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Kleine Artisten vor dem grossen Auftritt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Helene Soltermann (Text) und Aldo Ellena (bilder)

«Ich wollte schon lange mal im Zirkus mithelfen», sagt der zehnjährige Lorin. Diese Woche kann er nicht nur im Zirkus mithelfen, sondern auch das Programm mitgestalten. Die Proben laufen auf Hochtouren: Das Zirkuszelt ist aufgestellt, darunter wird geübt, gemalt und gespielt.

Keulen und Pyramiden

Seit Montag tüfteln 13 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren an ihren Zirkusnummern. Der zehnjährige Tim versucht, auf einer umgekippten Tonne zu gehen, während sich diese unter ihm dreht. Dies sei nur ein Teil seiner Nummer, erklärt er. Er will nicht nur auf der Tonne balancieren, sondern gleichzeitig mit zwei Keulen jonglieren. Neben Tim malt ein Mädchen einem anderen eine Blume auf die Backe. Ob die Blume ihr Gesicht auch an der Vorstellung zieren wird, wissen sie noch nicht. «Wir probieren einfach mal aus und schauen, was uns am besten gefällt», erklären die beiden. In einer anderen Ecke zeigen die Kinder ihre waghalsigste Übung: Sechs von ihnen formieren sich zu einer Pyramide. Drei Kinder stehen am Boden, zwei steigen auf ihre Schultern und ein Kind klettert auf die beiden, um die Spitze zu bilden.

Hinter dem Zirkus steckt Cornelia Grossenbacher. Ihr Sohn habe sie auf die Idee gebracht, erzählt die Kunsttherapeutin. «Er wollte schon immer mal in einem Zirkus auftreten.» Zusammen mit zwei Fachpersonen und freiwilligen Helferinnen und Helfern lässt sie den Traum ihres Sohnes und auch den von anderen Kindern aus Wileroltigen wahr werden. Beim Projekt sind ihren Schützlingen fast keine Grenzen gesetzt: «Die Kinder machen alles selber», erklärt Grossenbacher. Die Einladungskarten und die Plakate sind selbst gemalt. Die Kinder bestimmen nicht nur, was sie vorführen werden, sondern auch, wie sie sich schminken und welche Kostüme sie tragen. Auch der Name des Zirkus – er heisst Fantastica – ist eine Idee der Kinder.

Proben statt baden

Geprobt wird von morgens um zehn bis nachmittags um fünf. Ein Projekt mitten in den Ferien – wollen die Kinder nicht lieber in die Badi? Einstimmig verneinen sie. «Wir vermissen die Badi ganz und gar nicht», sagt die zwölfjährige Sina. Überhaupt gehe die Zeit bei den Proben viel zu schnell vorbei. Abkühlen können sie sich auch auf dem Übungsgelände, erklären die Kinder, und zeigen auf den Rasensprenkler neben dem Zirkuszelt. Grossenbacher hat das Projekt absichtlich auf die Sommerferien gelegt. «Das Zirkusprojekt ist für Kinder gedacht, die nicht in die Ferien fahren.» Die Zeltmiete von 1500 Franken und den Lohn für die Helfer bezahlt sie mit Spenden.

Auch bei den Eltern kommt der Zirkus gut an. Die Mütter der kleinen Artisten sorgen für die Verpflegung. Sie bringen täglich Sandwiches, Kuchen und Glacé vorbei. Und über Mittag laden sie zum gemeinsamen Essen ein. Für ihren Einsatz werden die Eltern am Wochenende belohnt – dann nämlich gilt es ernst in der Manege des Zirkus Fantastica.

Hubel, Wileroltigen. Sa., 24 Juli, 17 Uhr und So., 25. Juli, 11 Uhr.

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