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Klares Ja zu Öffnungszeiten

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Klares Ja zu Öffnungszeiten

Shops und Kioske dürfen ab 1. Juli bis 21 Uhr geöffnet bleiben

Nach dem knappen Nein im Jahre 2003 hat nun das Freiburger Volk am Sonntag zu den verlängerten Öffnungszeiten für Tankstellen-Shops und Kioske an Wochentagen klar Ja gesagt.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Statt um 19 Uhr und am Samstag um 16 Uhr können die Tankstellen-Shops und die Kioske ab 1. Juli 2005 an Wochentagen (inkl. Samstag) bis 21 Uhr geöffnet bleiben. Entsprechend erleichtert waren am Sonntag die Befürworter der Gesetzesrevision, insbesondere die Betreiber der Tankstellen-Shops.

Allgemein wurde das deutliche Ja auf die Tatsache zurückgeführt, dass das Verkaufspersonal in den Shops neu über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verfügt. Andererseits werden die abendlichen Öffnungszeiten von vielen Leuten geschätzt. Die Anpassung des Gesetzes an die heutigen Bedürfnisse ist ein weiterer Hauptgrund für die klare Zustimmung.

Keine «Amerikanisierung»

Äusserst zufrieden mit dem Ergebnis war am Sonntag der Arbeitgeberdirektor Jean-Pierre Siggen als Vertreter des Ja-Komitees. «Das Volk sagt Ja zu verlängerten Öffnungszeiten, wenn auf der anderen Seite das betroffene Verkaufspersonal von einem GAV profitieren kann», betont er. Diese Botschaft möchte er auch den andern Verkaufssektoren weitergeben, wenn sie flexiblere Zeiten fordern. Zum Beispiel an die Grossverteiler, die ihre Türen am Samstag um 17 oder gar erst um 18 Uhr schliessen möchten.

«Es handelt sich aber nicht um eine Amerikanisierung der Wirtschaft», betont Jean-Pierre Siggen. Seiner Meinung nach müssen aber die Gesetze an die neuen Bedürfnisse angepasst werden. Er denkt dabei an die Pendler, die zu später Stunde nach Hause zurückkehren und noch Einkäufe tätigen wollen.

Im Dienste der Reisenden

«Die Tankstellen-Shops stehen im Dienste der Reisenden. Wir geben den Leuten Auskunft, wenn sie sich auf der Durchreise erkundigen wollen», führt John Schopfer, Präsident der Vereinigung der Tankstellenshop-Betreiber, als Beispiel auf. «Wir fördern auch den Verkauf der einheimischen Produkte», ergänzt er.

Seiner Auffassung nach wurden diese wichtigen Aspekte anlässlich der Abstimmung im Jahre 2003 zu wenig hervorgehoben. Er wünscht, dass sich die Shops nun noch professioneller in den Dienst des Tourismus stellen.

John Schopfer begrüsst den GAV fürs Verkaufspersonal, der nun mit dem revidierten Gesetz in Kraft treten könne. «Viele Shops bieten dem Personal schon heute solch vorteilhafte Bedingungen an», fügt er an und freut sich mit den Reisenden, dem Personal und der einheimischen Wirtschaft über das klare Ja.
Gross ist die Freude über das Ja auch bei FDP-Grossrat Markus Ith aus Murten, der mit seiner Motion die Gesetzesrevision in die Wege geleitet hat. Überrascht ist er von der klaren Zustimmung, denn erwartet hatte er einen Ja-Anteil von 55 Prozent. Nebst GAV, dem Ja der SP und der Anpassung an die Realität hat seiner Ansicht nach auch die bessere Kampagne der Befürworter zu diesem Ergebnis geführt.

Falsches Signal

Anders sieht es die ultralinke Bewegung für den Sozialismus, welche das Referendum gegen die Gesetzesrevision ergriffen hatte. Nach Ansicht von deren Mitglied Gewerkschafter Guy Zurkinden hat das Freiburger Volk ein schlechtes Gesetz angenommen und ein falsches Signal ausgesendet. Er sieht im Ja eine Etappe zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für das Verkaufspersonal, die sich auf andere Sektoren ausdehnen werde.

Die Tatsache, dass es der kleinen Bewegung gelungen ist, 37 Prozent der Stimmenden für das Nein zu gewinnen, wertet er jedoch als Erfolg. Er ist überzeugt, dass das Volk Nein gesagt hätte, wären auch die Gewerkschaften und die Linksparteien geschlossen hinter dem Referendum gestanden.

Kein Eigengoal

Guy Zurkinden wehrt sich gegen Vorwürfe, dass die Bewegung ein Eigengoal geschossen habe. Vielmehr seien es die Linksparteien und Gewerkschaften, die ihre Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmern nicht wahrnehmen und mit den Arbeitgebern gemeinsame Sache machen, die ein Eigentor schiessen. «Wir versuchen, Torhüter zu setzen, um Auswüchse zu verhindern», meint er.

Trend bekämpfen

Leben mit dem Ja kann CSP-Kantonalpräsident Philippe Wandeler, nachdem die CSP die Nein-Parole herausgegeben hatte. Mit dem GAV sei ein wichtiger Kompromiss geschlossen worden, welcher zur Entspannung beitrage. Nach seinen Worten darf mit dem Ja kein Trend zur Deregulierung der Öffnungszeiten entstehen. Er denkt dabei an die Grossverteiler. Das Ja dürfe sich auch nicht auf den Sonntagsverkauf und somit auf die Sonntagsarbeit auswirken.

Das Nein der CSP habe auch dem Verkauf von alkoholischen Getränken in den Shops und Kiosken gegolten, der nicht im Sinne der Verkehrssicherheit sei.

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