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Klares Bekenntnis zur Zweisprachigkeit

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Wie soll die neue Supergemeinde Grossfreiburg funktionieren, und was soll sie ihren Einwohnern bieten? Die Vorschläge der Fusionsversammlung liegen vor und wurden in die Vernehmlassung geschickt. Am Mittwochabend stellte Jérôme Hayoz das Projekt im Generalrat der Stadt Freiburg vor. Der SP-Politiker ist Präsident der Fusionskommission des Stadtparlaments.

«Es liegen acht Berichte der Arbeitsgruppen vor, doch bleibt noch viel zu tun», sagte Hayoz. Gerade das Thema der politischen Organisation sei heikel: «Es ist schwierig, ein Gleichgewicht zwischen den Anliegen der kleinen Gemeinden zu finden, die fürchten, von den gros­sen Gemeinden verschluckt zu werden – und den Anliegen der grossen Gemeinden, die einen gewissen Einfluss fordern.» Die Arbeitsgruppe suche nach Lösungen. «Sehr wahrscheinlich braucht es sieben Gemeinderatsmitglieder, damit möglichst viele Gemeinden in der Regierung repräsentiert sind.»

«Eine Wunschliste»

Hayoz freute sich darüber, dass die Fusionsversammlung vorgeschlagen hat, die neue Gemeinde solle Deutsch als zweite Amtssprache einführen. «Es wird sich noch zeigen, wie genau das umgesetzt wird, doch stimmt es uns positiv, dass die Zweisprachigkeit klar als Ziel genannt wurde.» Das sei ein wichtiges Signal für alle Deutschsprachigen im Kanton. «Es könnte auch dazu beitragen, dass sich weitere deutschsprachige Gemeinden für die Agglomeration interessieren.»

Mit den Vorschlägen der Fusionsversammlung rund um die Schulen ist die städtische Kommission nicht zufrieden. «Wir wünschen uns eine konkretere Ausgestaltung, in welcher der Alltag besser dargestellt wird», sagte Hayoz. «Die jetzigen Vorschläge sehen mehr nach einer Wunschliste aus und sind sehr vage.» Solle die Bevölkerung Lust auf die Fusion entwickeln, dann brauche es dazu konkrete Projekte. Zwar sei klar, dass in der Fusionsvereinbarung – über welche die Bevölkerung am Schluss abstimmt – diese Projekte nicht aufgeführt würden. «Aber es braucht sie, damit die Fusion greifbar wird.»

Auch Maurice Page, Sprecher der CSP-Fraktion, zeigte sich enttäuscht darüber, dass viele Themen noch zu wenig konkret ausgearbeitet seien. SP-Sprecher Matthieu Loup betonte, dass die Sektion seiner Partei sich im Rahmen der Vernehmlassung vertieft mit den Vorschlägen der Arbeitsgruppen auseinandersetzen werde. «Bereits jetzt ist aber klar, dass die Vorschläge Lust auf die Fusion wecken.» Aus seiner Sicht müsste auch die Agglomeration bereits heute überlegen, in welche Richtung sie sich entwickeln will, sollten dereinst neun ihrer zehn Mitgliedsgemeinden fusionieren. Loup freute sich über die Absicht, die neue Gemeinde zweisprachig zu halten. Das sieht auch FDP-Sprecherin Océane Gex so. Sie betonte auch, dass ihre Partei im Vernehmlassungsverfahren die Fragen der Wirtschaft genau anschauen werde.

Auch Jean-Luc Dreyer, der Sprecher der CVP-GLP-Fusion, hob die Wichtigkeit einer zweisprachigen Gemeinde hervor. «Wie könnte die Hauptstadt eines zweisprachigen Kantons auch anders, als die Zweisprachigkeit zu fördern?» Darum müsse die Stadt Freiburg den anderen Gemeinden klar signalisieren, dass es ohne Bilinguismus nicht gehe. Dreyer brachte die Idee ein, in der neuen Gemeinde sieben Bezirke zu schaffen, die nicht den jetzigen Gemeindegrenzen folgen. «Das würde der besseren Integration in die neue Gemeinde dienen.»

Grünen-Sprecher Gilles Bourgarel sah dies genau anders: «Das würde neue Grenzen schaffen statt den Zusammenhalt fördern.» Er betonte auch, dass die Übergangsphase mit verschiedenen Wahlkreisen nicht zu lange dauern dürfe. «Wir wollen nicht angehängte Gemeinden haben, sondern eine neue Gemeinde werden.»

Der Generalrat nahm den Bericht der Fusionskommission zur Kenntnis.

Chronologie

Fusion auf das Jahr 2022 vorgesehen

Alle Agglomerationsgemeinden ausser Düdingen: So sieht der Perimeter für die Fusion im Grossraum Freiburg aus. Die neun Gemeinden Freiburg, Villars-sur-Glâne, Marly, Granges-Paccot, Belfaux, Givisiez, Cormin­boeuf, Avry und Matran arbeiten auf eine Fusion hin und haben nun das Fusionskonzept in die Vernehmlassung geschickt. Laut Gesetz muss der Zusammenschluss auf Januar 2022 vollzogen sein. Ende 2020 soll die Bevölkerung abstimmen.

njb

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