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Können wir Schweizer noch differenzieren?

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Ablehnung des Einbürgerungsgesuches der Familie Islami inAlterswil hat mich zunächst einmal enttäuscht.Das Mitverfolgen der Diskussion beim Zischtigs-Club hat mich jetzt aber dazu bewogen, meine Enttäuschung nicht mehr für mich alleine zu behalten.

Dieser Gemeindeversammlungsentscheid kann doch niemals als Auftrag des Volkes betrachtet werden. Wenn doppelt so viele Bürger an der Versammlung teilnehmen als sonst und schon im Vorfeld Informationen über die Möglichkeiten einer geheimen Abstimmung eingeholt werden, dürfte ja wohl klar sein, dass dieses Ergebnis manipuliert worden ist.
Ich weiss, dass es Leute aus Ex-Jugoslawien gibt, die kriminell sind. Es gibt auch welche, die unser Sozialsystem ausnützen. Diese Sachen machen verständlicherweise Angst. Im Umgang damit sind sicher noch verbesserte Massnahmen nötig und Ausweisungen zumTeil unumgänglich.An diesem Punkt müssen wir ein Zeichen setzen, doch nicht in einem einzelnen sorgfältig vorbereiteten Einbürgerungsverfahren gegen unbescholtene Mitbewohner.
Mit der Einbürgerung von Menschen, die sich gut integriert haben, könnten wir sogar ein positives Signal setzen, indem wir zeigen, dass es möglich ist, wenn man sich entsprechend verhält. Leider wird aber auf dieser Welt oft nicht der einzelne Mensch wahrgenommen. Gruppenverachtungen gibt es schon lange und neue können immer wieder entstehen. Juden = Brunnenvergifter, Frauen = minder intelligent, Lehrer = Kinderschänder, Sensebezirk = rassistisch? (La Liberté vom 22.2.). Wollen wir das?
Wenn Schweizer sein bedeutet: in Kategorien zu denken und nicht mehr zu differenzieren, wer möchte da noch Schweizer sein?

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