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Konstanten und Überraschungen

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Konstanten und Überraschungen

Der Espace Jean Tinguely zeigt das grafische Werk von Niki de Saint Phalle

Im Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle in Freiburg beginnt heute Abend eine Ausstellung über das grafische Schaffen von Niki de Saint Phalle. Es werden über 50 Werke aus 30 Jahren gezeigt.

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Vor allem mit ihren voluminösen, farbenprächtigen Frauenfiguren, den Nanas, hat es die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle zu internationaler Bekanntheit gebracht. Der Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle in Freiburg widmet sich nun in einer neuen Temporärausstellung einer anderen Seite von Nikis Schaffen: ihrem grafischen Werk. Auch darin spielen die Nanas eine Rolle, ebenso wie Frauenbilder und Frauenrollen, mit denen sich die Künstlerin immer wieder beschäftigte.

Kontinuität in Saint Phalles Schaffen selten so zu sehen

Solche Konstanten macht die Ausstellung, die Werke von 1968 bis 2000 umfasst, auf eindrückliche Weise deutlich. Fantastische Tiere, Tarotkarten oder autobiografische Elemente tauchen über die Jahrzehnte hinweg immer wieder auf. «Diese Kontinuität in Niki de Saint Phalles Schaffen war bisher selten so zu sehen», sagte Direktionsadjunktin Caroline Schuster Cordone am Montag vor den Medien.Die umfassende Ausstellung mit über 50 Werken ist einer Zusammenarbeit mit dem Berner Galeristen Eberhard Kornfeld zu verdanken, der eng mit der 2002 verstorbenen Künstlerin befreundet war und einen grossen Teil ihres grafischen Werkes herausgegeben hat.

Zerbrechlich und doch lebendig

Trotz aller Kontinuität hält die Ausstellung auch Überraschungen bereit. Zwar tragen sämtliche gezeigten Werke unverkennbar die Handschrift Niki de Saint Phalles. Wenig bekannt sind aber etwa die Grafiken, die in den letzten Lebensjahren der Künstlerin entstanden. Im Gegensatz zu dem, was man von Niki de Saint Phalle gewohnt ist, handelt es sich hier um kleinformatige Radierungen, die zart und fragil wirken. Die Künstlerin war damals schon von ihrer Lungenkrankheit gezeichnet, einer Folge der jahrelangen Arbeit mit Polyester. Die Bilder aus dieser Zeit scheinen von der Zerbrechlichkeit ihrer Schafferin zu erzählen und sind zugleich voller Schalk und Leben.

Werke, die in Kalifornien entstanden sind

Wie ein Gegenpol zu diesen Kleinformaten wirken die acht monumentalen Blätter des «Californian Diary», die auf der Galerie gezeigt werden. Dieses künstlerische «Tagebuch» entstand in den Jahren 1993/1994, als Niki sich im kalifornischen San Diego niederliess und ihre Erlebnisse, Eindrücke und Gedanken verarbeitete. So erzählt sie zum Beispiel von ihrer Beziehung zu Männern, von der Verlogenheit der Politik oder von einem Weihnachtsfest im Kreise der Familie. Ehrlich und authentisch, persönlich und intim lässt sie den Betrachter an ihrer Welt teilhaben, ohne dass dieser sich dabei als Voyeur fühlt.

Faszination Tarot

Ein weiterer grosser Ausstellungsteil befasst sich mit dem Thema Tarot, das Niki de Saint Phalle immer faszinierte. Gezeigt wird eine Reihe von farbigen Lithografien mit Collage-Elementen, die an den Tarotgarten in Caravicchio erinnern.Weitere Werke geben Einblicke in Nikis Leben, zum Beispiel «Papa, Daddy» aus dem Jahr 1970, in dem sie das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater thematisierte, oder die «Hommage an Jean» aus dem Jahr 1992, ein Werk, in dessen Mittelpunkt ihr Ehemann Jean Tinguely stand und das sie dem gemein- samen Freund und Weggefährten Rico Weber widmete. Ergänzt wird die Ausstellung durch einzelne Maquetten von Skulpturen der Künstlerin.Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle, Murtengasse 2, Freiburg. Vernissage: Di., 17. Oktober, 18.30 Uhr. Bis zum 4. Februar 2007. Öffnungszeiten: Mi. bis So. 11 bis 18 Uhr, Do. bis 20 Uhr. Internet: www.fr.ch/mahf.

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