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«Konnte das Team ja nicht im Stich lassen»

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Autor: Matthias Fasel

Das Schweizer Davis-Cup-Team hat letztmals 2004 mit einem Sieg in Rumänien die erste Runde in der Weltgruppe überstanden. 2005 begann mit einer 2:3-Niederlage gegen Holland eine bis heute andauernde Negativserie. Damaliger Austragungsort? Forum Freiburg… «Wir hoffen natürlich, dass wir diese Serie nun an gleicher Stelle beenden können», sagte Ersatzspieler Marco Chiudinelli gestern am Rande der Pressekonferenz.

«Konnte das Team ja nicht im Stich lassen»

Der Unterschied zu all den verlorenen Partien ist, dass erstmals seit 2004 wieder Roger Federer in einer Erstrunden-Partie dabei ist. Nach dem Abstieg aus der Weltgruppe 2010 hatte er letztes Jahr der Schweiz mit zwei Einsätzen in Bern und Australien bereits zum Wiederaufstieg verholfen. «Es ist alles eine Frage der Planung und der Prioritäten. Ich habe letzten September kurz nach den US Open die Aufstiegspartie in Australien bestritten. Ich musste damals sofort von New York nach Sydney, es war eine Riesenweg. Deshalb war für mich klar, dass ich nun auch die erste Runde spielen will. Ich konnte das Team ja nicht im Stich lassen», begründete Federer gestern seinen Entscheid.

Kein gewöhnlicher Sandplatz

«Ich spiele sehr gerne Davis Cup. Leider konnte ich in den letzten Jahren nicht immer antreten, weil ich andere Prioritäten hatte, wie die Grand-Slam-Turniere oder die Nummer eins der Weltrangliste zu sein», so Federer, der dennoch seit seinem Debüt 1999 bereits 36 Einzel im Davis Cup bestritten hat. Die letzten 15 davon hat er allesamt gewonnen.

Dass der Team-Wettkampf für Federer in diesem Jahr wichtig ist, zeigt nicht bloss die Tatsache, dass er bereits in der ersten Runde antritt, obwohl das Tennisjahr 2012 mit den Olympischen Spielen noch vollgepackter ist als ohnehin schon (Novak Djokovic, Rafael Nadal und Andy Murray verzichten deshalb diese Woche beispielsweise allesamt auf den Davis Cup), sondern auch, dass er mitten in der Hartplatzsaison im Forum Freiburg auf Sand trainiert und spielt.

«In einer Halle auf Sand spielt man eigentlich nur im Davis Cup. Die Umstellung wird deshalb eine besondere Herausforderung. Aber ich bin sicher, dass wir mit Sand den richtigen Belag für das Spiel gegen die aufschlagsstarken Amerikaner gewählt haben.» Auch wenn der Belag nicht mit üblichen Outdoor-Sandplätzen zu vergleichen sei. «Weil der Court in einer Halle ist, haben wir das nicht ganz fertiggebracht. Zudem liegt Freiburg auf über 600 Metern über Meer. Da spürt man schon, dass die Bälle relativ schnell fliegen und hoch abspringen.»

Die Form stimmt

Trotzdem sieht er die Schweiz in der Favoritenrolle, nicht zuletzt wegen des Heimvorteils. «Ich habe vom Forum Freiburg nur Gutes gehört und bin überzeugt, dass eine tolle Stimmung herrschen wird. Es ist kalt draussen, deshalb wollen wir, dass uns in der Halle warm wird. Man hofft bei Davis-Cup-Partien, dass sich die Zuschauer gehen lassen, laut sind und uns damit zum Sieg tragen.» Er fühle sich mental und physisch bereit, seinen Teil zum Sieg beizutragen, so Federer. «Ich hoffe, dass alle anderen auch fit sind. Es kann nicht immer nur an mir sein zu gewinnen.»

Das sieht auch die Nummer zwei, Stanislas Wawrinka, so. Er fühlt sich trotz des enttäuschenden Drittrunden-Out vor drei Wochen bei den Australian Open ebenfalls bereit, Verantwortung zu übernehmen. Die in Melbourne aufgetretenen Schulterprobleme habe er jedenfalls überwunden.

Karten und Playstation

Die Stadt Freiburg ist für Federer übrigens eine Unbekannte. «Ich bin noch nie gross in Freiburg gewesen und freue mich, die Stadt in den nächsten Tagen kennenzulernen», so Federer anständig. Allzu viel werden die Spieler von Freiburg allerdings kaum zu sehen bekommen. Einquartiert sind sie in einem Fünfstern-Hotel in Montreux. Und dort, sowie auch in der Players Lounge im Forum Freiburg, wissen sich die Spieler durchaus zu beschäftigen, wie Chiudinelli schmunzelnd verrät. «Wir spielen oft Karten oder auch auf der Playstation. Was Männer halt so machen, wenn sie unter sich sind.» Und auch den traditionellen Teamausflug hat die Mannschaft bereits hinter sich. Ohne den erst am Montag zur Mannschaft gestossenen Federer sah sich das Schweizer Davis-Cup-Team letzten Samstag ein Eishockey-Spiel an. Allerdings nicht etwa das Romand-Derby zwischen Gottéron und Servette, sondern die Partie SC Bern gegen den EHC Biel…

Davis Cup: Öffentliches Training heute

Heute absolvieren sowohl das Schweizer Davis-Cup-Team als auch die amerikanischen Gäste im Forum Freiburg ein öffentliches Training. Von 13 bis 16 Uhr stehen Roger Federer, Stanislas Wawrinka und Co. auf dem Court. Von 16 bis 17 Uhr kann das Publikum schliesslich auch noch der Mannschaft um John Isner und Mardy Fish beim Trainieren zuschauen. fm

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