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Koreanisches Membership Training

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Aus der Ferne

 Das Frühlingssemester hat auch in Südkorea angefangen, und da die Mittsemester- und Abschlussprüfungen noch in weiter Ferne liegen, können Studenten momentan eine relativ stressfreie Zeit geniessen. Studentenclubs und -vereinigungen planen allerdings schon eifrig MTs. Diese sogenannten Membership Trainings gehören zur koreanischen Kultur und sind in allen Schichten anzutreffen, wobei universitäre MTs die Mehrheit ausmachen. Unternehmen, Organisationen, Vereine: Überall, wo Menschen regelmässig zusammen sind, trifft man sich meist zweimal jährlich für eine zweitägige Trainingssession. Was sich nach einem langweiligen Workshop anhört, ist nichts anderes als ein unterhaltsamer Wochenendausflug. Man verbringt die Zeit mit Spielen, Singen, Essen, Trinken und wenig bis gar keinem Schlaf. Vorzugsweise finden diese Trainings in ländlichen Gegenden statt. Unweit von Seoul und leicht mit der U-Bahn zu erreichen steht ein ganzes MT-Dorf mit Hütten, die eigens für solche Membership Trainings zu mieten sind. Schon an den U-Bahn-Haltestellen wird klar, wer auf dem Weg dorthin ist: Leute in Gruppen, die mit Essen und Getränken gefüllte Kartonboxen schleppen, sind die typischen MT-Gänger. Das Dorf ist in ein ruhiges Tal eingebettet und bietet nebst gemütlicher Campingatmosphäre auch einen Bach und Sportplätze. Abends wird gerne koreanisches Barbecue zubereitet. Dabei wird das gebratene Fleisch in kleine Stücke geschnitten und mit anderen Zutaten in Salatblätter eingewickelt. Vor den Hütten wird ein Lagerfeuer entzündet, und man macht Trinkspiele, von denen Koreaner eine Menge auf Lager haben. Getrunken wird dabei mit Vorliebe Soju, ein koreanischer Schnaps. Wer es doch mit Schlafen versuchen will, der schnappt sich eine Decke und ein Kissen und macht es sich auf dem geheizten Fussboden gemütlich.

MTs dienen dem Zweck, ein Gefühl von Zusammenhalt und Verbundenheit zu entwickeln. Dabei spielt das Trinken eine zentrale Rolle, denn in Südkorea gilt der gemeinsame Konsum von Alkohol als wichtiges Hilfsmittel, um Kameradschaft zu stärken. Aber obwohl die Koreaner ein trinkfestes Volk sind, kommt es während MTs immer wieder zu Ausschweifungen. Gerade Studenten übertreiben es gerne, und nicht wenige haben am nächsten Tag Lücken im Gedächtnis. Trotzdem, wer an einem MT teilnehmen kann, dem wird erlaubt, koreanische Kultur hautnah zu erleben. Ramona Walthertist 21 Jahre alt, wohnt in Rechthalten und verbringt ein Austauschjahr an der Korea University in Südkorea. Für die FN berichtet sie von ihren Erlebnissen und den Besonderheiten desLandes.

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