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Kommentar: Ein Koloss, der Angst einflösste

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So hatten sich dies die Befürworterinnen und Befürworter nicht vorgestellt: Sechs von neun Gemeinden wollen keine Grossfusion. Nur gerade Freiburg, Marly und Belfaux wollen sich zusammentun. Sie bringen es zusammen nicht einmal auf die 50 000 Einwohner, welche das Gesetz über die Förderung der Gemeindezusammenschlüsse vorsieht, damit von Grossfreiburg gesprochen werden kann.

Doch vielleicht ist es gerade die schiere Grösse, die das Problem dieser angedachten Fusion ist: Ein Perimeter mit neun Gemeinden war zu gross. Alle können sich vorstellen, wie es wäre, mit der Nachbargemeinde zu fusionieren. Doch zu neunt? Das übersteigt das Vorstellungsvermögen. Zu viele Unbekannte spielen hinein.

Bei einer Fusion entscheidet auch das Bauchgefühl mit. Je unkonkreter das Projekt ist – je weniger die Leute sich vorstellen können, wie sich eine Grossgemeinde präsentieren wird –, umso schwieriger ist es, sie dafür zu begeistern. Und umso einfacher ist es, mit dem Abwehrreflex gegen die ungeliebte Stadt Freiburg und der Angst vor einem Koloss Stimmung gegen die Fusion zu machen.

Letztlich ist die Idee des «starken Kantonszentrums» bis heute nicht mit Bildern und konkreten Projekten gefüllt worden. Nach wie vor ist «das starke Zentrum» eine Worthülse der Politikerinnen und Politiker. Und wer sich nicht vorstellen kann, was nach einem Wechsel kommt und was er einem persönlich bringt, stimmt nicht dafür. Erst recht nicht, wenn ein Koloss entstehen könnte, in dem man sich nicht mehr zu Hause fühlt.

Kommentar (1)

  • 26.09.2021-Schütz Christoph

    Es wäre ein Zeichen des Anstands und einem Neuanfang förderlich, wenn Freiburgs Syndic Thierry Steiert nach dieser Klatsche des Stimmvolks nun den Hut nehmen würde, anstatt sich noch weitere viereinhalb Jahre durch den Rest seiner Amtszeit durchzuquälen.

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