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«Kontaktstelle Kinderbetreuung» wäre optimal

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Tageselternverein Sense wirbt für sich und seine Sache

Autor: Von Ruth Schmidhofer

Der Tageselternverein Sense hatte 1999 für 81 Kinder 26577 Stunden Betreuung organisiert. Im Vorjahr waren es 51 Kinder und 17741 Stunden. Diese Entwicklung ist der Beweis, dass die Dienstleistung einem echten Bedürfnis entgegenkommt. Doch erwachsen dem Verein aus dieser grossen Zunahme an Betreuungsverhältnissen auch etliche Probleme. Die Suche nach geeigneten Tagesmüttern gestaltet sich mitunter recht schwierig und der Verein muss sich nach einem Büro oder einer Bürogemeinschaft umsehen. Gabriela Waeber-Blanchard (Vermittlerin) und Markus Hirschi (Vorstandsmitglied) diskutierten mit den Freiburger Nachrichten über die Probleme des Vereins und die Zukunft der Kinderbetreuung.

«Wir wollen auf einen Notstand aufmerksam machen», erklären Gabriela Waeber-Blanchard und Markus Hirschi. In den letzten drei Jahren hat die Zahl der betreuten Kinder ständig zugenommen. Aber die Zahl der Tagesmütter ist nicht immer in demselben Masse mitgewachsen. Das Potenzial ist ausgeschöpft. In gewissen Gemeinden gebe es schon noch Tagesmütter, die auf Kinder warten. Aber es müssten eben immer alle oder doch möglichst viele Faktoren übereinstimmen.
Während sich im Sense-Oberland Tagesmütter und abgebende Eltern in etwa die Waage halten, gebe es in Flamatt und Bösingen beispielsweise schon einige Probleme. «Eigentlich kann man sagen, je städtischer, grösser eine Gemeinde ist, umso mehr Anfragen gelangen an den Tageselternverein», führt Markus Hirschi aus. Im Raum Flamatt seien derzeit die Möglichkeiten voll ausgeschöpft. 1999 wurden in Wünnewil-Flamatt mit 25 (9310 Stunden) die meisten Kinder betreut, gefolgt von Bösingen (14 Kinder, 4410 Stunden), Tafers (11 Kinder, 3686 Stunden) und Schmitten (10 Kinder, 3451 Stunden).
Die Vermittlerin hatte in den letzten Monaten vermehrt Anfragen für eine hundertprozentige oder mehrtägige Betreuung von Kleinkindern. 1998 betrug die durchschnittliche Betreuungszeit pro Kind 281 Stunden, 1999 waren es 295 Stunden, was die Beobachtung von Gabriela Waeber-Blanchard bestätigt.
«Besonders problematisch ist es, wenn Babys zu hundert Prozent platziert werden müssen. Da ist die Belastung für die Tagesmutter schon sehr gross. Wenn sie dann noch eigene Kinder hat, wird es schwierig. Die Lösungen, die ich mit den abgebenden Eltern und den Tageseltern finde, sind immer sehr individuell. Das ist ja der grosse Vorteil des
Tageselternvereins», führt sie weiter aus.

Verantwortungsvolle Betreuung
und Aufsicht

Oft gelangen Frauen und Eltern an den Tageselternverein, weil sie für die Betreuung ihrer Kinder verschiedene Varianten und Möglichkeiten ausprobiert hatten und es nicht geklappt hatte. «Dann besinnen sie sich auf die Vorteile der Vereinsstrukturen und suchen mit unserer Vermittlung einen Betreuungsplatz für die Kinder», erklärt Markus Hirschi.

Für den Tageselternverein Sense ist die Qualität der Betreuung ein wichtiges Kriterium. «Wir wenden die Vorgaben des Kantonalen Jugendamtes an. Es dürfen beispielsweise nicht mehr als drei Kinder imVorschulalter zu beaufsichtigen sein», führt Gabriela Waeber-Blanchard weiter aus. So können die Verantwortlichen und vor allem auch die abgebenden Eltern sicher sein, dass ihr Kind nicht «untergeht».

Krippen und Tageselternverein

In Schmitten, wo demnächst die Gründungsversammlung für die erste Kinderkrippe im Sensebezirk stattfindet, ist derzeit alles ruhig. «Ich glaube fast, die Leute warten ab, bis die Krippe offen ist, um dann zu entscheiden, wo sie ihr Kind unterbringen wollen», meint Gabriela Waeber-Blanchard. Ihr Kollege Markus Hirschi glaubt auch, dass sich viele Leute falsche Vorstellungen von den Tarifen in einer Krippe machen. «Das ist sicher nicht billiger als die Betreuung durch eine Tagesmutter.»

Und er betont weiter: «Der Verein ist grundsätzlich positiv gegenüber den Krippen eingestellt. Wir waren immer in Kontakt mit der Krippengruppe. Wichtig ist aber auch zu bemerken, dass es immer beides brauchen wird: Krippen und den Tageselternverein. Denn es kommt sehr auf das Wesen der Kinder an, wo sie sich wohl fühlen.»
Die beiden Vertreter des Tageselternvereins Sense haben im Gespräch mit den FN diesbezüglich die Vision einer «Kontaktstelle Kinderbetreuung» für den ganzen Sensebezirk entworfen. Dann hätten abgebende Eltern eine Anlaufstelle, wo die optimale, aufs Kind zugeschnittene, Betreuungsform gefunden wird.

Beruf: Tagesmutter

Die Vermittlerinnen des Tageselternvereins Sense, Christine Weibel und Gabriela Waeber-Blanchard, konnten bisher für jede Anfrage auch einen Betreuungsplatz finden. Es besteht also (noch) keine Warteliste. Doch gestaltet sich die Suche nach idealen Tagesmüttern immer schwieriger. Für die FN hat Gaby Waeber-Blanchard ein Berufsbild der Tagesmutter erstellt und die Vorteile dieser Art der Beschäftigung zusammengetragen.

Man kann die eigene Familie öffnen, die eigenen Kinder lernen teilen, lernen, sich abzugrenzen; es entstehen Beziehungen.
Die Frau hat einen Zuverdienst und kann sich trotzdem auch um ihre eigene Familie kümmern.
Weil die Kinder ins Haus gebracht werden, gibt es keine Arbeitswege, und die Frau kann auch ihre gewohnte Hausarbeit erledigen.
Flexibilität in der Zeit-, Tageseinteilung besteht auf beiden Seiten.
Erfahrungen der Frau werden als Tagesmutter anerkannt; sie hat (nach Absprache mit den abgebenden Eltern) auch eigene Kompetenzen.
Der Verein macht einen Arbeitsvertrag mit der Tagesmutter und stellt ein Arbeitszeugnis aus. Sie erhält Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall sowie AHV-Beiträge und hat vier Wochen Ferien.
Der Verein ist ein Puffer zwischen Abgebenden und Tageseltern, organisiert Kurse und Weiterbildung, bietet Möglichkeit für soziale Kontakte und gesellschaftliche Anlässe.

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