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Koordination der Tarifverbünde

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Koordination der Tarifverbünde

Staatsrat antwortet auf ein Postulat der Grossräte Nicolas Bürgisser und Heinz Etter

Der Staatsrat ist bereit, die Tarifzusammenarbeit mit den ausserkantonalen Agglomerationen fortzusetzen und zu verstärken. Die Tarif-vereinheitlichung trägt zur Steigerung der Attraktivität des öffent-
lichen Verkehrs bei.

Von ANTON JUNGO

«Der Kanton fördert die Einführung eines einfachen und attraktiven Tarifsystems besonders dort, wo sich mehrere Systeme überlappen und dadurch ein Hindernis für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln darstellen. Die Tarifzusammenarbeit mit den ausserkantonalen Agglomerationen muss fortgesetzt und verstärkt werden», zitiert der Staatsrat als Antwort auf ein Postulat der Grossräte Nicolas Bürgisser (CSP Giffers) und Heinz Etter (FDP Ried bei Kerzers) aus einem Grundsatzentscheid zum Entwurf des kantonalen Verkehrsplans. Dieser Entwurf ist zurzeit in der Vernehmlassung.

Die beiden Grossräte hatten ihr Postulat im vergangenen Herbst eingereicht. Sie verlangten darin vom Staatsrat, einen Beitritt zum Tarifverbund «Libero» des Berner S-Bahn-Netzes zu prüfen – wenn immer möglich kombiniert mit dem Verkehrsverbund der Agglomeration Freiburg (Cutaf).
Sie begründeten ihr Begehren damit, dass es sich bei «Libero» um das zweitgrösste S-Bahn-Netz der Schweiz handle und dieses auch den Kanton Freiburg betreffe. Bedienen doch die Strecken Bern-Freiburg, Bern-Neuenburg sowie Bern-Payerne neben der Stadt Freiburg auch den Broye-, See- und Sensebezirk. «Libero» mache vor allem im Grossraum Bern die Benützung des öffentlichen Verkehrs attraktiv und trage zur Verlagerung des Individualverkehrs auf den öffentlichen Verkehr bei.

«Der Tarif ist ein wichtiger Faktor für die gesamte Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Für die Verkehrsflüsse in den Agglomerationen erleichtert die Einführung eines Tarifverbunds den Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und beseitigt die Nachteile von überlappenden Tarifsystemen», betätigt auch der Staatsrat. Da die Anliegen der beiden Grossräte auch die Anliegen des geplanten kantonalen Verkehrsplans sind, beantragt der Staatsrat vom Kantonsparlament, das Postulat für erheblich zu erklären. Folgt der Grosse Rat dem Antrag, muss der Staatsrat innerhalb eines Jahres einen Bericht ausarbeiten.

Koordination erwünscht

Der Staatsrat weist darauf hin, dass das Amt für Verkehr und Energie zurzeit eine Arbeitsgruppe leitet, die beauftragt ist, die Einführung eines Tarifverbunds auf kantonaler Ebene zu prüfen. Noch im Verlauf dieses Jahres sollen die ersten Resultate dieser Studie dem Staatsrat vorgelegt werden. Das Amt nimmt aber auch an den Sitzungen von Arbeitsgruppen des Espace Mittelland teil, die den Auftrag haben, die Modalitäten von kombinierten Angeboten der verschiedenen Tarifverbünde zu definieren.

Die Beispiele Bösingen
und Kleinbösingen

Wie wichtig ein flächendeckender Tarifverbund wäre, zeigen die Beispiele Bösingen und Kleinbösingen. Als Randgemeinde des Kantons liegt Bösingen genau zwischen den beiden Verkehrsverbünden «Libero» (Agglomeration Bern) und «Cutaf» (Agglomeration Freiburg). Bösingen verzeichnet in beide Agglomerationen starke Pendlerströme. Während einigen Jahren zahlte die Gemeinde gemäss Auskunft von Gemeindeschreiber Beat Riedo einen Solidaritätsbeitrag an «Libero» (damals noch Bäre-Abi). Seit die Gemeinden aber Beiträge an den Kanton für den öffentlichen Verkehr entrichten müssen, stellte Bösingen die Zahlung des Solidaritätsbeitrags ein.

Damit Benützer des öffentlichen Verkehrs aus Bösingen von den beiden Tarifverbünden profitieren können, müssen sie – Richtung Bern – den Weg zum Bahnhof Laupen zu Fuss zurücklegen und dort das entsprechende Billett lösen.

Geradezu bizarr ist die Bewegung Richtung Freiburg. Die Bus-Strecke Bösingen-Düdingen wird durch die Post bedient. Profitieren von den Cutaf-Tarifen können die Bösinger aber erst ab Bundtels (Gemeinde Düdingen). Wenn tatsächlich jemand von der Tarifverbilligung profitieren will, muss er für die kurze Strecke Bösingen-Düdingen zwei Billette lösen.

Das Gleiche gilt im Übrigen für die Bewohner von Kleinbösingen. Um von den Cutaf-Tarifen profitieren zu können, müssen sie den Weg über die Schiffenenbrücke zu Fuss zurücklegen. Die Cutaf-Tarife gelten auch hier nur ab dem Gemeindegebiet von Düdingen.

Nochmals anders gestaltet sich die Situation für die Gemeinde Überstorf. Da die Post – um nach Albligen zu gelangen – durch das Gebiet der Gemeinde Überstorf fährt, gehört sie zum Perimetergebiet des Libero-Verbunds. Um nicht als Trittbrettfahrer zu erscheinen, zahlt Überstorf gemäss Gemeindeschreiber Hans Brülhart einen jährlichen Solidaritätsbeitrag von 6000 Franken an Libero. Andererseits subventioniert die Gemeinde Streckenabos Richtung Freiburg mit 15 Prozent.

Gespräche mit der Cutaf

Die Seebezirk-Gemeinde Kleinbösingen wie auch die Sensler Gemeinden Giffers und Tentlingen führten mit der Cutaf im Übrigen schon Gespräche über einen möglichen Beitritt. Kleinbösingen erhielt den Bescheid, dass es mindestens bis 2006 warten müsse, da zahlreiche andere Beitrittsgesuche vorlägen (vgl. FN vom 6. Dezember 2004).

Wie Rudolf Vonlanthen, Ammann von Giffers, gestern erklärte, fanden die Gespräche mit der Cutaf Ende 2004 statt. Unterdessen hätten die Gemeinderäte von der Cutaf die entsprechenden Unterlagen über Angebot, Bedingungen und Kosten im Falle eines Beitritts erhalten. Er führte aus, dass die beiden Gemeinderäte, nachdem sie die Situation gemeinsam besprochen hätten, einen Antrag an die jeweilige Gemeindeversammlung stellen werden. Er ist überzeugt, dass ein Entscheid noch im Verlaufe dieses Jahres fallen werde.
Fahrpläne nachbessern

Fahrplanwechsel vom 12. Dezember 2004: Was landesweit als der Beginn einer neuen Epoche für den öffentlichen Verkehr gepriesen wird, bedeutet für viele Pendler aus dem Sensebezirk Ärger.

Am Montagabend machten sich die Alterswiler an der Gemeindeversammlung Luft über die Verschlechterung im öffentlichen Verkehr. Mit dem Fahrplanwechsel war der Bus-Kurs 7.38 Uhr gestrichen worden, obwohl sich die Gemeinde und die OS-Tafers im Vorfeld des Fahrplanwechsels für dessen Beibehalt eingesetzt hatten. Der Bus brachte die Primarschüler von Wengliswil nach Alterswil, die OS-Schüler nach Tafers und die Pendler nach Freiburg. In der Folge wurden in Alterswil Unterschriften gegen die Streichung gesammelt. Der Gemeinderat suchte darauf mit den TPF und dem Amt für Verkehr das Gespräch. Es konnte in der Zwischenzeit eine Lösung gefunden werden, ohne dass die Gemeinde finanziell belastet wird. Allerdings mussten die Primarschulzeiten um zehn Minuten verschoben werden.

An der Gemeindeversammlung wurde auch angeregt, den gestrichenen Nachtbus am Wochenende wieder einzuführen. Heute fährt der letzte Bus in Freiburg bereits um 23.10 Uhr – zu früh für Jugendliche im Ausgang.

Schon kurz nach dem Fahrplanwechsel hatte sich in Bösingen eine Interessengruppe «Öffentlicher Verkehr» gebildet, die gegen die massiven Verschlechterungen des Bus-Angebots kämpft. Sie wird in ihren Anliegen sowohl von der Gemeindeversammlung wie auch vom Gemeinderat unterstützt (vgl. FN vom 16. Dezember).

Gemäss Auskunft von Nicolas Bürgisser haben sich zahlreiche unzufriedene Pendler aus verschiedenen Sensler Gemeinden mit ihren Klagen an ihn gewendet:

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