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Kredit fürs Polizeizentrum kommt vors Volk

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Wenn alles nach Plan verlaufe, könne die Kantonspolizei ihren neuen Sitz in Granges-Paccot Ende 2016 beziehen. Dies schreibt der Staatsrat in einer Mitteilung. Die Kommandos von Kantonspolizei und Gendarmerie sowie die zentralen Dienste sollen am neuen Standort gleich neben dem bestehenden Verwaltungsgebäude am Madeleine-Weg zusammengezogen werden. Zurzeit ist die Kantonspolizei über sieben Standorte verteilt.

Der Neubau soll auf 42,5 Millionen Franken zu stehen kommen. Der Verpflichtungskredit wird im Oktober dem Grossen Rat und im Februar dem Volk vorgelegt. Ab einem Betrag von 33 Millionen Franken muss eine Kreditforderung dem Volk vorgelegt werden. Das Kantonsparlament hatte sich schon einmal mit der Vorlage beschäftigt, als es 2010 den Studienkredit genehmigte. Damals hatte ein Fachmann die Kosten auf 30 Millionen Franken geschätzt.

«Unerwartete» Kosten

«Offensichtlich lag die Schätzung, die man uns vorlegte, zu tief», sagte Sicherheitsdirektor Erwin Jutzet auf Anfrage. Die Differenz von 12,5 Millionen Franken erklärt der Staatsrat durch mehrere Faktoren, die 2010 noch nicht bekannt waren: die immer strengeren Vorschriften, den angestrebten Standard Minergie-P-Eco sowie einen schwer auszuhebenden Untergrund. Schliesslich musste auch die Garage höher geplant werden, um Fahrzeuge der Rettungskräfte aufzunehmen.

Verteuernd habe zudem der Pioniercharakter des Projekts gewirkt, sagt Jutzet weiter. Der Neubau wird das grösste Verwaltungsgebäude im Kanton mit einem Tragwerk aus Holz. Zwar sei das verwendete Holz an sich nicht teurer, doch man habe beim ersten Durchrechnen viele Besonderheiten eines solchen Baus nicht berücksichtigt, zum Beispiel Massnahmen für die Akustik und die Sicherheit.

Ursprünglich 56 Millionen

Jutzet gibt zu bedenken: Ihm sei zuerst gar ein Projekt mit einem Kostenrahmen von 56 Millionen Franken vorgelegt worden. «Ich wurde wütend und hätte das Dossier fast aus dem Fenster geworfen.» Was nicht absolut nötig war, wurde dann wieder gestrichen, unter anderem Parkplätze und ein Helikopterlandeplatz.

Seit rund zehn Jahren ist klar, dass die ständig wachsende Kantonspolizei ein neues Gebäude braucht. Deshalb drängte Jutzet auf eine schnelle Lösung. Die fast drei Jahre dauernde Planung erschien ihm zu lang. «Wenn ich beim Hochbauamt nicht massiv Druck gemacht hätte, hätte es noch länger gedauert.» Jutzet schliesst nicht ohne Stolz: Der Kanton könne für den Bau immerhin Holz aus den eigenen Wäldern benützen und müsse nicht Billigholz aus dem Ausland verwenden. Dies habe im Übrigen auch den Vorteil, dass man das Projekt nicht öffentlich ausschreiben müsse.

Ineffizientes «Gebastel»

Der Gesamtbestand der Polizei hat sich in den letzten drei Jahrzehnten von gegen 350 auf rund 650 Personen verdoppelt. Die zentralen Dienste sind von rund 30 auf gegen 100 Angestellte gewachsen. Die Lage für die Mitarbeiter sei prekär, erläutert Christian Bruegger, Chef der zentralen Dienste: «Unsere Mitarbeiter haben sehr wenig Platz. Wir haben Probleme bei der Koordination, deshalb sind unsere Abläufe zu wenig effizient. Und wir haben nicht genug Lagerkapazitäten–es ist oft ein Gebastel.» Ausserdem fehle es dringend an Räumlichkeiten für die Ausbildung und an grossen Sitzungsräumen.

«Überzeugungsarbeit nötig»

 Zusammen mit dem Studienkredit von 1,2 Millionen Franken geht der Staatsrat von Gesamtkosten von 43,8 Millionen Franken aus. Das Sparpotenzial bei den Mietkosten für die heute genutzten Räume beträgt rund 370 000 Franken. Demgegenüber stehen höhere Kosten für den Betrieb im grösseren Neubau. Insgesamt schätzt der Staatsrat den Spareffekt für das Budget auf 70 000 Franken pro Jahr.

Sicherheitsdirektor Jutzet ist zuversichtlich, dass die Vorlage im Parlament und danach auch im Volk durchkommt, denn: «Die Polizei ist eine Sympathieträgerin und beliebt. Aber es wird Überzeugungsarbeit nötig sein.»

Neubau: Die Eckpunkte des geplanten Hauptsitzes der Polizei

D as fünfstöckige Gebäude soll auf einer Parzelle des Kantons erstellt werden und gegen 160 Mitarbeitenden Platz bieten. Es wird mit dem bestehenden kantonalen Verwaltungsgebäude verbunden. Am 2011 durchgeführten Architekturwettbewerb wurden 29 Projekte eingereicht. Gewonnen hat ein Architekturbüro aus Bulle. Vorgesehen sind unter anderem ein Trainingsraum und eine Kantine. Diese war nur für die Polizei selbst gedacht. Angesichts der knappen Verpflegungsmöglichkeiten im Quartier beschloss der Staatsrat, die Cafeteria für andere Staatsangestellte zu öffnen und von 70 auf 150 Plätze zu erweitern. Dies auch, um unnötige Pendelfahrten am Mittag zu vermeiden. fca

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