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Konflikt schwelt weiter

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Konflikt schwelt weiter

Schwierige Situation in Pfarrei Schmitten

Der Konflikt in der Pfarrei Schmitten ist noch nicht beigelegt. An der Pfarreiversammlung vom Mittwoch wurden aber auch Stimmen laut, die wünschten, die Vergangenheit ruhen zu lassen und an die Zukunft der Pfarrei zu denken.

Von IMELDA RUFFIEUX

Die Situation in der Pfarrei Schmitten erregt immer noch die Gemüter. Beide Konfliktseiten sind unzufrieden mit der Situation, Vorwürfe, gegenseitige Schuldzuweisungen und offene Fragen stehen noch im Raum. Das zeigte sich auch an der Pfarreiversammlung vom Mittwoch, an der 115 Pfarreibürgerinnen und -bürger teilnahmen.

Pfarrer Francis Ducrey nahm eingangs Stellung zu seinem Rücktritt und zur Verlautbarung, welche die Bistumsbehörden Anfang der Woche veröffentlichten (FN vom 25. April). Die falschen Gerüchte hätten ihm weh getan und für viele sei seine Demission unerklärlich, erklärte er. Der Streit lasse sich nicht auf die umstrittene Anstellung einer Jugendseelsorgerin reduzieren. Der wirkliche Grund liege vielmehr in der schwerwiegenden Krise zwischen ihm und dem Pfarreirat. «Ich wäre gerne geblieben, aber ich schaffe es nicht mehr.»

Demissionen aus Pfarreidiensten

In der am Schluss der Versammlung wieder entbrannten Diskussion wurde dem Pfarreirat u.a. vorgeworfen, nicht demokratisch die Mehrheit der Bürger vertreten und sich für die Seelsorge zu wenig eingesetzt zu haben. Dabei kamen auch die anderen Demissionen aus Pfarreidiensten (Lektoren, Mitarbeit für Vorbereitung Kommunion, Familiengottesdienste usw.), die mit dem Rücktritt von Pfarrer Ducrey einhergingen, zur Sprache.

Eine Stimmbürgerin rief dazu auf, in die Zukunft zu blicken und mit den Leuten weiterzufahren, die noch Kraft und Motivation haben, sich für die Pfarrei zu engagieren.
In diesem Sinne äusserte sich auch Rosmarie Bürgy, die vor kurzem bekannt gegeben hatte, dass sie als Pastoralassistentin in Schmitten zurücktritt. Sie gab aber persönliche Gründe für ihren Entscheid an. Sehr zu denken gaben ihr die anderen Demissionen, die sie sehr bedauerte: «Es ist schade, denn gerade jetzt braucht es gute Leute für den Neuanfang.» Den Dienst in der Pfarrei tue man für die Pfarrgemeinschaft, nicht für den Pfarreirat, den Seelsorgerat oder den Pfarrer, betonte sie. Es gehe jetzt nicht darum, Sündenböcke zu suchen; für einen Streit brauche es zwei Parteien. Sie erklärte sich bereit, ihre Aufgabe in Schmitten solange wahrzunehmen, bis die Seelsorge wieder funktioniere, denn sie wolle kein Vakuum hinterlassen, erklärte Rosmarie Bürgy.

Kritik am Protokoll

Neben Änderungsanträgen zur Traktandenliste verlangten mehrere Bürgerinnen und Bürger Korrekturen am Protokoll der letzten Versammlung. Kritisiert wurde u.a. ebenfalls, dass das Protokoll zwar eingesehen werden konnte, aber niemand Notizen machen durfte. Mit 51 zu 39 Stimmen wurde die Pfarreirat-Version angenommen.

Die Pfarreiversammlung hat zudem folgende Sachgeschäfte behandelt:

l Die Rechnung 2004 wurde mit grossem Mehr gutgeheissen. Sie schliesst bei einem Aufwand und einem Ertrag von rund 977 000 Franken ausgeglichen, wobei rund 50 600 Franken in den Liegenschafts-Fonds überwiesen wurden.
l Der Voranschlag 2005 für die laufende Rechnung wurde genehmigt; er schliesst bei einem Aufwand von rund 867 800 Franken und einem Ertrag von rund 836 600 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 31 200 Franken. Auch der Investitionsvoranschlag 2005 wurde gutgeheissen.
l Die Versammlung genehmigte einen Kredit von 56 000 Franken für die Sanierung des Glockenstuhls.
l Mit 48 zu 50 Stimmen lehnten die Stimmbürger eine Kompetenz an den Pfarreirat ab, selber einen Standort für die Kreuzigungsgruppe zu suchen. Der beantragte Kredit von 6000 Franken war für die Restaurierung der Holzstatuen samt Dach, Wetterschutz und Beleuchtung gedacht. Der Pfarreirat wird nochmals mit der Stiftung St. Wolfgang Kontakt aufnehmen, um die Reliquie beim Pflegeheim aufzustellen oder es wird ein neuer Standort gesucht.
l Die Versammlung stimmte zu, zwei Eigentümern einen Anteil von je 4000 Franken für die Erstellung der Zufahrtsstrasse zum pfarreieigenen Bürgyhaus zu bezahlen.
l Mit 38 zu 37 Stimmen lehnten die Stimmbürger den Vorschlag des Pfarreirates ab, zusätzlich entstandene Erschliessungskosten beim Land Bürgyhaus dem Käufer der Parzelle zu übertragen.
l Als Nachfolger für die aus der Finanzkommission scheidenden Peter Boschung und Barbara Schaller-Piller wurden Peter Poffet und Robert Schwaller gewählt.
l Der Pfarreirat nahm einen Antrag entgegen, die Heizung bei der Berg-Kapelle auf eine energiesparende Lösung hin zu prüfen.

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