Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kolly mit einem Satz von 6,68 m zu Gold

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kolly mit einem Satz von 6,68 m zu Gold

Paralympics in Athen – Der Taferser verbessert im Weitsprung seinen Europarekord

Der unterschenkelamputierte Urs Kolly (Tafers) hat an den Paralympics in Athen nach dem Sieg im Fünfkampf im Weitsprung seine zweite Goldmedaille gewonnen. Im letzten Durchgang verbesserte Kolly mit 6,68 m seinen eigenen Europarekord um zwei Zentimeter.

Von WERNER HOFSTETTER
aus ATHEN

Urs Kolly verteidigte seinen Titel von Atlanta 1996 und Sydney 2000 erfolgreich und in der Manier eines wirklichen Champions. Mit der Weite von 6,68 m verbesserte er seinen paralympischen Rekord von Sydney um 49 cm und seinen im Juli aufgestellten Europarekord um weitere 2 cm. Bereits im zweiten Versuch übernahm er das Zepter mit einem Sprung auf 6,28 m und steigerte sich dann kontinuierlich bis zum Rekordsprung im letzten Versuch. Nur gerade im fünften Versuch bekam Kolly Konkurrenz, als sein Freund und Mitstreiter Roberto la Barbera (ITA) mit 6,45 cm bis auf 2 cm bedrohlich nahe kam. Sofort konterte der Sensler jedoch und lieferte einen Sprung von 6,50 m ab.

Weltrekordhalter Shirley aus den USA (6,79 m) kam nicht auf Touren und konnte sich die Bronzemedaille erst im sechsten Anlauf mit einer Weite von 6,20 m sichern. Kolly war nach dem 5-Kampf-Sieg in bester Wettkampflaune. Er wirkte locker, gelöst und selbstsicher, suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum, das ihn dann auch lautstark unterstützte und auch entsprechend feierte. Sein persönliches Ziel für Athen war es, mindestens einen Podestplatz zu erkämpfen. Dass es nun zwei waren, und erst noch die oberste Stufe, mache ihn sehr glücklich.

Gute Leistung von Lukas Hendry und Martin Stirnemann über 400 m

Auch der zweite Einsatz an diesen Paralympics ist Lukas Hendry und Martin Stirnemann geglückt. In einer Zeit von 56,36 Sekunden, die nur zwei Zehntel über der persönlichen Bestleistung liegt, schied das Duo im Feld der elf Teilnehmer in den Vorläufen zwar aus. Dennoch waren die Athleten und Trainer Pauchard sehr zufrieden. Natürlich seien sie den Lauf etwas verhalten angegangen, und von der Zeit her wäre sicher etwas mehr drin gelegen. Was aber alle drei unterstrichen, war der technisch saubere Lauf, der bisher wirklich beste, der ihnen gelungen sei. Sie hätten den Rhythmus sofort gefunden und keine Rumpler auf der Stadionrunde zu beklagen. (Anm. der Redaktion: der blinde Athlet und sein sehender Begleiter sind mit einer kurzen Leine an der Hand miteinander verbunden). Hendry ist dann auch überzeugt, dass sie das Tempo mit zunehmender Erfahrung auch noch steigern können. Das wird auch nötig sein. Der Weltrekord wurde bereits im Vorlauf vom Angolaner Armando auf sagenhafte 50,03 Sekunden verbessert. Als Nachtrag zum Weitsprung vor einer Woche sei noch erwähnt, dass die Weite von 5,84 m neuer Schweizerrekord ist.
Suters Abonnement auf Platz 8

Als Siebte qualifizierte sich Schwimmerin Nathalie Suter für ihren dritten Final in Athen. Dafür bedurfte es einer neuen persönlichen Bestleistung von 37,01 Sekunden (-1,63). Im Final gelang der Taferserin keine Steigerung. Sie wurde in 37,18 zum dritten Mal Achte an den Paralympics. Suter zeigte sich sehr enttäuscht, wollte sie doch ihren siebten Rang verteidigen.

Ihre Teamkameradin Tamara Vaucher (St. Ursen) scheiterte im Vorlauf klar und musste mit einer enttäuschenden Zeit von 42,70 im 16er-Feld mit dem vorletzten Platz Vorlieb nehmen. Selber ist ihr diese schlechte Leistung auch nicht erklärbar. Bis zur halben Distanz war noch alles in Ordnung. Danach stimmten Frequenz und Krafteinsatz nicht mehr. Gerne wollte sie ihre Bestleistung verbessern sich der 40-Sekunden-Marke nähern. Schon am Samstag erlitt Vaucher eine herbe Enttäuschung und klassierte sich über 50 m Delfin in 49,45 auf dem 13. und letzten Platz. Allerdings konnte man die schlechte Zeit nachvollziehen, weil am Start ziemliche Hektik herrschte und Vaucher dann auf dem Startblock lange warten musste, bis das Rennen losging. Die Verkrampfung bedingt durch das schlechte Gleichgewicht kostete dann offensichtlich zu viel Substanz.
Ganz allgemein ist im Schwimmen eine schwindelerregende Entwicklung im Gange. In sämtlichen Disziplinen und Behinderungsklassen wurden weit über 100 Welt- und Paralympics-Rekorde gebrochen. Das Geschäft ist momentan so brutal geworden, dass man bei konstanter Leistung pro Jahr zwei bis drei Ränge in der Rankingliste verliert. wh

Meistgelesen

Mehr zum Thema