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Kraft reichte für 50 Minuten

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Kraft reichte für 50 Minuten

Kloten setzte sich gegen Gottéron im letzten Drittel durch

Kloten bleibt das schwarze Schaf für Gottéron in der NLA. Freiburg verlor auch gestern vor 4210 Zuschauern sein drittes Heimspiel in Folge gegen die Flieger 2:5. Die Entscheidung fiel im letzten Drittel. Auf das dritte Tor durch Key-player Camenzind hatten die Drachen keine Antwort mehr.

Von KURT MING

Im vierten Saisonspiel kassierte Freiburg gegen ein starkes Kloten gestern Abend im St. Leonhard seine erste Saisonheimniederlage. Bis ins letzte Drittel hinein durften die Einheimischen auf einen Punktegewinn hoffen, dann aber nutzte der Gast seine grösseren spielerischen Reserven zu den drei Siegestoren. Vorab in der Defensive hatte der Sieger an diesem Abend einmal mehr klare Vorteile. Freiburgs Abwehr konnte, als es um die Entscheidung ging, dem unheimlichen Druck der vier Klotenerblöcke nicht mehr standhalten. Vorab das Duo Marquis/Birbaum stand gegen die schnellen Zürcher des öfteren auf verlorenem Posten und musste auch das entscheidende dritte Tor auf seine Kappe nehmen. Aber Trainer Popichin stehen nach dem Ausfall von Lukas Gerber im Moment nur gerade fünf NLA-taugliche Verteidiger zur Verfügung, und da darf man eben längerfristig keine Wunder erwarten.

Ein Spiel mit Tempo und Taktik

Die Partien zwischen diesen beiden Rivalen gleichen sich seit Jahren praktisch wie ein Ei dem anderen, meistens mit dem gleichen Sieger. Warum denn eigentlich? Weil Freiburg immer wieder versucht, mit den Klotenern mitzuspielen, statt wie der SCB diesen Gegner mit knallharten Checks einzuschüchtern. Und wenn Plüss, Lindemann und Co. ihre Kurven drehen können, dann hat auf Schweizer Eis keine Mannschaft leichtes Spiel. Über die ganze Partie gesehen, konnten Freiburgs drei ersten Sturmreihen den Match in etwa offen halten, im vierten Angriff mit Topskorer Camenzind besass aber der Gast klar die schnittigere Waffe. Aber in Endeffekt entschieden die Zürcher den Match vor allem vor den beiden Toren. Die Abwehr des Jursinow-Teams war viel kompakter, und auch in der Chancenauswertung hatten Rintanen und Co. diesmal die Nase vorne. Freiburgs Söldner Rhodin und Karlberg schossen zwar wie der Finne Rintanen auch zwei Treffer, aber bei den Schweizer Stürmern hatten die Flyers die Nase vorne. Vorab das Duo Montandon/Howald hatte gegen den starken Ausländersturm der Zürcher 60 Minuten lang etliche Probleme.

Spannung bis 10 Minuten vor Schluss

Zu Beginn des letzten Drittels war im St. Leonhard beim Stande von 2:2 noch jeder Ausgang möglich. Dem objektiven Zuschauer war zu diesem Zeitpunkt klar, dass dem nächsten Tor in diesem hart umkämpften Match eine entscheidende Bedeutung zukommen würde. Während auf der einen Seite Schümperli und Schneider vor Stephan die Führung versiebten, nutzte Camenzind einen Stellungsfehler in der Drachenabwehr zum 3:2. «Danach verloren wir für einige Minuten den Kopf», sagte Popichin, und dies ist gegen ein Team wie Kloten tödlich. Martin Plüss, Klotens «Ausländer Nummer 4» und Rintanen sagten artig Danke schön und buchten zwei weitere Treffer. Für Captain Marquis war das Spiel viel schwieriger als jenes gegen den ZSC: «Die Klotener spielen viel direkter nach vorne und sind hinten besser organisiert. Wir hätten wohl nur eine Chance gehabt, wenn wir im letzten Drittel in Führung gegangen wären.» Aber objektiv gesehen hatten die Gäste eben im letzten Abschnitt klar mehr vom Spiel und gingen deshalb auch verdient als Sieger vom Eis.

Stimmen zum Spiel

Evgeny Popichin: «Zwei Drittel lang hat meine Mannschaft gut gespielt. Es ist natürlich für uns bitter, wegen ein paar Fehlern am Schluss eine solche Niederlage einzukassieren. Aber wir haben eine starke Moral und werden versuchen, morgen in Genf zu punkten. Bei uns spielten heute Abend einige angeschlagene Spieler (Bizzozero, Hentunen, Birbaum), und so war das Mannschaftsspiel nicht wie in Zürich. Aber Kloten ist eben ein starker Gegner.»

Martin Plüss: «Nach zwei Niederla-gen, wo wir gar nicht so schlecht gespielt haben, war es heute wichtig, wieder auf die Siegesstrasse zurückzukehren. In der zweiten Drittelspause hat uns unser Trainer gesagt, wir sollen konsequent nach vorne weiterspielen, dann würden die Tore sicher fallen. Und so war es denn auch. Für uns zählte heute eigentlich nur der Sieg, spielerisch können wir uns sicher noch steigern.»

Heute das Derby gegen Servette

Heute Abend bestreitet Gottéron in Genf gegen Servette das erste Westschweizer Derby. Wie Gottéron verlor auch Servette das gestrige Spiel in Bern und bleibt nach drei Spielen auf ihrem Heimsieg gegen Zug hocken. Besonders gespannt sind die Fans im Moment natürlich auf die Auftritte von NHL-Star Oleg Petrow. Für Philippe Marquis ist das Spiel in der Calvinstadt enorm wichtig: «Ein Wochenende ohne Punkte wirft dich sportlich und moralisch stark zurück. Deshalb müssen wir alles unternehmen, um zumindest einen Zähler in Genf zu holen.» Da sich gestern niemand ernsthaft verletzte, wird Gottéron mit dem gleichen Team antreten. Kräftemässig sollten keine Probleme entstehen, denn bis auf die Schlussphase spielte der HCF gestern Abend mit vier Sturmlinien durch.

Spielbeginn in der Patinoire des Vernets: heute um 19.30 Uhr.
Gottéron – Kloten 2:5 (1:1, 1:1, 0:3)

St. Leonhard. – 4210 Zuschauer. – SR Schmutz, Rebillard/Mauron.
Freiburg/Gottéron: Mona; Rhodin, Berger; Birbaum, Marquis; Bizzozero, Gianini; Hentunen, Karlberg, Wirz; Schneider, Montandon, Howald; Berthoud, Schümperli, Benjamin Plüss; Maurer, Hiltebrand, Sprunger.
Kloten: Stephan; Guignard, Klöti; Blindenbacher, Kirprusoff; Reist, Szczepaniec; Gossweiler, Baumgartner; Lindemann, Martin Plüss, Patrik Bärtschi; Rieder, Hlinka, Rintanen; Wick, Lemm, Reichert; Deny Bärtschi, Camenzind, Widmer.
Tore: 12. Rhodin (B. Plüss/Ausschluss Gossweiler) 1:0, 17. Lindemann (M. Plüss, Guignard/Ausschluss Tschümperli) 1:1, 24. Rintanen (Hlinka, Blindenbacher) 1:2, 38. Karlberg (Hentunen) 2:2, 48. Camenzind (Widmer, Lindemann) 2:3, 55. (54.37) M. Plüss (P. Bärtschi) 2:4, 56. (55.28) Rintanen (Kiprusoff) 2:4.
Strafen: Gottéron 2-mal 2 Minuten; Kloten 4-mal 2 Minuten.
Bemerkungen: Gottéron ohne Marc und Sandro Abplanalp, Gerber, Vauclair (alle verletzt); Kloten ohne Kostovic, Seydoux (beide verletzt), Peter (krank). Vor dem Spiel Trauerminute für den letzte Woche verstorbenen Ex-Gottéron-Spielertrainer Gerry Aucoin (62-jährig). Wahl zu den besten Spielern: Karlberg, Rintanen. Torhüterparaden: Mona (29 von 34 Schüssen gehalten), Stephan (27 von 29 Schüssen parriert.)

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