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Kleine Massnahmen, um den Verkehr zu verflüssigen, doch kein Schritt zurück

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Autor: Pascal Jäggi

Es stand schon vor der Einführung des Einbahnverkehrs in der Freiburger Bahnhofallee fest: Der Grossteil des Durchgangsverkehrs wird von der Tivoliallee über die Affrygasse in die Südallee (Avenue du Midi) fahren. Der Verkehrsdienst der Stadt (der übrigens neu Mobilitätsdienst heisst), hat seit dem 12. Juli diese Achse beobachtet und führt in den nächsten Tagen punktuelle Änderungen ein, wie Dienstchef Jean-Charles Bossens gestern an einer Pressekonferenz erklärte. «Uns war klar, dass es zu einer steigenden Überlastung kommen würde», meinte Bossens. Deshalb kommen vorerst folgende Massnahmen hinzu:

? Bei der Einfahrt von der Südallee in die Cardinal-Unterführung wird die Einspurstrecke auf 40 Meter verlängert, bis auf die Höhe der Vignettazstrasse. «Hier gibt es zum Teil einen Rückstau bis zur Richemond-Kreuzung, weil die Fahrzeuge, die ins Perolles wollen, denen, die geradeaus fahren wollen, im Weg stehen.»

? Richemond-Kreuzung: «Die Grünphase für den Verkehr von der Affrygasse in die Südallee wird verlängert, weil hier rasch ein Stau entsteht.»

? Europaallee: «Um die Auswahl der Spur zu beschleunigen, verlängern wir die Einspurstrecke vor dem Tivolikreisel auf rund 30 Meter.»

? Tivoliallee: «Wir nutzen die bisher freie Fläche in der Mitte der Strasse, um eine zweite Einspurstrecke einzuführen. Das erleichtert die Vorauswahl, um in die Europaallee beziehungsweise die Affrygasse zu fahren.» Die neue Spurauswahl beginnt nach dem Fussgängerstreifen oberhalb der Eisenbahnunterführung.

Laut Jean-Charles Bossens ist die Stadt auch in Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben TPF. «Unser Ziel ist, dass die Busse Richtung Sensebezirk nicht mehr beim Tivolikreisel den Busbahnhof verlassen, sondern am anderen Ende und über die Bahnhofallee fahren», hielt Bossens fest. Noch sei in diesem Punkt aber nichts entschieden.

In einer anderen Frage wird nichts geändert. «Der Übergang vor dem Fribourg Centre bleibt ohne Ampel», bekräftigte Gemeinderat Charles de Reyff. Die Auswertungen hätten kein überlanges Warten für Busse und Autos ergeben.

Hart in der Sache

Der Gemeinderat ist nicht gewillt, etwas an der neuen Verkehrsführung zu ändern, vor allem aus juristischen Gründen (siehe Kasten). Wenn schon, dann ginge es in die andere Richtung. «Der Ortsplan von 1991 sieht eine Fussgängerzone vom Bahnhof bis zum Klein-Sankt-Johann-Platz vor. Eine vollständige Sperrung der Bahnhofallee wäre also denkbar», meinte de Reyff. Syndic Pierre-Alain Clément fügte an: «Aber ganz sicher nicht vor der Eröffnung der Poyabrücke».

Jean-Charles Bossens lieferte die Gründe für die Einbahnstrasse: «Die Agglomeration ist gewachsen. In Granges-Paccot etwa kommen auf 1000 Einwohner 721 Autos.» Auf sieben Achsen fahren täglich 140 000 Autos durchs Zentrum. Freiburg mit einem Bevölkerungsrückgang um zehn Prozent seit 1980 und 403 Autos auf 1000 Einwohner trage die ganze Last der Entwicklung, so Bossens. Mit der «Umerziehung» der Pendler, dem Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr, soll die Entlastung kommen.

Die städtische CVP stellt sich hinter den Gemeinderat. In einem Communiqué bezeichnet sie es als populistisch, gegen die Einbahnstrasse zu agitieren. Die neuen Massnahmen seien allerdings nötig.

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