Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Kräftige Farben in Natur und Malerei in Oberbayern

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Angelica Tschachtli

Murnau«Blau ist die einzige Farbe, bei der ich mich dauernd wohlfühle», schreibt der Maler Franz Marc in einem Brief und nennt die Moor- und Seenlandschaft vor der Alpenkulisse Oberbayerns, 70 Kilometer südwestlich von München, «das blaue Land». Dieses Künstlerzitat hat der Gegend ihre touristische Identität verliehen.

Wiege der Avantgarde

Vor genau 100 Jahren haben Marcs Malerfreund Wassily Kandinsky, seine zeitweilige Lebensgefährtin und Malerin Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin zum ersten Mal in Murnau am Staffelsee gemalt. Sie waren begeistert vom intensiven Licht, von der durch die Alpensilhouette überhöhten Landschaft, von der reizvollen Altstadt mit ihren farbigen Fassaden und liessen sich auch von der lokalen Tradition der kräftige Farben aufweisender Hinterglasmalerei inspirieren. Diese Maler, wie auch Paul Klee, schlossen sich 1911 zur Künstlergruppe «Blauer Reiter» zusammen, benannt nach ihrer Programmschrift, die zu den wichtigsten in der Kunst des 20. Jahrhunderts gehört.

Münter und Kandinsky erwarben in Murnau ein Haus, in dem sie bis 1914 jeweils die Sommermonate verbrachten und auch ihre Freunde beherbergten. Kandinsky malte in diesen Jahren die ersten völlig gegenstandslosen Bilder. Die «Russen-Villa» wurde zur Wiege der Avantgarde.

Nach der Trennung mit Kandinsky hat Münter zahlreiche Reisen unternommen; später ist sie nach Murnau zurückgekommen, wo sie bis zu ihrem Tode 1962 lebte. Heute ist das schmucke Münter-Haus ein kleines Museum, das aus dem wechselvollen Leben der Künstlerin erzählt.

Die umfangreichste öffentliche Sammlung von Gabriele Münters Arbeiten ist im Murnauer Schlossmuseum untergebracht, das auch von anderen Künstlern im Umkreis des «Blauen Reiters» Werke zeigt.

Diese Vergangenheit Murnaus zieht auch heute noch Künstler an, die ein reges kulturelles Leben garantieren.

Nahe von Murnau liegt Kochel am See, das für Kunstinteressierte ebenso einen Besuch wert ist: Das Franz-Marc-Museum wurde dieses Jahr neu eröffnet. Schweizer Architekten realisierten einen Erweiterungsbau, wo nun zusätzlicher Raum zum Ausstellen von Werken Marcs und anderer deutscher Expressionisten zur Verfügung steht.

Übernachtungsmöglichkeiten in Murnau gibt es für alle Budgets: vom Fünf-Stern-Hotel Alpenhof Murnau (das übrigens seit über zehn Jahren von einem Walliser geführt wird) bis zur einfachen Pension. Wer keine Schweinshax’n mag und nach dem Bier Lust auf ein Glas Wein verspürt, dem sei die Cantina an der Seidlstrasse empfohlen, wo mitten in Bayern ein mediterraner Hauch weht. Die Besitzer führen auch eine Art Hotel (www.ameichholz.de).

Die Reise wurde ermöglicht durch die Deutsche Tourismuszentrale. www.murnau.de und www.franz-marc-museum.de

Mehr zum Thema