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«Kontrolle ist unangenehm, aber nötig»

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Autor: karin aebischer

Die bestellten Mengen Bier für die privaten Schulschlussfeste der Taferser und Plaffeier Schulabgänger haben in der vergangenen Woche viel zu reden gegeben. Nun sind die Feste in St. Silvester und Heitenried bereits Vergangenheit und die Bilanz fällt gemäss einer Mitteilung von Oberamtmann Nicolas Bürgisser positiv aus.

Er war am Donnerstagabend zusammen mit Walter Fasel, Präsident der OS Sense, in Heitenried vor Ort und stellte dort sehr befriedigt fest, dass sich die konsumierten Mengen Alkohol in einem vernünftigen Rahmen hielten. Die beiden Feiern wurden durch die Kantonspolizei kontrolliert und für korrekt befunden. «Es ist alles sehr gut verlaufen und ordentlich vonstattengegangen. Es gab keine Reklamationen», erklärte Dominik Jeckelmann, OS-Direktor von Plaffeien, gegenüber den FN.

Dass der Oberamtmann im Vorfeld der privaten Abschlussfeste interveniert und die Schüler zur Reduktion der Biermengen aufgefordert hatte, ist einigen Eltern sauer aufgestossen. Sie beklagten sich in Leserbriefen darüber, dass ihre Kinder nun frustriert seien und der Oberamtmann ein Communiqué für ein provisorisches Festverbot veröffentlicht habe, bevor er die Jugendlichen darüber informiert hätte (siehe FN vom 7. und 8. Juli).

Von den wirklichen Problemen ablenken

In einer Mitteilung hält Nicolas Bürgisser nun fest, dass die Schülervertreter sowie die Schuldirektion der OS Tafers im Vorfeld der Medienmitteilung auf dem Oberamt informiert worden seien. Gleichzeitig wurden bei dieser Sitzung auch die weiteren Schritte mit ihnen besprochen. «Die Vorwürfe der angeblichen Kommunikationsprobleme sind ein Ablenken von den Tatsachen und den grossen Mengen an bestelltem Alkohol», so der Oberamtmann.

Ohne Alkohol kein Spass

Die kantonale und eidgenössische Gesetzgebung verbietet die Abgabe von Alkohol an unter 16-Jährige. Nicolas Bürgisser macht in diesem Zusammenhang klar, dass die Unterschrift der Eltern, welche den 15-Jährigen erlauben sollte, Alkohol zu konsumieren, ungültig sei. Man könne ein verbindliches Gesetz nicht mit einer Unterschrift ausser Kraft setzen. «Wenn nun eine Mutter eines 15-jährigen Sohnes meint, dieser könne ein privates OS-Abschlussfest nicht glücklich geniessen, wenn er kein Bier trinken könne, so qualifiziert sich diese selber», betont er. Es sei bedenklich und zudem illegal, wenn ein 15-jähriges Kind ein Fest nur mit einer Portion Alkohol geniessen könne.

Regelmässige Kontrollen

In den vergangenen drei Jahren haben die Kantonspolizei und das Oberamt an allen grösseren Anlässen im Sensebezirk regelmässig kontrolliert, ob Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol konsumieren. «Diese Kontrollen sind für diejenigen, die sie durchführen, nicht sehr angenehm», sagt Bürgisser. «Wenn unsere Gesellschaft das Problem des zunehmenden Alkoholkonsums der Jugend aber einigermassen im Griff haben will, so sind solche Kontrollen nötig und werden auch künftig vonstattengehen», bekräftigt er weiter. Mit der bürgernahen Polizei stehe eine Instanz zur Verfügung, welche rasch und effizient reagieren könne.

Das Oberamt sowie die OS Sense wollen, dass die privaten OS-Abschlussfeste auch in Zukunft korrekt ablaufen. Die Schüler sollen das Ende der Schulzeit mit einem unvergesslichen Fest feiern können. «Gerne helfen die Behörden ihnen beim Organisieren dieses Anlasses», halten diese fest.

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