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Klimarat fordert mehr Engagement

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Der kürzlich publizierte fünfte Zwischenbericht des Weltklimarates (IPCC), eine Art Handlungsanleitung für Politiker und Wirtschaftsführer, sei eine einmalige Chance, sagt Andreas Fischlin, ETH-Ökologe, am Rande der Konferenz «IPCC Climate Change 2014» an der Uni Freiburg am Montagabend. Denn gegen tausend Forscher hätten Zehntausende von Resultaten berücksichtigt, ihre Erkenntnisse seien deshalb als gemeinsame Linie einer überwiegenden Mehrheit zu verstehen. «Das ist das gesamte Wissen aller betroffenen wissenschaftlichen Disziplinen zum Klimawandel.» Die Forscher wollen die Erkenntnisse nun an Konferenzen in der ganzen Welt der Öffentlichkeit näher bringen.

«Das Klima ändert sich, und es ändert sich wegen des Menschen», darüber herrsche weitgehend Einigkeit. Es brauche starke Klimaschutzmassnahmen, denn die möglichen Auswirkungen des Klimawandels seien verheerend, und niemand wolle sie. Neu sei jedoch die Erkenntnis, das jeder und jede etwas machen könne, dass es also nicht eine gemeinsame Aktion der Weltgemeinschaft brauche, um etwas in Bewegung zu setzen.

Klare Entscheidungsbasis

Organisiert hatte den Anlass das Klimaforum der Akademie der Naturwissenschaften. Dieser fordert einen umgehenden Ausstieg der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas. Dies als Teil einer nationalen Kampagne von Firmen und Forschern zugunsten einer konsequenten Klimapolitik. «Es ist wichtig, dass die Politiker Entscheidungsgrundlagen erhalten. Sonst werden sie Opfer von Gerüchten.» In vielen Ländern, so auch in der Schweiz, seien die Politiker zurückhaltend, sagen die beteiligten Forscher, wenn es um griffige Massnahmen gehe. Die Kritik gilt nicht zuletzt auch dem Bundesrat, der seine Verantwortung nicht wahrnehme.

Das aktuelle CO2-Gesetz sieht eine Reduktion von 20 Prozent bis 2020 vor, gemessen am Jahr 1990. Den Forschern geht es im Minimum um die Reduktion des CO2-Ausstosses bis 2020 um 40 und bis 2030 von 60 Prozent. Ohne radikale Massnahmen, so Fischlin, sei das Fernziel der Stabilisierung der Erderwärmung nicht zu erreichen. Für die Zukunft drohen laut IPCC weltweit höhere Kosten wegen des fortschreitenden Klimawandels.

Fischlin geht sogar weiter: «Ich sage es deutlich: Der Ausstoss von Treibhausgasen muss gegen null bis Mitte Jahrhundert gesenkt werden. Das ist möglich und bezahlbar, wie Studien zeigen.» Die Bedingung sei, dass man sich konsequent und geradlinig auf den Weg mache. «Wenn wir stetig, ohne auf Panik zu machen, Massnahmen umsetzen, erreichen wir das Ziel.» fca

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