligente Entscheide, die auf konkretes Handeln ausgerichtet sind. Es dürfe nicht sein, dass «Pseudo-Fachleute und die Diktatur militanter Minderheiten» den politischen Prozess blockieren.Das Problem könne dann gelöst werden, wenn Politiker den Wissenschaftlern, den Ingenieuren und Unternehmen der betroffenen Gebiete klare Aufgaben und Ziele geben, hielt Charles Phillot fest und fuhr fort: «Energie ist Physik, Technik und hat keine politische Farbe. Dieses Problem kann weder mit Slogans noch durch Steuereinnahmen gelöst werden.»

Gegen weitere Belastungen

Kein Verständnis hat der Präsident der Freiburger Handelskammer für das Referendum, das gegen die Unternehmenssteuerreform des Bundes ergriffen wurde, und für die SP-Initiative betreffend Steuerrückvergütung. Im Bereich der Unternehmensförderung solle der Kanton seinen steuerlichen Spielraum nutzen. Vehement wies er im Weiteren Aussagen jener zurück, die immer wieder von Sozialabbau sprechen. Gesamthaft gesehen hätten nämlich die Sozialausgaben in der Schweiz von 19,7 Prozent im Jahre 1990 auf 29,6 Prozent des BIP im Jahr 2004 zugenommen.In den Augen der Handelskammer ist die neue Regionalpolitik des Bundes (NRP) für den Kanton eine Gelegenheit, um die Strategie seiner künftigen Wirtschaftspolitik zu überdenken. Der Präsident lobte ausdrücklich die von Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen ergriffene Initiative und betonte: «Er hat es geschafft, die Kräfte des Staates, der Fachhochschulen, der Universität, diverser kantonaler Institutionen und diejenigen der Wirtschaft zu vereinigen, um neue Wege für die Zukunft des Kantons aufzuzeigen.»«Aus wirtschaftlichen Gründen unterstützen wir die Idee eines starken kantonalen Zentrums», unterstrich Charles Phillot weiter. Dabei könnte, wie er bemerkte, aus der Fusion von Gemeinden, die bereits stark miteinander verkoppelt sind, ein Gross-Freiburg entstehen.Der Handelskammerpräsident wünscht sich schliesslich ein neues, innovatives Projekt zur Förderung der Zweisprachigkeit. Die Welschsprachigen im Kanton könnten davon am meisten profitieren und es sei für die Positionierung des Kantons gegenüber seinen Nachbaren und als Angelpunkt zwischen Deutsch- und Welschschweiz sehr wichtig. Zudem rief Phillot die Unternehmen inständig dazu auf, einen aktiven Beitrag an die Berufsbildung zu leisten.Die gestrige 89. Generalversammlung der Handelskammer stand ganz im Zeichen des Direktorenwechsels. André Übersax wurde für seinen Einsatz während 17 Jahren geehrt. Als sein Nachfolger wurde der 46-jährige Ökonom Georges Oberson, Ammann von Riaz, vorgestellt. Nach Tätigkeit bei der französischen Bahn leitet er heute die Region Westschweiz des Regionalverkehrs der SBB. Bis zu seinem Amtsantritt wird die Handelskammer von der stellvertretenden Direktorin Viviane Collaud geleitet. Zum Schluss der statutarischen Versammlung wurde mit einem spannenden Clip ein neues Logo präsentiert.

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