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Konkrete Ideen aus der Bevölkerung gefragt

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Konkrete Ideen aus der Bevölkerung gefragt

Vorschläge für eine nachhaltige Entwicklung des Sensebezirks bis zum 27. Februar 2004

Die Vorschläge der 19 Arbeitsblätter vom Herbst 2000 sind entweder realisiert oder in Bearbeitung. Hatte die Region Sense beim letzten Mal die Ideen in Arbeitsgruppen entwickelt, will der Gemeindeverband diesmal mit einer breit abgestützten Kampagne die Ideen der Bevölkerung sammeln.

Von IMELDA RUFFIEUX

Wie viele Aktionsblätter sich aus der neuen Ideensammlung ergeben werden, ist noch unklar. «Es ist eine Möglichkeit für die Bevölkerung, sich zu bestimmten Themen zu äussern», sagte Marcel Portmann, Sekretär der Region Sense, an der gestrigen Medienorientierung. Die Leute könnten Ideen einbringen, von denen es sonst immer nur heisse. «Es wäre schön, wenn es das gäbe». Gefragt seien konkrete Vorschläge, wie sich der Sensebezirk in den nächsten Jahren entwickeln soll, ergänzte Marius Zosso, Oberamtmann und Präsident der Region Sense.

Keine Einzelwünsche

Dass es dabei um das Wohl des Bezirks geht, versteht sich von selbst. «Wir möchten keine falschen Hoffnungen wecken; die Erfüllung von Einzelwünschen ist natürlich nicht möglich», führte Marius Zosso aus. Es gebe auch keine Garantie für eine Umsetzung; man schaffe Themenschwerpunkte und prüfe die Möglichkeiten einer Realisierung.

«Der Vorschlag muss nicht immer eine konkrete Massnahme beinhalten, möglich ist auch zum Beispiel der Anstoss, bei einer Idee die finanziellen Konsequenzen oder die Machbarkeit zu prüfen», ergänzte Marcel Portmann. Um die Aktion möglichst breit zu streuen, hat der Gemeindeverband bereits Gemeinden, Parteien, Verbände und Vereine angeschrieben. Daneben ist aber auch jede einzelne Bürgerin und jeder Bürger aufgerufen, Ideen zu entwickeln und einzusenden. Die Vorschläge können noch bis zum 27. Februar 2004 bei der Region Sense eingereicht werden.
Vorgesehen ist, dass die Vorschläge nach ihrer Bereinigung Mitte März vom Vorstand der Region Sense und Anfang Mai 2004 von der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes genehmigt werden. Die Koordination obliegt dem Sekretariat der Region Sense. Das ganze Verfahren soll keine zusätzlichen Kosten mit sich bringen.

Ein Blick zurück

Bei den 19 Aktionsblättern, die vor rund drei Jahren erarbeitet wurden, hatte man noch ein anderes Vorgehen gewählt. Damals hatte die Region Sense zu einem Informationsanlass eingeladen. Daraus sind Arbeitsgruppen mit mehreren Themenschwerpunkten gebildet worden. Dabei ging es um die Bereiche Wirtschaft, Tourismus, Soziales/Kultur/Bildung, Organisation und Struktur sowie Raum und Umwelt.

Die meisten dieser Aktionsblätter sind in der Zwischenzeit umgesetzt oder zumindest angepackt worden. So wurde beispielsweise die Schaffung der regionalen Arbeitszone Birch in Düdingen vorangetrieben und ein Prospekt über den Wirtschaftsstandort Sense ausgearbeitet. Durch einen neuen Verein sind Beschäftigungsangebote für Ausgesteuerte geschaffen worden. Im November 2002 wurde ein regionaler Online-Kulturanzeiger aufgeschaltet und auch das Vernetzungsprojekt für Natur und Landschaft stiess bei vielen Landwirten auf grosses Interesse.

Weitere Vorschläge betrafen die Stärkung des Tourismusstandortes Schwarzsee, die Bildung einer ständigen Wirtschaftskommission, die grosse Abfall-Sammelaktion («Frühlingsputzeta») sowie das Rechenzentrum für Deutschfreiburger Gemeinden, das im Oktober 2003 in Betrieb genommen werden konnte.

Die Themenbearbeitung in den Arbeitsgruppen habe beim letzten Mal sehr gut funktioniert, erklärte Oberamtmann Marius Zosso. «Allerdings war das Ganze auch mit einem sehr grossen zeitlichen Aufwand verbunden.»
Gesamtlösung für alle Gemeinden

Das Projekt «Arbeitsplatzsicherheit» ist ein gutes Beispiel dafür, wie der Gemeindeverband der Region Sense immer mehr zur Schnittstelle für gemeinsam zu lösende Aufgaben wird.

Das eidgenössische Unfallversicherungsgesetz und das Arbeitsgesetz verpflichten die Gemeinden mit mehr als fünf Beschäftigten, alle erforderlichen Massnahmen für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten bei der Arbeit zu treffen. Ziel ist es, Arbeitsunfälle zu verhüten und die Mitarbeiter in den Prozess mit einzubeziehen. Jede Gemeinde war als Arbeitgeber deshalb aufgefordert, gezielt und systematisch alle Arbeitsplätze auf ihr Gefahrenpotenzial hin zu überprüfen.

Statt dass sich nun jede der 19 Sensler Gemeinden mit insgesamt rund 200 Mitarbeitern einzeln an die Umsetzung dieser Vorschriften machte, wurde es zu einem Projekt der Region Sense. Dadurch konnte eine einfache, vollständige und kostengünstige Lösung für die gesetzlichen Auflagen gefunden werden.

Der Gemeindeverband schaltete einen Sicherheitsfachmann ein, der im Verlauf des letzten Jahres in jede einzelne Gemeinde ging und dort Schulen, Verwaltungen, Turnhallen, Werkhöfe, Amtshäuser und andere Arbeitsplätze untersuchte, die Gefahren ermittelte, das Risiko beurteilte und einen Massnahmenplan entwarf. Zur Beratung, die für jede Gemeinde auf einer CD-Rom festgehalten wurde, gehören auch diverse Betriebsanweisungen und Check-
listen zur Umsetzung der Massnahmen.

Angelo Lauper, Sicherheitsverantwortlicher der Gemeinde Tafers, hat an der gestrigen Medienorientierung über die Erfahrungen in seiner Gemeinde mit elf Angestellten berichtet. Gravierende Sicherheitsrisiken seien in Tafers nicht festgestellt worden, wohl aber einige kleinere Mängel wie die Beschriftung von Feuerlöschern, Anweisungen für den Umgang mit Gefahrengut, zu tiefe Geländer, Unterhalt von Lüftungsanlagen usw. Die Gemeinde hat für deren Behebung einen Betrag von rund 15 000 Franken ins Budget genommen. im

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