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Klare Zustimmung zur Fusionsprüfung

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Das Stimmvolk der Gemeinden Tafers und St. Antoni hat sich für die Prüfung einer Gemeindefusion entschieden. In der gestrigen Konsultativabstimmung sprach sich eine deutliche Mehrheit dafür aus, die Gemeinderäte der beiden Sensler Mittellandgemeinden mit der Fusionsprüfung zu beauftragen. Bei einer Stimmbeteiligung von 56,6 Prozent sagten 699 von 911 abstimmenden Bürgerinnen und Bürgern aus St. Antoni Ja zum Geschäft. Der Ja-Stimmenanteil beträgt damit 76,73 Prozent. Nicht ganz so deutlich, aber immer noch mit grosser Mehrheit sprachen sich auch die Taferser für eine Intensivierung der Fusionsgespräche aus: 738 von 1230 Stimmenden befürworteten das Geschäft. Dies entspricht einem Ja-Stimmenanteil von genau 60 Prozent; die Stimmbeteiligung lag in Tafers bei 50,65 Prozent.

Glückliche Syndics

Das deutliche Ergebnis entspricht ganz dem Gusto der beiden Syndics. Er habe auf dieses Resultat gehofft, erklärte Josef Cattilaz, Gemeindeammann von Tafers, gestern kurz nach Bekanntwerden der Abstimmungsresultate gegenüber den Freiburger Nachrichten: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Ausgang der Abstimmung.» Ebenfalls glücklich mit dem Ergebnis zeigte sich Urs Klemenz. Der Gemeindepräsident von St. Antoni sagte, dass er persönlich zwar mit diesem Ausgang gerechnet habe, die Erleichterung nun aber dennoch gross sei: «Umso mehr wir vor der Abstimmung nicht viele Anhaltspunkte darüber hatten, in welche Richtung die Stimmbürger tendieren.»

Beide Gemeindeammänner befürworteten die Deutlichkeit des Resultats auch hinsichtlich der hohen Stimmbeteiligung.

Mit Zukunft beschäftigen

Dass das Ja zur Ausarbeitung der Fusionsprüfung nicht bindend sei, habe sicher zur Deutlichkeit des Abstimmungsausgangs beigetragen, sagte Josef Cattilaz: «Und wahrscheinlich haben auch die Gemeinderatswahlen von nächstem Februar einen Einfluss gehabt. Die Bürger machen sich Gedanken darüber, wie es mit ihrer Gemeinde in Zukunft weitergehen soll.» Gleiches vermutete auch Urs Klemenz: «In der letzten Legislatur haben wir fast keine Kandidaten mehr für den Gemeinderat gefunden. Das war für viele Einwohner von St. Antoni sicher prägend und ein Anstoss dafür, sich mit der Zukunft ihrer Gemeinde auseinanderzusetzen.»

Die Nachfrage nach einer Fusionsprüfung sei auch in den Kommissionssitzungen und den Gemeindeversammlungen immer wieder ein Thema gewesen. «Das Resultat zeigt, dass diese Prüfung der Bevölkerung ein Anliegen ist», sagte Josef Cattilaz. Man habe der Bevölkerung zeigen können, dass es richtig sei, die Fakten seriös zu prüfen, fand auch Urs Klemenz: «Und dass wir überzeugt davon sind, dass sich Vorteile aus einer Fusion ergeben können.»

Wie der weitere Fahrplan in Sachen Fusionsprüfung aussieht, darüber müsse man jetzt diskutieren, erklärten die beiden Syndics. «Ich gehe davon aus, dass noch vor den Gemeinderatswahlen die nächsten Schritte gemacht werden können», erklärte Urs Klemenz. Allenfalls auch mit weiteren Gemeinden aus dem mittleren Sensebezirk? «Wir sind demgegenüber grundsätzlich offen», sagte Urs Klemenz, «aber ich glaube nicht, dass ein solcher Entscheid so rasch gefällt werden kann.»

 

Zahlen und Fakten

Die Gemeinde würde wohl Tafers heissen

Klappt alles nach Plan, könnte die Fusionsprüfung im Jahr 2017 beendet sein. Sagen die Bürgerinnen und Bürger von St.Antoni und Tafers dann Ja zur Fusionsvereinbarung, würde im Sense-Mittelland eine neue Gemeinde mit insgesamt rund 5200 Einwohnern–1950 aus St.Antoni und 3250 aus Tafers–entstehen. Die neue Gemeinde würde sehr wahrscheinlich Tafers heissen und sich über eine Fläche von 25 Quadratkilometern erstrecken. Damit wäre sie bevölkerungsmässig (nach Düdingen und Wünnewil-Flamatt) sowie flächenmässig (nach Plaffeien und Düdingen) die drittgrösste Gemeinde im Sensebezirk. Der Steuerfuss der neuen Gemeinde würde sich wahrscheinlich zwischen den Steuerfüssen der heutigen beiden Gemeinden bewegen. Für natürliche Personen beträgt der Steuerfuss in St.Antoni derzeit 90 Prozent und in Tafers 75 Prozent.mz

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