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Konkursaufschub für Forum Freiburg

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Wenn der Staatsrat nicht eine Million Franken einschiesse, seien die Tage des Forums Freiburg gezählt: So tönte es Mitte Juli, als die Expo Centre AG, die Betreiberin der Messehalle in Granges-Paccot, ihre Situation vor den Medien präsentierte. Nachdem der Betrieb schon länger geharzt hatte und wichtige Kunden abgesprungen waren, brachte der Corona-Lockdown mit der Absage aller Veranstaltungen das Forum endgültig an den Rand des Abgrunds. Schon damals stellte der Staatsrat einen Beitrag in der Höhe von 500 000 Franken im Rahmen der Corona-Hilfe in Aussicht. Das sei nicht genug, hiess es vonseiten der Expo Centre AG, und bis der Grosse Rat im Herbst über den Betrag entscheide, sei es zu spät, um das Forum zu retten (die FN berichteten).

Vier Monate Frist

Diese Woche hat der Staatsrat seinen Wiederankurbelungsplan im Detail vorgestellt. Darin enthalten sind auch 800 000 Franken für die Messezentren: 500 000 Franken für das Forum Freiburg und 300 000 Franken für den Espace Gruyère. Mit der halben Million kann die Expo Centre AG inzwischen leben: Sie hat im August zwar beim Bezirksgericht Insolvenz angemeldet, gleichzeitig aber einen Konkursaufschub beantragt. Diesen Aufschub hat das Gericht jetzt bewilligt, wie die Expo Centre AG gestern mitteilte. Die Frist von vier Monaten ermögliche es der Gesellschaft, verschiedene Massnahmen umzusetzen und das Forum wieder auf Kurs zu bringen.

Der Konkursaufschub sei eine gute Nachricht, sagte André Ackermann, Präsident der Expo Centre AG, gegenüber den FN. Die 500 000 Franken des Kantons dürften reichen, um das für 2020 angenommene Defizit auszugleichen. Voraussetzung ist, dass der Grosse Rat im Oktober Ja zum Wiederankurbelungsplan sagt. «Ohne dieses Geld wäre es aus gewesen», sagt Ackermann. Doch was hat sich jetzt seit Mitte Juli verändert? Er sei wesentlich optimistischer, was das nächste Jahr angehe, so Ackermann. Es habe zuletzt sehr viele Mietanfragen gegeben. Zwar sei noch kaum etwas fest gebucht, aber die Vorreservationen beliefen sich auf gegen zwei Millionen Franken. «Damit könnten wir unser Geschäftsziel erreichen.» Die vorliegenden Anfragen liegen laut Ackermann weit über den Zahlen der Vorjahre. Das zeige, dass es immer noch einen Bedarf nach einer Struktur wie dem Forum Freiburg gebe und dass die Leute zur Normalität zurückkehren wollten. Alles hänge nun davon ab, wie sich die gesundheitliche Lage weiterentwickle. Sollte es noch einmal zu einer Absagewelle kommen, dürfte es schwierig werden.

«Jetzt muss etwas gehen»

Ungelöst bleiben derweil die strukturellen Probleme, mit denen das Forum Freiburg seit Jahren kämpft: Der Expo Centre AG als Betreiberin steht die Agy Expo AG als Eigentümerin gegenüber. Hauptaktionär der Agy Expo AG ist der Staat Freiburg. Die Expo Centre AG drängt schon lange auf eine Fusion der beiden Gesellschaften; der Staatsrat will das nicht. Uneinigkeit herrscht auch über die künftige Nutzung des Forums. André Ackermann hofft, dass nun Bewegung in die Sache kommt: «Die Pandemie hat uns zwar sehr geschadet, aber sie hat auch dazu geführt, dass allen klar geworden ist, dass jetzt etwas gehen muss. Wir haben keine Wahl mehr, sonst ist es zu spät.»

Es habe zuletzt konstruktive Gespräche mit dem Kanton gegeben. Zwar wünsche sich die Expo Centre AG immer noch eine Fusion, doch wenn dies nicht möglich sei, gebe es auch andere Lösungsansätze. Ackermann denkt dabei etwa an eine bessere Zusammenarbeit und allenfalls auch an eine neue Zusammensetzung der beiden Verwaltungsräte.

Fusion ist ausgeschlossen

Auch der Kanton begrüsst den Konkursaufschub. «Die Richter haben gesehen, dass es für 2021 eine echte Perspektive gibt», sagte Christophe Aegerter, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion, auf Anfrage. Zu dieser Perspektive habe der Kanton mit den 500 000 Franken entscheidend beigetragen. Das Forum zu erhalten, sei dem Kanton wichtig, doch eine Fusion komme nicht infrage, so Aegerter, der auch Verwaltungsratspräsident der Agy Expo AG ist. «Der Kanton kann und will nicht als Betreiber auftreten.»

Doch auch dem Kanton sei daran gelegen, eine Lösung zu finden. Aegerter erinnert an die Umfrage zur Zukunft des Forums, welche die Volkswirtschaftsdirektion diesen Sommer bei Wirtschaftsvertretern durchgeführt hat. Die Auswertung der Umfrage laufe noch, und die Resultate würden in die Zukunftsplanung ein­fliessen.

«Ohne dieses Geld wäre es aus gewesen.»

André Ackermann

Präsident Expo Centre AG

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